Yoga für Kletterer

Yoga - Verbreitete Irrtümer und was eigentlich Sache ist

Yoga ist nur für bewegliche Menschen, da muss man religiös für sein, und ich bin dafür zu alt? Denkste.

Es gibt viele verschiedene Yoga-Stilrichtungen und viele Informationen rund um die mehrere tausend Jahre alte aus Indien stammende philosophische Lehre. Hier räumen wir mit den verbreitetsten Irrtümern auf.

Irrtum Nr. 1: "Yoga ist für bewegliche Menschen" / "Für Yoga bin ich viel zu steif".
Nicht ganz...: Wer weniger beweglich ist, profitiert deutlich mehr vom Yoga. Es ist nicht relevant, ob man beim Vorbeugen seine Zehen berührt oder nicht. Relevant ist, dass man sich so weit vorbeugt, wie es einem selbst möglich ist. Oder sagst Du: "Fürs Schlafen bin ich viel zu müde"?

Irrtum Nr. 2: "Yoga ist doch nur Dehnen"
Nicht ganz...: Die Yoga-Haltungen sind ganz schön gemein. Denn meistens kann man auf einer Seite schön entspannen und dehnen - und muss dafür auf der anderen ganz schön anstrengend die Muskeln benutzen. Deshalb: Ja, Yoga dehnt unter anderem. Aber vor allem macht Yoga stark und geschmeidig.

Irrtum Nr. 3: "Ich kann im Yoga nicht gut sein, dafür bin ich zu alt / zu schwach / etc"
Nicht ganz...: Gut im Yoga ist nicht, wer auf der Matte spektakuläre Sachen macht. Gut im Yoga ist, wer es schafft, Ehrgeiz, Ego, Gefallenwollen, Anspruchshaltung, Stolz, ja im Prinzip alle Sorgen und Wünsche hinter sich zu lassen. Hilft übrigens auch beim Klettern! (Wenn man bei einer Übung nicht so tief / weit / extrem kommt wie andere, heißt das nicht, dass die Yoga-Übung deshalb weniger wirkungsvoll ist - im Gegenteil.)

Irrtum Nr. 4: "Dafür muss man religiös sein" / "Yoga = Hinduismus"
Nicht ganz...: Schon richtig, Yoga hat spirituelle Aspekte, nicht zu knapp. Allerdings sind diese keiner Religion verpflichtet, sondern gehören zur Grundlage allen menschlichen Zusammenlebens. Wer Yoga macht, setzt sich eventuell intensiver damit auseinander. Es steht aber nirgends geschrieben, dass man nicht einfach nur die Yoga Asanas (Haltungen) üben kann. Viele Yoga-Kurse in Deutschland bieten genau dies.

Irrtum Nr. 5: "Yoga ist esoterisch" / "Dafür muss man Räucherstäbchen mögen" / etc
Nicht ganz...: Es gibt viele Esoteriker, die Yoga für sich entdeckt (und teilweise besetzt) haben, und manche Yoga-Übende mögen Räucherstäbchen, Tattoos oder sonstigen Schnickschnack. Doch der Umkehrschluss funktioniert nicht. Selbst als Nadelstreifen-tragender Steuerbeamter kann man Yoga machen und davon profitieren.

Irrtum Nr. 6: "Yoga-Übungen sind langweilig und nur für Frauen"
Nicht ganz...: Weil Frauen hormonbedingt etwas beweglicher sind, fallen ihnen die körperlichen Yoga-Übungen meistens leichter. Doch geht es beim Yoga eigentlich darum, glücklich und erfüllt zu leben. Dabei helfen Körper-Übungen (von ziemlich easy bis ziemlich anspruchsvoll), Meditation und verschiedene Regeln. Sie helfen, den Körper gesund und den Geist entspannt zu halten. Beides ist auch beim Klettern hilfreich.

Weiterführende Informationen zu Yoga

Hintergrundwissen, FAQ, Literaturtipps und Info zu medizinischen Einschränkungen beim Yoga gibt es hier bei unserer Schwester-Seite outdoor-magazin.com

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