Digital-Kameras

Digitalkamera-Angaben und was sie bedeuten

Die technischen Angaben zu einer Digitalkamera sind nicht immer leicht verständlich. Hier erklären wir, was Megapixel, Zoom, Lichtstärke und Co. bedeuten.

Optischer und digitaler Zoom
Für den verfügbaren Brennweitenbereich von Weitwinkel bis Tele ist die Angabe des optischen Zooms entscheidend. Sie gibt an, in welchem Verhältnis zur Minimal-kleinsten Brennweite Sie das Motiv maximal heranzoomen können. Ein dreifach optischer Zoom ist mittlerweile Standard, mit mehr haben Sie auch mehr Möglichkeiten der Bildgestaltung. Der sogenannte digitale Zoom verschlechtert hingegen die Aufnahmequalität, da die Kamera beim damit einfach nur einen Ausschnitt des Bilder nutzt und ihn auf die volle Bildgröße aufbläst.

Megapixel*+
Wer später richtige
Poster ausdrucken möchte, sollte zu einer Digitalkamera greifen, die Fotos mit mehr als 10 Megapixeln auflöst. Für alle anderen Zwecke von der Beamer-Show bis zum Ausdruck fürs Album reicht die Auflösung aller aktuellen Kameras völlig aus. Mehr Megapixel bedeuten nicht automatisch bessere Bildqualität.

Sensorgröße
Die Größe des Sensors ist ein guter Indikator für die von der Kamera erbrachte effektive Auflösung und Bildqualität. Die Sensorgröße einer durchschnittlichen Digitalkamera liegt bei 1/2,5 Zoll. Digitalkameras mit größeren Sensoren (z.B. 1/2,3 oder 1/1,7 Zoll) liefern bessere Qualität:
Je größer der Sensor ist, desto weniger Bildstörungen **treten auf und desto besser werden Farben und Kontraste dargestellt.

Foto: Fujifilm Fujifilm Finepix XP30

Die XP30 von Fujifilm verfügt über einen fünffach optischen Zoom.

Lichtstärke des Objektivs
Auch das Objektiv beeinflusst die Bildqualität und sollte deshalb eine gute Lichtstärke aufweisen. Bei Digitalkameras ist f/2,8 ein guter Richtwert. Generell lässt sich sagen: Je höher der Wert ist, desto lichtschwächer ist das Objektiv und desto eher entsteht störendes Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen - die Bilder werden in den dunklen Bildzonen 'krisselig'.

In den Datenblättern sind meistens zwei Werte angegeben. Der erste Wert bezeichnet die größte Blendenöffnung im Weitwinkel und der zweite die größte Blendenöffnung bei maximalem Zoom. Je kleiner die Werte sind, desto mehr Licht kann durch das Objektiv auf den Sensor treffen. Dies wiederum bewirkt kürzere Verschlusszeiten für hellere Aufnahmen und damit weniger Verwacklungsgefahr. Im Vergleich der Outdoor-Digitalkameras bietet die Linse der Canon PowerShot D10 mit F 1:2,8 die größte Lichtstärke.

Brennweite
Die maximale Brennweite gibt an, wie stark Sie ein Objekt heranzoomen können, die minimale gibt an, wie weitwinklig ein Bild werden kann. Je größer die angegebene Brennweite ist, desto enger werden der Bildwinkel und damit der Bildausschnitt. Hersteller geben die Brennweite häufig umgerechnet auf das traditionelle Kleinbild-Format an. So entspricht ein 50-mm-Objektiv ungefähr dem Blickwinkel des menschlichen Auges. Objektive mit einer kleineren Brennweite werden als Weitwinkelobjektive bezeichnet, da der Blickwinkel hier größer ist. Wer auch auf begrenztem Raum gute Aufnahmen machen möchte, sollte zu einer Digitalkamera mit 35 oder gar 28 Kleinbild-Millimetern als kleinster Brennweite greifen.

Bildstabilisator
Bildstabilisatoren gleichen Verwackler aus, die beim Fotografieren aus der Hand bei langen Belichtungszeiten entstehen. In der Regel sind optische und mechanische Bildstabilisatoren besser als digitale. Beim optischen Verwacklungsschutz gleichen bewegliche Linsen Verwacklungen aus, beim mechanischen erzeugt der beweglich gelagerte Sensor eine Gegenbewegung. Reagiert die Digitalkamera mit einer Erhöhung der ISO-Zahl, ist ein digitaler Bildstabilisator verbaut. Manche Kameras können bei schwierigem Licht auch zwei Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten miteinander verrechnen, um gute Farben und Schärfe zu erzeugen.

Display
Wer keine Spiegelreflex-Kamera hat, nutzt für die Wahl des Bildausschnitts für gewöhnlich das Display der Digitalkamera. Je größer dessen Diagonale und Auflösung ist, desto besser erkennt man darauf auch Details. Die Länge der Bilddiagonalen wird in Zoll oder Zentimetern angegeben. Kleine Displays haben Diagonalen von 1,5 Zoll, die größten mehr als 2,5 Zoll.

Automatische Gesichtserkennung
Digitalkameras, die Gesichter erkennen können, übernehmen bei Portrait-Fotografien die Einstellung der optimalen Schärfe und Belichtung der abfotografierten Person(en). Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen sogenannten Smile Shot-Modus. In diesem Fall löst die Kamera erst dann automatisch aus, wenn das Gesicht im Fokus lächelt. Daran gekoppelt gibt es häufig auch die Blinzelwarnung, die verhindert, dass abgelichtete Personen ihre Augen beim Auslösen geschlossen haben.

16.06.2011
Autor: Tina Manhenke
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