Knowhow Chalk

Tipps, Tricks und Wichtiges rund ums Chalk

Foto: Jack Geldard
Keine Zeit zum Nachchalken? Kein Problem, mit unseren Tipps wird das dynamische Chalken leicht. Dies und weitere Infos aus dem Chalkbag, äh, aus der Trickkiste.
  • Chalk aus der Hose: Die Profis machen es vor: Wer wie beim Bouldern ohne Beutel unterwegs ist oder keine Zeit mehr findet, die Hand in den Chalkbag zu führen, schmiert das weiße Pulver dick auf die Kleidung, bevorzugt den Oberschenkel. Im Eifer des Gefechts kann dann dort blitzschnell nachgechalkt werden, ein kleiner Klatsch auf das vorher großzügig aufgetragene Chalk wirkt Wunder.
  • The French Blow: So nennt die englischsprachige Szene das demonstrativ lässige Abblasen überflüssigen Chalks von den Fingern. Den Franzosen wurde früher gern vorgeworfen, sie seien Poser. Wahrscheinlich weil sie besser kletterten. Das Abblasen ist jedenfalls sinnvoll - zuviel Magnesia macht die Griffe nämlich wieder rutschig.
  • Tickmarks: Wer sich an der Crux die Griffe oder Tritte nicht merken oder sie nicht sehen kann, weil sie hinter einem Felsvorsprung liegen, markiert ihre Position mit Chalk. Das reicht vom kleinen Punkt bis zum langen Strich. Es zeugt vor Respekt vor dem Fels und den anderen Kletterern, diese Markierungen hinterher wieder zu entfernen. Eine Chalk-Bürste gehört daher immer an den Chalkbag.
  • Hippies hate Water: Nasse Griffe sind nicht schön. Aber zugeschlonzte auch nicht. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, zugechalkte Griffe, die nicht vom Regen gereinigt werden, weil sie vom überhängenden Fels abgeschirmt sind, mit einem weichen Schwamm und Wasser zu behandeln. Zusatztipp: Am besten abends anrücken, und nur wenn es in der Nacht nicht friert.
  • Die Sache mit der Bürste: Natürlich tut es eine Zahnbürste auch. Doch besser bürsten, darin sind die "Vielbürster" sich einig, können spezielle Griffbürsten fürs Klettern. Am allerbesten solche mit Naturborsten. Erhältlich von Lapis, Black Diamond, So Ill und Laubwald.
  • Reisen mit Chalk: Dass man die Vorratspackung im Rucksack in mindestens eine zusätzliche Plastiktüte packt, versteht sich von selbst, denn irgendwo staubt‘s immer raus. Beim Fliegen ist es besser, das Chalk ins große Gepäck zu packen. Im Handgepäck können Produkte wie „Chalk is my Dope“ oder gar „Cocaine“ (aus Deutschland) bei humorlosen Zöllnern zu vermeidbaren Verstimmungen führen.

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26.10.2011
Autor: Ralph Stöhr
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