KL Julia Winter Interview

Interview

Julia Winter im Interview

Julia Winter aus Sachsen war eine der acht Frauen, die im Februar 2008 beim Bronx Rock Invitational Boulderwettkampf mitgemacht haben. Danach hat sie uns einige Fragen beantwortet.

Dass Sachsen sehr starke Sportkletterer hervorbringen kann, zeigt ein Blick auf den deutschen Kader. Auch Julia Winter beweist, dass Dresdens Kletterszene gut für die Motivation ist. Nachdem sie als Kind kletternder Eltern in der Hängematte an den Einstiegen hing, ist die 22-Jährige inzwischen eine erfolgreiche Kletterin geworden. „Ganz viel klettern und bouldern, vor allem auch draußen“, lautet ihr Erfolgsrezept.

geboren: 14.04.1986
Wohnort: Dresden
Klettert seit: 1994

Am liebsten klettere ich:
An sonnigen Südseiten

Lieblingsgebiete: Castle Hill, Elbsandstein

Nächstes Kletterziel: Nose, Buttermilks, Indian Creek und vieles anderes zwischen New York und San Francisco

Verzweifeln tu ich an:
Slopern und weiten, kräftigen, statischen Zügen

Ich fühl mich wohl an: Leisten, typisch weiblichen Mogelzügen

Schwierigste Routen: Bauern Plus (8a+, Massone), Dinosaurier (8a+, Seynes), Center Court (10-, Frankenjura)

Größte Wettkampferfolge:
Sieg beim Bronx Rock Invitational; 1. Platz Bouldercup Ispo 07
1. Platz DSC Frankenthal 06

Sponsoren: Boreal, E9

KL Julia Winter
Archiv Winter
Julia beim DWS auf Mallorca.

Julia, wie sieht die perfekte Route für dich aus?
Eine eindrucksvolle Linie mit genialen Bewegungen an einem wunderschönen, freistehenden Fels. Die Sonne darf nicht fehlen, und die Sicherung sollte angemessen sein.

Kletterst du lieber mit Frauen oder mit Männern?
Spaß macht es mit beiden! Wenn man mit Mädels bouldert, kann man sich allerdings mal richtig mit Eindrehen, „hinterm Ohr antreten“ und Wechslern austoben.

Was treibst du so neben dem Klettern?
Ich bin gern draußen, verreise gern und oft. Aber das hat ja alles unmittelbar mit dem Klettern zu tun. Im Winter geht’s dann auf die Piste.

Wie sieht es in Sachsen in puncto Klettermöglichkeiten aus? Bist du da oft unterwegs?
Es gibt wohl kaum irgendwo mehr Möglichkeiten zum Klettern als in Sachsen. Zugegeben: Die Absicherung ist etwas speziell. Ich als Angsthase bin bei Touren an der Leistungsgrenze über einen mutigen Vorsteiger sehr dankbar – auf keinen Fall sollte man sich aber davon abschrecken lassen! Es lohnt sich wirklich. Ich bin verdammt gerne und in letzter Zeit auch wieder öfter im sächsischen Fels unterwegs.

Wie hat dir das Bronx Rock Invitational gefallen?
Ich hatte schon sehr hohe Erwartungen, aber sie wurden definitiv übertroffen! Es war eine rundum gelungene, perfekt organisierte Veranstaltung mit Publikum, wie ich es besser selten erlebt habe. Es hat super viel Spaß gemacht, dabei zu sein.

Und was sagst du zu deinem Sieg beim Bronx Rock Invitational?
Ich bin absolut überwältigt. Nach der trainingslosen Prüfungszeit habe ich mit mir fest auf den hinteren Rängen gerechnet. Dann noch die vielen Dynamos in den einzelnen Bouldern und die Krönung: mein Wandteil Nr. 3! Aber irgendwas muss dann doch gepasst haben. Auf jeden Fall war es eine riesengroße Überraschung, und das bis drei Minuten vor der Siegerehrung. Ich hatte wirklich keine Ahnung, weil es viel zu viel Spaß gemacht hat, um auf irgendwelche Ergebnisse zu spähen. Um so größer die Freude. Echt Wahnsinn!

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