KL_Sardegna_Ichnusa-1 (jpg) Günter Mauthe

Klettern auf Sardinien

Sportklettern und MSL Sardinien

Sardinien ist ein Kletterkontinent für sich. Ob abenteuerliche 400-Meter-Wände oder gechilltes Sportklettern und Bouldern, Sardinien bietet alles im Überfluss.

Sardinien erstreckt sich über maximal 270 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 145 Kilometer von Westen nach Osten. An der 1850 Kilometer langen Küste warten etliche Kubikkilometer Felsklippen, die zum Teil direkt aus dem Wasser ragen. Aber auch das Inselinnere ist mit kletterbarem Fels übersät. Angesichts dieser Fülle muss der Versuch eines kurzen Überblicks über das Kletterangebot Sardiniens zwangsläufig scheitern.

Daher beschränke ich mich auf eine kleine, subjektive Auswahl. Wer umfassende Information will, muss sich an „Pietra di Luna“ halten. Für den Über- und Durchblick ist dieses Werk des nimmermüden Erschließers und Sardinien-Hausmeisters Maurizio Oviglia der mit Abstand umfassendste Kletterführer der Insel.

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Video: MSL-Klettern auf Sardinien

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Maurizio Oviglia
Liv Sansoz In "The day after" bei Cala Gonone.

Unsere Reise beginnt in Olbia im Nordosten der Insel, wo die meisten germanischen Besucher aus dem voluminösen Bauch mopsiger Fähren auf die Insel gespült werden. Wer Fliegen schöner findet, landet ebenfalls in Olbia. Der Osten bietet die größte Vielfalt an Gebieten. Ob maritim oder alpin, hier ist für jeden Geschmack etwas geboten: von absolut abgelegenen Alpinrouten an den bis zu 400 Meter hohen Kalkmauern des Supramonte-Gebirges bis zu perfekten Boulderblöcken aus Granit, von geneigten Anfängerplatten bis zu höllisch athletischer Höhlenkletterei, von einsamen Sportkletterfelsen in sanfter Mittelgebirgsszenerie bis zu parkplatznahen, gut polierten Breitensportfelsen mit Badestrand bei Cala Gonone. Von dem Touristenort aus erreicht man auch einige besondere Schmankerl: abenteuerliche Mehrseillängen-Routen direkt über dem Meer. Das leuchtende Türkis des Wassers, in das perfekte Kalkfelsen abtauchen, erscheint selbst dem Auge eines nüchternen Betrachters völlig irreal. Egal, ob man das Türkis gelöst vom Schlauchboot oder dehydriert aus 300 Metern Höhe betrachtet – es bleibt der hell(türkis)e Wahnsinn. Mag sein, dass sich das euphorisierte Auge optisch täuschen lässt. Doch die Finger und Füße können sich nicht täuschen, sie be-greifen und ver-stehen in Routen an der Aguglia Goloritze oder der Punta Giradili bei Baunei, wie genial Klettern sein kann.

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Günter Mauthe
Die Punta Giradili.

Doch nicht alles ist fest, schon beim Zustieg schwankt der Boden unter den Füßen, und die Gefahr ins Nass zu fallen, umgibt einen glasklar. Das passiert, wenn sich Gehfaule auf eine neumodische Art des Wasserstarts einlassen: direkt aus dem Meer in eine Meer-Seillängen-Route. Das ganze nennt sich „Boat climb“. Was man hier allerdings benötigt, ist Vertrauen – in den Bootsführer oder die eigenen Skipper-Künste, in die Schwierigkeitsangaben und in einen nachvollziehbaren Routenverlauf. Ein Paradebeispiel ist die Via Fedeli alla Linea südlich von Cala Gonone, ein grandioses Gesamterlebnis für nervenstarke Zeitgenossen mit 15 Seillängen inklusive abenteuerlichem Abstieg und Bootsfahrt hin und zurück.

Deutlich konsumfreundlicher geht es in den vielen Sportklettergebieten rund um Cala Gonone zu. Aber auch abseits der Küste wird in den letzten Jahren immer mehr geklettert und gebouldert. Letzteres vor allem südwestlich des Städtchens Nuoro, ersteres an den Wänden des Ogliastra südwestlich von Tortoli, wo schon einige große Riegel mit bestem Kalksandstein erschlossen wurden, oder an den extralöchrigen Felsen bei Isili, die mit ihren oft mächtig überhängenden Routen Pflichtprogramm für die starken Jungs und Mädels sind.

Weiter führt die Reise nach Süden Richtung Cagliari. Boulderer werden wohl vor der Hauptstadt nach links abzweigen, denn an der Südwestspitze der Insel finden sich eine ganze Reihe von Granitbouldergebieten. Wer die Metropole Cagliari besucht, sollte sich die perfekte Kombination aus Klettern und Baden in der hübschen Cala Fighera nicht entgehen lassen.

Mystischer Südwesten

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Günter Mauthe
Die verlockende Isola Foradada am Capo Caccia an der Westküste.

Wer von Cagliari direkt nach Westen fährt, landet im Iglesiente, dem südwestlichen Zipfel des Eilands. Zwischen Buggeru und Masua bietet die Küste famose und familienfreundliche Möglichkeiten, wunderschöne Sandstrände mit verschiedenen Klettergebieten an Klippen zu kombinieren. Ebenso lohnend sind Abstecher ins nahe Hinterland Richtung Domusnovas. Hier gibt‘s geniale Sinterklettereien noch und nöcher. Hinzu kommt die marode Mystik der bis zu 900 Meter hohen, bewaldeten Berge, wo zahlreiche aufgegebene Erzminen mit den Ruinen der Siedlungen und verrottenden Abbau- und Verarbeitungsstätten nicht nur im wolkenverhangenen Zustand anregend auf Fantasie und Forscherdrang wirken. Wer genug vom Klettern hat, der kann sich hier mühelos und tagelang die Zeit vertreiben.

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Günter Mauthe
Vom Bouldern bis zur Mehrseillängenroute: Sardinien macht alle glücklich.

Fährt man entlang der Küste weiter nach Norden, bleibt die Landschaft wunderschön, die kletterbaren Felsen sind hier aber weitläufiger verstreut als im Iglesiente, Ogliastra oder um Cala Gonone. Dafür warten Schmankerl wie der Monte Arci, wo man das seltene Vergnügen hat, Basalt unter die Finger zu bekommen. In Alghero endet diese für sardische Verhältnisse schon fast als Kletterdias­pora zu bezeichnende Ecke entlang der Westküste. Rund um Alghero und Sassari sind innerhalb der letzten Jahre viele Gebiete erschlossen und veröffentlicht worden. Die Felsen bei Osilo und Rocca Doria sind kein Geheimtipp mehr, wovon der drei Jahre junge Kletterführer „Arrampicare ad Alghero“ von Corrado Conca zeugt.

Der Kletterklassiker der Region und auch landschaftlich ein Highlight sind die gewaltigen, kreidezeitlichen Kalkklippen des Cappo Caccia, der aussichtsreichen Halbinsel westlich von Alghero. Hier wurde in den letzten Jahren fleißig saniert und auch neu erschlossen. Sogar Klettersteige mit 200-Meter-Tiefblicken aufs Meer wurden eingerichtet. Bei hoher Luftfeuchte werden aber selbst in dieser Höhe die Griffe noch schmierig und schwierig zu halten. Anstatt dann überstürzt an nahegelegene Sandstrände, Bars oder andere Gefahrenzonen zu flüchten, sollte man einen Abstieg in die Unterwelt erwägen – in die beeindruckende Grotta die Nettuno, die den teuren Eintritts­preis absolut wert ist.

Bouldern gegen Bonzen

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Günter Mauthe
Wasser, Luft, Meer, Fels: Sardinien ist die perfekte Urlaubsinsel.

Im Hinterland der Gallura sind Klettersteige und neue Bohrhaken weniger angesagt, so herb wie die Landschaft ist auch die Kletterei. Die nördlichste Region Sardiniens bietet vor allem traditionelle Routen und Clean Climbing, Neutouren mit Bolts sind hier tabu. Einige Sportklettereien, viel Boulderpotenzial und vor allem eine grandiose Szenerie finden sich dafür am Capo Testa. Die Verwitterung formte hier grobkörnige Granitfelsen zu bizarr durchlöcherten, manchmal surrealistisch anmutenden Skulpturen, die sich mit etwas Fantasie oft als Tierfiguren deuten lassen. Das östlich gelegene Capo d‘Orso, das „Bärenkap“, ist eine von vielen schönen Felsformationen, deren Besuch sich schon wegen des Anblicks lohnt.

Womit wir bei der letzten Etappe der Reise angelangt wären: entlang der berühmten „Costa Smeralda“ zurück nach Olbia. Die „Smaragdküste“ mit ihrem türkisfarbenen Meer und schönen Buchten mit Granitfelsen ist die Touristenhochburg Sardiniens, das Sardinien der ausländischen Inves­toren, nicht das Sardinien der Sarden. Aber vielleicht wird diese Gegend ja noch zum Sardinien der Boulderer. Teils runde, teils bizarr geformte Boulderblöcke aus grobkörnigem Granit gibt es nämlich im Überfluss. Und längst nicht alles liegt im Privatbesitz von Ferienanlagen und bewachten Bonzenfestungen.

In diesem einen Fall, aber wirklich nur hier, bei meiner begeisterten Vision von einer Boulderküste entlang der Costa Smeralda, kann ich allerdings nicht ausschließen, dass Dosierungsprobleme mit sardischen Alkoholspezialitäten im Spiel waren. Viva Ichnusa, viva Sardegna!

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Alle Infos zum Klettern auf Sardinien

Anreise: Entweder mit eigenem PKW und Fähre oder mit Flugzeug und Mietwagen auf Sardinien. Flughäfen gibt es in Ólbia und Cagliari. Mit dem eigenen Auto setzt man entweder von Livorno oder Genua nach Olbia oder Porto Torres über. Die wichtigsten Fährlinien sind Moby (www.mobylines.de) und Sardinia Ferries (www-corsica-ferries.de), von Genua verkehren auch Schiffe der Reedereien Grandi und Tirrenia. Es bestehen auch Fährverbindungen von Sardinien nach Korsika. Gute Informationen und Links zu Anreise, Fährbuchungen und Autovermietung findet ihr unter www.sardinien.com.

Unterkunft: In den touristischen Zentren wie Cala Gonone oder an der Nordküste ist das Angebot an Unterkünften aller Art groß, im Hinterland fällt das Übernachtungsangebot dagegen öfters bescheidener aus. Entlang der meisten Küstenabschnitte finden sich genug Campingplätze (www.sardegna.net, www.campingsardinien.de, www.sardinien.com).

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Maurizio Oviglia
Maurizio Oviglia, Autor des sardischen Kletterführers Pietro di Luna.
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Günter Mauthe
Mit dem Boot zum Einstieg: die schönsten Elemente Sardiniens lassen sich kombinieren.

Verpflegung: Hier gilt ähnliches wie bei der Übernachtung: In den Touristengebieten gibt‘s Restaurants zuhauf, in der Pampa nur selten. In den größeren Orten finden sich meist Supermärkte, ansonsten muss man sich mit dem Angebot des Dorfladens begnügen.

Beste Zeit: Frühjahr und Herbst sind die besten Zeit zum Klettern. Im April und Mai wird‘s grün, Ende September bis Anfang November ist das Meer noch warm, die Lufttemperatur aber schon wieder im erträglichen Bereich.

Klettern: Das Angebot reicht von Kalk über Sandstein und Quartzit bis zu Granit. Am Monte Arci hat man sogar das seltene Vergnügen, sich an Basalt festkrallen zu dürfen. Auch die ganze Bandbreite des Felskletterns wird auf Sardinien abgedeckt – vom Bouldern über Sportklettern bis zu Clean Climbing und richtig alpinen Routen. Wer etwas Abwechslung in sein Leben bringen möchte, sollte zum normalen Sportkletter-Rack also auch Crashpad sowie Helm, Keile und Friends einpacken. Ein 70-Meter-Seil sollte für die allermeisten Sportklettergebiete ausreichen. Festes Schuhwerk!

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Der Kletterführer "Pietra di Luna" von Maurizio Oviglia (2002).

Führer: „Pietra di Luna“ aus dem Jahr 2002 enthält alle wichtigen Gebiete der Insel. Da es in den einzelnen Gebieten inzwischen reichlich neue Routen und Sektoren gibt, hat Autor Maurizio Oviglia drei sogenannte Kletterkarten herausgebracht. Auf den Rückseiten dieser Landkarten sind Update-Topos über Cala Gonone, Nordsardinien, Iglesiente oder Ogliastra zu finden. Wer weiß, dass er viel Zeit bei Alghero oder in Cala Gonone verbringen wird, für den sind die lokalen Kletterführer von Corrado Conca interessant. Zum Jahresende 2010 soll eine neue Auflage von Pietra di Luna erscheinen, doppelt so dick wie die alte. Alle Führer sind unter www.klettern-shop.de erhältlich.

Internet: www.sardiniaclimb.com, www.bloccobirra.com (Bouldern).

Ruhetage: Schönere Badebuchten als auf Sardinien finden sich im Mittelmeer kaum. In der Cala Luna bei Cala Gonone oder in der Cala Fighera bei Cagliari lassen sich Baden und Klettern sogar perfekt kombinieren. Wasserratten sollten für das türkisfarbene Meer keinesfalls Schnorchel und Flossen vergessen. Im Inselinnern lässt es sich prima Mountainbiken und Wandern.

Regionen & Gebiete

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Redaktion klettern
(Klick auf die Karte öffnet die Großansicht)

Baronìe: Um das Städtchen Siniscola finden sich einige kleinere, gemütliche Kalk-Sportklettergebiete.

Orani/Orotelli: Südöstlich von Nuoro schlägt das Boulderherz Sardinien. Hier warten unzählige Graniteier verteilt auf mehrere Gebiete. Achtung, die meisten Blöcke befinden sich auf Weideland – fragt die Hirten um Erlaubnis!

Supramonte: Schroffe, karge und kaum bewohnte Mittelgebirgslandschaft, durchfurcht von schroffen Schluchten und steilen Wänden. Hier ist das Reich der Alpinkletterer, die auf der Suche nach langen, bohrhakengesicherten und trotzdem anspruchsvollen Routen sind.

Cala gonone: Das Gegenstück zum Supramonte. DIE Kletterhochburg Sardiniens, an Pfingsten ziemlich überlaufen. Genug Routen für mehrere Urlaube, perfekte kombination von Klettern und Baden.

Baunei: Die Ostküste rund um das Städtchen Baunei ist die Heimat gewaltiger Wände am Meer, teils direkt darüber, und manchmal erfolgt sogar der Zugang übers Wasser: Hier sind bekannte Gipfel wie Aguglia Goloritzè oder Punta Giradili zuhause.

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Günter Mauthe
In Cala Luna lassen sich Klettern und Baden prima verbinden.

Ogliastra: Die Wände rund um das Örtchen Jerzu bilden eines der ganz großen Kletterzentren auf Sardinien. Wie Burgen stehen hier zahreiche Kalksandsteinfelsen auf den Hügelkuppen, es dominiert senkrechte, technische Kletterei.

Sàrrabus: Das Gebirge im südöstlichsten Zipfel der Insel bietet vor allem zahlreiche Granit-Boulderspots, dazu ein paar Sportklettersektoren.

Ísili: Weit weg von den Stränden zieht das Dorf Ísili nun schon seit Jahren mit seinem großen Angebot an extralöchrigen und ultrasteilen Sektoren urlaubende Kletterer an.

Iglesiente: Ob eine der zahlreichen, mit Wassertropflöchern gespickten Wände in Küstennähe, stolze Klippen über der Brandung oder die zahlreichen, von Sintern überzogenen Felsen im Hinterland – die Region nördlich von Iglèsias hält dem Vergleich mit Cala Gonone hinsichtlich Qualität und Angebot der Sportkletterspots durchaus Stand.

Alghero: Ein Erlebnis für sich sind die großteils sanierten Sportkletter-Sektoren an der bis zu 300 Meter hohen Steilküste des Capo Caccia. Es gibt hier aber noch einiges mehr an kletterbarem Fels.

Osilo: Östlich von Sassari warten bei der Ortschaft Osilo eine ganze Reihe löchriger, oft fast weißer Kalkriegel. Hier wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Sektoren erschlossen.

Gallura: Abgesehen vom kleinen Sportklettersektor in der Cala Spinosa am Capo Testa herrscht hier der Geist des Clean Climbing. Bohrhaken sind tabu, dafür warten einige schöne Granitwände darauf, mit Keilen und Friends gefüttert zu werden. Das Boulderpotenzial der Region ist enorm, nicht nur am traumhaft schönen Capo Testa.

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Topos für die Sektoren Banana Republic und Memoria del Vuoto

Sektor Banana Republic

ZUGANG: Von Iglesias nach Masua, dann in Richtung Buggerru. Die Straße führt erst hoch auf einen Sattel, dann hinab in ein grünes Tal mit See. Weiter nach Westen in ein zunehmend engeres Tal hinab, bis dieses sich vor der Abzweigung zur Cala Domestica wieder verbreitert. Hierher kommt man auch (kürzer) vom kleinen Ort Buggerru. Eine Schotterstraße zweigt hier nach rechts ab. Man folgt dieser etwa 2 km bis zu den ersten Felsen, die Schlucht wird hier sehr eng: Auf der rechten und linken Seite befinden sich die Felswände des Sektors Istentales. Fährt man weiter, wird die Straße bald kurz steil und holprig. Kurz danach kann man den Sektor Sardus Pater etwa 100 m oberhalb der Straße (in Richtung Meer) erkennen. Ein paar hundert Meter weiter liegt der Sektor Piccolo Canyon direkt oberhalb der Straße. Noch ein Stück weiter erreicht man dann den Sektor Banana Republic. Auch dieser Sektor liegt direkt oberhalb der Straße. Kurz danach endet die Schlucht.

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Maurizio Oviglia

1. Al Tappone (Projekt); 2. Lo psiconano (7c); 3. Prese … piccole (8b); 4. Frottolandia (Projekt); 5. Cosa nostra (Projekt); 6. Quarto potere (7c+); 7. Fessbúk (7b+); 8. Vox Populi (7b); 9. Gomorra (7b); 10. Povera Patria (7a+); 11. Baby dull (7a); 12. Banana Republic (6c+); 13. Voglio scendere (6b+)
Rechts ums Eck befinden sich noch neun leichtere Routen in plattigem, grauem Kalk: (v.l.n.r.)
1. Loco alfano (5c+); 2. Spadani (5c+); 3. Il Pikkonatore (6b); 4. Ustica (6a+); 5. Toghe Rosse (6a); 6. Tangentopoli (6a+); 7. Gladio (6a+); 8. Governo ladro (5c); 9. La casta (5c).

Sektor Memoria del Vuoto

ZUGANG: Von Sassari auf der SS200 bis Sennori und am Ortseingang in Richtung Osilo. Am Sportplatz vorbei und dann rechts in Richtung San Lorenzo/Osilo. Nach 4 km erreicht man eine Abzweigung (Nulvi), ab hier noch ca. 1,9 km weiter in Richtung Osilo/S.Lorenzo, dann rechts auf eine bergauf führende Privatstraße (zwischen Zypressen- und Eukalyptusbäumchen). Diese Abzweigung ist von der Asphaltstraße schlecht zu erkennen, fahrt also besser nicht zu schnell. Auf der Schotterstraße fährt man dann weiter bis zum gut ersichtlichen Parkplatz vor dem Sektor “Memoria del vuoto” (ab Stadtgrenze Sassari bis hierher 15 Min.).

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Maurizio Oviglia

1. Amore e psiche (6c+/7a); 2. L’insostenibile leggerezza dell’essere (7a); 3. Falco (7b); 4. Omine modde (7a/7a+); 5. Bar mulino (6c+); 6. Mr. Ruiu (6c); 7. È perfettibile (6c); 8. Gigi-one (6c); 9. Strizza (6b+); 10. In badde margherida (6b); 11. Neve blu (6b); 12. Kena lakanas (6a+); 13. A tubbu pienu (5c+); 14. Carrela’e nanti (5c); 15. Era 50!! (5c+); 16. Michè (6a+); 17. Il suonatore jones (6a); 18. Geordie (6a); 19. Via del campo (6a+); 20. Seconda estrella a testa (6a); 21. Rigattoni (6a+); 22. Scraffingiu (6b+); 23. Mowgli (6c); 24. Mi che ti canta il cucco (6c); 25. Saint cliff (7a); 26. Action (7b); 27. Fiumi di porpora (7a+); 28. MP-five (6c+); 29. L’oro di carrogu (6c); 30. Qualcuno cagò nel nido del cuculo (6b+); 31. La girella di sonia (6c); 32. La primma communioni (6c); 33. Fiorellino (6c); 34. Le coccole dolci di roby (6c+); 35. Il barone rampante (6b+); 36. Gian dè brughi (6a+); 37. Suzanne (6b+); 38. Una furtiva lagrima (6a+).

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