Klettern in Zeiten von Corona
Klettern in Zeiten von Corona
Boulderwelt macht Vorschläge zur Wiederöffnung von Boulderhallen Boulderwelt

Corona-Virus und Klettersport

Breaking News: Hallen dürfen wieder öffnen

Mit den neuesten Lockerungen der Corona-Beschränkungen steht der Fahrplan der Bundesländer: Die Kletterhallen dürfen in Kürze wieder öffnen. Mit besonderen Regeln muss gerechnet werden.

In diesem Artikel (aktualisiert am 15. Mai):

Klettern am Fels: Unter Auflagen möglich

Die befristeten Sperrungen im Kleinziegenfelder Tal (Frankenjura), den Buntsandsteinfelsen der Eifel (Nideggen) und im Donautal sind wieder aufgehoben. In Bayern dürfen jetzt zwei Personen unterschiedlicher Haushalte sich treffen und entsprechend auch klettern.

Logisch: In allen Klettergebieten sollten die Coronaregeln eingehalten werden.

Coronaregeln im Klettergebiet Nordeifel
Klaas Ebel
Die Stadt Nideggen bittet Kletterer um Beachtung der Corona-Regeln

Update Nordeifel: In Nideggen darf seit dem 11. Mai wieder geklettert werden. Bis zum 25. Mai sind die Klettertickets nicht wie üblich an der Aral-Tankstelle Nideggen, sondern nur beim sogenannten Nationalpark-Tor in Nideggen erhältlich. Die Stadt weist darauf hin, dass die üblichen Corona-Regeln wie verstärkte Hygienemaßnahmen sowie Abstandhalten auch am Fels einzuhalten sind. Beim Ticketkauf und wenn der Abstand von anderthalb Metern (gegebenenfalls beim Sichern) nicht einhaltbar sind, gilt Maskenpflicht. Kontrollen wurden angekündigt.

In der Pfalz ist Klettern möglich, der Landkreis Südliche Weinstraße hat die Kontaktsperren ebenfalls gelockert. Nun dürfen auch dort wieder Personen aus zwei Haushalten zusammentreffen. Wohnmobilstellplätze sind wieder geöffnet, Campingplätze und Hütten (auch der Bärenbrunner Hof) aber noch nicht.

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Kletterhallen dürfen wieder öffnen (Stand 7. Mai)

Mit den neuesten Lockerungsfahrplänen dürfen die Kletterhallen in Deutschland nach und nach wieder öffnen. Die Fahrpläne zur Lockerung der vielen Beschränkungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und dürfen von den Ländern und Kreisen je nach Infektionslage auch kurzfristig angepasst werden. Die Sportminister der Länder haben die Rahmenbedingungen für Sport-Lockerungen festgelegt: So muss ein Personenabstand von anderthalb Metern gewährleistet sein, und der Sport muss kontaktfrei ausgeübt werden. Wie die Lockerungen der Corona-Beschränkungen konkret umgesetzt werden, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Daher ist es sinnvoll, bei seiner Halle anzufragen oder auf den gängigen Kanälen zu schauen, ob und wann die Halle geöffnet hat. Auch ist damit zu rechnen, dass die Hallen besondere Konzepte umsetzen, um den Corona-Regeln und den Mindestabständen gerecht zu werden, zum Beispiel durch Begrenzung der Besucheranzahl, strengere Hygiene-Auflagen und die Sperrung bestimmter Bereiche.

Boulder-Olymp, Boulderhalle Saarland
Boulder-Olymp
Frisch geschraubt: Nicht nur im Boulder-Olymp im Saarland warten frisch renovierte, geputzte und beschraubte Wände auf Gäste...

Wann die Kletterhallen wo öffnen dürfen:

In Hamburg dürfen Kletter-und Boulderanlagen seit dem 6. Mai wieder öffnen, allerdings nur die Außenanlagen. Chrisu Erenyi, Chef der Nordwandhalle, erklärt: "Das kam plötzlich, nachdem es tags zuvor noch hieß, dass es dauern wird – jetzt stecken wir voll in den Vorbereitungen für den 'Testbetrieb'. Das Klettern in unserem 'Garten' wird ab Montag zuerst einmal unseren Mitgliedern möglich sein. Wir bitten um regelmäßiges Händewaschen und bieten dafür Outdoor-Waschbecken mit ökologischer Seife an. Wir empfehlen den Einsatz von Liquid Chalk. Die allgemeinen Regeln wie Abstand und Rücksicht gelten natürlich zusätzlich. Auf unserer Facebook-Seite kann man sich aktuell informieren."

In Hessen dürfen Hallen bereits am Samstag, den 9. Mai wieder öffnen. Neben der Wahrung des Abstandsgebots zur Eindämmung der Corona-Krise sollen sich die Sportler zu Hause umkleiden, Duschen- und Umkleidekabinen bleiben geschlossen, so teilt das Land Hessen mit. In NRW öffnen Boulder- und Kletterhallen voraussichtlich bereits am 11. Mai, auch im Indoorbetrieb. Für Baden-Württemberg ist vorgesehen, dass Kletterhallen ab Pfingsten (1. Juni) wieder öffnen dürfen. Weitere Öffnungstermine werden wir bei Bekanntwerden hier auflisten.

Campen und Verreisen wird bald wieder möglich sein

Unter Auflagen sollen auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Kürze wieder öffnen dürfen. Einige Länder haben schon Daten veröffentlicht: In Baden-Württemberg dürfen autarke Dauercamper und Wohnmobilstellplätze ab 18. Mai wieder loslegen, reguläre Campingplätze werden voraussichtlich ab "nach Pfingsten" wieder "touristische Gäste aufnehmen" dürfen. Auch in Niedersachsen sollen ab dem 11. Mai Campingplätze für autarke Camper geöffnet werden. Um Kontakte zu minimieren, soll die Auslastung zunächst auf 50 Prozent beschränkt werden. In NRW sollen Campingplätze ab 11. Mai wieder öffnen können. In Rheinland-Pfalz darf ab dem 18. Mai wieder gecampt werden. Und in Thüringen sollen am 13. Mai erste Campingplätze wieder geöffnet werden. Sachsen erlaubt ab 15. Mai wieder Tourismus und die Öffnung touristischer Betriebe. In Bayern wird darüber beraten, Camping möglicherweise ab dem 30. Mai wieder zu erlauben.

Für Ferienwohnungen gelten voraussichtlich die gleichen Daten.

Schweiz und Österreich lockern Vorgaben (Update 5. Mai)

Die Kletterhalle Imst in Tirol hat am 2. Mai zu Sonderöffnungszeiten ihren Außenbereich zum Klettern geöffnet, während die Halle selbst noch zu bleibt. Es gibt keinen normalen Check-in, sondern die Kunden sind aufgefordert, das Eintrittsgeld passgenau einzuwerfen oder über ihre Zehnerkarten selbst Buch zu führen, bis die Kletteranlage wieder regulär öffnet. Es dürfen maximal 44 Kletterer zugleich in den Außenbereich, Abstand und sonstige Corona-Regeln müssen selbstverständlich beachtet werden.

Kletterzentrum Imst, Tirol
Kletterzentrum Imst
Wieder geöffnet: Das Sonnendeck des Kletterzentrum Imst in Tirol

Der Schweizer Alpen Club (SAC) und der Österreichische Alpenverein (OEAV) verkünden die Lockerung der Corona-Verbote ab Mai. Zwar seien die Hygiene-Maßnahmen wie Abstand halten, Mundschutz tragen und weitere Vorsichtsmaßnahmen Grundlage für die Lockerung, doch verkünden beide Vereine für den Mai die langsame Öffnung der Hütten und Bedingungen, unter denen wieder Bergtouren und Kletter-Ausflüge geplant werden können.

Der SAC verkündet:

"Ab dem 11. Mai 2020 können Berghütten öffnen und den Betrieb wieder aufnehmen. Allerdings müssen sie über ein Schutzkonzept verfügen, wie sie die geltenden Vorgaben des Bunderates einhalten wollen. Alle bisher geltenden Vorgaben der Behörden sind weiterhin einzuhalten (insbesondere Hygiene- und Distanzregeln, Schutzmassnahmen für Gäste und Mitarbeitende, usw.) Welche Hütte am 11. Mai 2020 öffnet, erfährt man auf der jeweiligen Hüttenwebsite.

Bergsport: Ab sofort können wieder Bergtouren unternommen werden, sofern die bestehenden Vorgaben des Bundesrates eingehalten werden. Der SAC hat dazu einige Empfehlungen erarbeitet. Neben der Einhaltung der behördlichen Vorgaben, appellieren wir vor allem an die Eigenverantwortung aller Bergsporttreibenden."

Stellungnahme der Alpenvereine

Der DAV hat am 5. Mai verkündet, unter Vorsichtsmaßnahmen sei die Aufnahme des Bergsports nun wieder möglich. Zwar sind die Hütten noch geschlossen, doch hofft er Alpenverein, "dass eine Eröffnung der Hütten in diesem Sommer möglich wird". Folgende Grundregeln propagiert der DAV:

Grundregeln für Bergsportler

  • Risikobereitschaft zurücknehmen

Bei Unternehmungen in den Bergen, Mittelgebirgen und anderen Natursportgegenden deutlich unterhalb der persönlichen Leistungsgrenze bleiben. Bedenke die Corona-bedingten Risiken und Erschwernisse bei Rettungseinsätzen sowie die zusätzliche Belastung der Krankenhäuser. Mehr denn je gilt: Nur gesund Bergsport treiben!

  • Bergsport nur in erlaubten Kleingruppen

Bergsport nur in der von den Behörden zugelassenen Personenanzahl und Personen-zusammensetzung durchführen. Begrüßungen, Besprechungen etc. im Freien nur mit Einhaltung der Mindestabstände. Stark frequentierte Gegenden und Touren meiden. Keine Grenzübertritte!

  • Abstand halten, mindestens 2 Meter

Einen Mund-Nasen-Schutz verwenden, wenn in Ausnahmefällen der Mindestabstand von 2 Metern unterschritten werden muss. Bestimmte Bergsportaktivitäten (z. B. Mountainbike) können auch größere Abstände erfordern. Keine lange Rast am Gipfel, wenn noch andere raufwollen.

  • Gewohnte Kontakt-Rituale unterlassen

Beispielsweise Händeschütteln, Umarmungen, Gipfelbussi, Trinkflasche anderen anbieten etc.

  • Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel mitnehmen

Neben der allgemeinen Notfallausrüstung gehören Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel für die nächste Zeit in den Rucksack

  • Fahrgemeinschaften nur in der von den Behörden zugelassenen Personenanzahl und Personenzusammensetzung durchführen.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bevorzugen – wenn gering frequentiert. Einen Mund-Nasen-Schutz verwenden, wenn in Ausnahmefällen der Mindestabstand von 2 Metern unterschritten werden muss

  • Im Notfall wie immer

Als Ersthelfer nach den allgemein üblichen Erste-Hilfe-Richtlinien vorgehen und zusätzlich einen Mund-Nasen-Schutz verwenden.

Empfehlungen der Alpenvereine für Kletterer und Boulderer:

  1. Umsetzen der Grundregeln.
  2. Gut abgesicherte Routen bevorzugen.
  3. Klettergärten mit absturzgefährlichem Wandfuß oder erhöhter Steinschlaggefahr meiden.
  4. Regelmäßiges Desinfizieren der Hände.
  5. Das Seil beim Clippen nicht in den Mund nehmen.
  6. Die eigene Ausrüstung verwenden: Expressschlingen, Sicherungsgerät, Seil. Nichtbenutztes Material im Rucksack abseits vom Wandfuß aufräumen.
  7. Partnercheck auf Distanz: Die Partner fordern sich gegenseitig zur Überprüfung von Knoten, Karabiner, Sicherungsgerät und Gurt auf und beobachten sich dabei gegenseitig.
  8. Beim Bouldern Highballs und Boulder mit gefährlicher Landezone meiden.
  9. Spotten nur von Personen aus demselben Haushalt – oder mit Mund-Nasen-Schutz und anschließender Desinfektion der Hände.

Hallen und Verbände weltweit arbeiten an Konzepten zur Wieder-Öffnung

Die US-Vereinigung Climbing Walls Association (siehe Video unten) arbeitet ebenso wie europäische Kletterfirmen an Konzepten zur Wieder-Öffnung der Hallen. Die Südtiroler Firma Vertical Life hat ein Strategien für Kletterhallen erarbeitet und versucht mit einer Umfrage herauszufinden, unter welchen Bedingungen Kletterer wieder in die Halle gehen würden. (Hier geht es zur Umfrage.) Der Wettkampfverband IFSC hat am 1. Mai vermeldet, dass an einer koordinierten Informationsoffensive gearbeitet wird.

Stress in Ettringen

In den letzten Wochen ist das Basaltklettergebiet in der Vulkaneifel von Kletterern aus allen Bundesländern sowie Besuchern aus den NIederlanden, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und Tschechen aufgesucht haben, und dann auch noch wild auf den Parkplätzen gezeltet haben. Nachdem die Locals zu einem freiwilligen Kletterverzicht aufgerufen hatten, ist die Stimmung nun entsprechend schlecht. Auf der Webseite www.klettern-ettringen.de erläutert einer der "Gebietshausmeister", Alex Schmalz-Friedberger, die Konsequenzen.

"Da sich die Besucher unsere Aufrufe zum freiwilligen Kletterverzicht in den Wind geschlagen haben, frei nach dem Motto 'sollen doch die sich daran halten, die den Aufruf in die Welt gesetzt haben', gilt ab sofort für das gesamte Klettergebiet das Folgende:

Mit sofortiger Wirkung wird das Übernachten auf den Parkplätzen der Klettergebiete von den Gemeinden nicht mehr toleriert. Gleiches gilt für die Übernachtung in den Klettergebieten oder im Nahbereich der Basaltgruben. Das Übernachtungsverbot wird vom zuständigen Ordnungsamt stringent kontrolliert, Verstöße gegen die Bestimmungen der 4. CoBeLVO [Corona-Bekämpfungs-Landes-Verordnung Rheinland-Pfalz] vom 17.04.2020 werden ohne Ausnahme gemäß Teil 7 §15 geahndet. Insbesondere an den kommenden Wochenenden kann von flächendeckenden Kontrollen ausgegangen werden.

Desweiteren wird in den Sektoren der Klettergebiete die Einhaltung der Abstandsregeln gemäß Teil 1 §4 (1) der 4. CoBeLVO kontrolliert. Werden mehrere Personen in einer Gruppe angetroffen, ist der Nachweis zu erbringen, dass diese in gemeinsamer häuslicher Gemeinschaft leben. Verstöße gegen die gültigen Abstandsregeln sowie die Nichterbringung des notwendigen Nachweises werden ebenfalls sofort geahndet.

Ein Kletterverbot für die Klettergebiete besteht nicht, sollte sich jedoch zeigen, dass weiterhin im Klettergebiet und auf den Parkplätzen der Klettergebiete fröhlich gegen die Bestimmungen der CoBeLVO verstoßen wird, kann jederzeit durch die VG auf Grund der Ignoranz einiger weniger eine temporäre Sperrung der Klettergebiete verhängt werden."

Reisewarnung verlängert bis Mitte Juni

Ende April hat die Bundesregierung die Reisewarnung bis auf weiteres, mindestens aber bis zum 14. Juni verlängert. Dies soll Pauschalurlaubern erleichtern, ihre gebuchten Reisen zu stornieren. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß erklärte, Fernreisen würden auf absehbare Zeit nicht stattfinden. Man hoffe, dass wenigstens innerhalb Europa schnell wieder gereist werden kann. Er glaube, dass dieses Jahr Heimaturlaub angesagt sei.

Lockerungen der Felsbeschränkungen

Die Sperrung im Donautal ist beendet, damit darf an den Felsen rund um Beuron unter Einhaltung der allgemeinen Corona-Regeln wieder geklettert werden. Die Gemeinde bittet, den Sicherheits-Abstand von anderthalb Metern einzuhalten sowie häufiges Händewaschen nicht zu vernachlässigen.

In Bayern und damit auch in den Klettergebieten Frankenjura, Fichtelgebirge und Altmühltal gilt seit dem 20. April eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen. Es gilt seitdem: Sport und Bewegung an der frischen Luft sind nicht nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt, sondern auch mit einer weiteren, haushaltsfremden Person.

Das Bouldergebiet Magic Wood in der Schweiz wird schrittweise geöffnet. Am 27. April wird das Bouldergebiet wieder geöffnet, wobei die Parkplätze noch geschlossen bleiben; es sind die öffentlichen Parkplätze im Dorf Ausserferrera zu benutzen. Am 11. Mai sollen dann die Parkplätze wieder geöffnet werden (manche Ausbuchtungen am Straßenrand bleiben als Holzlager für Autos gesperrt). Am 8. Mai soll der Campingplatz wieder öffnen. Die Gemeine betont, dass weiterhin absolutes Feuerverbot gilt und dass die allgemeinen Vorsichtsregeln (Hygiene & Abstand) weiter eingehalten werden müssen. Für Auffahrt / Christi Himmelfahrt und Pfingsten wird die Situation jeweils neu beurteilt und das Gebiet gegebenenfalls wieder geschlossen, so heißt es auf der Webseite der Gemeinde (nachzulesen unter www.ferrera.ch).

Die IG Klettern Rhein-Main hat auf ihrer Webseite darauf hingewiesen, dass die Sperrung des Klettergebiets Morgenbachtal durch den örtlichen Bürgermeister einer Rechtsgrundlage entbehrt. Die IG erklärt:

  1. Der Ortsbürgemeister der Gemeinde Trechtingshausen hat in Bezug auf die Corona-Pandemie keine Regelungskompetenz. Diese liegt ausschließlich bei den Kreisen, kreisfreien Städten und der Landesregierung.
  2. Eine "Sperrung" des Klettergebiets Morgenbachtal hätte vom Landkreis Mainz-Bingen angegangen werden müssen und dezidiert mit der Landesregierung, konkret mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie abgestimmt werden müssen.
  3. Es liegt zwar in der Hoheit des Ortsbürgermeisters, den Parkplatz zu sperren. Das darf er aber nicht mit Corona-Pandemie-Maßnahmen begründen. Denn – siehe oben – alle Regelungskompetenz bzgl. Corona-Pandemie liegt bei den Kreisen, kreisfreien Städten und der Landesregierung.

Daraus folgert die IG, dass im Morgenbachtal weiter geklettert werden darf, natürlich unter Beachtung der Kontaktverminderungs- und Abstandsregeln.

Boulderwelt veröffnet Vorschläge zur Wiederöffnung

Die Kletterhallen-Kette Boulderwelt hat am 25. April einen offenen Brief an den bayerischen Staatsminister für Sport, Joachim Herrmann, gerichtet. Darin erläutert sie Vorschläge, anhand derer die Corona-Regeln in Boulderhallen umgesetzt werden können sollen. Unter anderem empfiehlt die Halle eine zahlenmäßige Besucherbegrenzung, Liquid Chalk und verstärkte Hygienemaßnahmen als Grundlage zur Wiederöffnung. Während die Verbände DAV und KLEVER noch an einem Konzept feilen, ist hiermit eine erste Diskussionsgrundlage von der privaten Hallenkette ins Spiel gebracht worden.

Offenen Brief der Boulderwelt hier nachlesen

Damit will das Unternehmen Boulderwelt den Behörden eine erste Diskussionsgrundlage an die Hand geben, anhand derer die Maßgaben erarbeitet werden können, unter welchen Bedingungen die Kletter- und Boulderhallen wieder geöffnet werden können. Die Boulderwelt erklärt dazu: "Wir hoffen, dass wir [den offenen Brief] als Basis für einen bundesweiten, gemeinsamen Auftritt nutzen und weiter ausarbeiten können."

Schema eines Virus
www.infektionsschutz.de CC BY-NC-ND
Corona wirbelt die Welt durcheinander, auch die Kletterszene ist betroffen

Die Lage an Ostern (Stand 9. April)

Viele Gemeinden haben lokale Kletterverbote erlassen. Wo das Klettern nicht konkret verboten ist, müssen die Corona-Auflagen (Abstand, kein Kontakt zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands, etc) beachtet werden. Dass es widersprüchliche Aussagen zu der Frage gibt, ob Klettern nun erlaubt sei oder nicht, liegt zum einen an den in den unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer und zum anderen wohl auch an der schwammigen Formulierung vieler Corona-Erlasse, die entsprechend von den durchsetzenden Behörden (Polizei und Landratsämter) im Einzelfall interpretiert werden.

Die Kletterverbände DAV und IG Klettern appellieren eindringlich an Kletterer, nicht klettern zu gehen. Besonders für die Osterfeiertage bittet der DAV erneut, keine Bergtouren zu unternehmen. Dies betreffe "sowohl Bergtouren in den Bayerischen Alpen als auch um Wanderungen in den deutschen Mittelgebirgen oder Kletterausflüge am Fels." Der Alpenverein betont: "Bitte geht nicht klettern! Unfälle können passieren, ein gewisses Infektionsrisiko besteht." Auch die Bergwacht Bayern bittet Bergsportler, daheim zu bleiben.

In allen Bundesländern gilt: Reisen sollen nur dann unternommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Manche Bundesländer erlauben Tagesausflüge, manche nicht. In Hamburg ist sogar "der Verzehr von Lebensmitteln in der Öffentlichkeit nicht gestattet".

In folgenden Gebieten ist das Klettern mittlerweile konkret verboten: Buntsandstein Eifel (Nideggen), Schriesheim und Felsenmeer im Odenwald (Hessen), Holzberg (Halle), Kleinziegenfelder Tal (Franken), Konstein und weitere.

Update 14. April: Für das Bouldergebiet Glees in der Eifel wurde für die Zeit der Pandemie eine temporäre Sperrung ausgesprochen, da zuviele Kletterer vor Ort waren. Die Locals bitten, diese temporäre Sperrung zu respektieren, um damit das Gebiet vor einer kompletten Sperrung zu bewahren.

Pfalz

Die Pfälzer Felsen sind betroffen von der lokalen Ausgangssperre Landau / Südliche Weinstraße.

Nördlicher Frankenjura

Entgegen der untenstehenden Information zum Klettern in Bayern veröffentlichte die Webseite www.frankenjura.com einen Bericht, laut dem an der Hetzendorfer Wand Kletterer von der Polizei kontrolliert worden seien. Da die Seilschaften den nötigen Sicherheitsabstand einhielten und sich jeweils "in Lebensgemeinschaften" befanden, habe es keine Beanstandungen gegeben. Das heißt zu deutsch, dass Klettern möglich ist, solange die Corona-Auflagen eingehalten werden. Allerdings, so lautet eine Auskunft aus dem bayerischen Innenministerium: "Personen, die ihren Wohnsitz in einem anderen Bundesland haben, dürfen nicht zu touristischen Zwecken nach Bayern reisen, d.h. auch ein Übernachten im eigenen Wohnmobil ist untersagt. Gemäß § 1 Abs. 4 der Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020 ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Der Adressatenkreis der Verordnung umfasst sämtliche Personen im bayerischen Hoheitsgebiet, damit auch Personen mit Wohnsitz in anderen Bundesländern, sobald diese nach Bayern einreisen."

Die Gemeinde Weismain hat für die Felsen im Kleinziegenfelder Tal ein Kletterverbot erlassen.

Donautal

Laut einer Allgemeinverfügung der Gemeinde Beuron ist das Klettern im Gemeindegebiet Beuron bis vorläufig zum 20. April verboten und kann mit einer Geldbuße von bis zu 25 000 Euro geahndet werden.

Sachsen

In Sachsen wurde, ebenfalls bis zum 20. April gültig, eine Vorläufige Ausgangsbeschränkung erlassen, nach der "Sport und Bewegung im Freien vorrangig im Umfeld des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen Kleingartens oder Grundstücks, allerdingsausschließlich alleine oder in Begleitung des Lebenspartners bzw. mit Angehörigen des eigenen Hausstandes" gestattet sind. Dem MDR gegenüber erklärt der sächsische Innenminister Roland Wöller: "Das private Wohnumfeld ist auf jeden Fall verlassen, wenn man als Dresdner in die Sächsische Schweiz wandern oder klettern geht, oder als Görlitzer ins Vogtland fährt, um dort Freizeitaktivitäten nachzugehen."

Die aktuellen Corona-Bestimmungen in Deutschland:

Bestimmungen in Baden-Württemberg + Bayern + Berlin + Brandenburg + Bremen + Hamburg + Hessen + Mecklenburg-Vorpommern + Niedersachsen + Nordrhein-Westfalen + Rheinland-Pfalz + Saarland + Sachsen + Sachsen-Anhalt + Schleswig-Holstein + Thüringen

Die Schweiz: Tessin, Basler Jura, Magic Wood

Die Gemeinden Chironico und Cresciano haben ein Kletterverbot ausgesprochen, das von der Polizei kontrolliert wird. Die Gemeinde Ferrera hat ebenfalls das Bouldern in Magic Wood verboten.

Die IG Klettern Basel appelliert eindringlich an Kletterer, zu Hause zu bleiben. De facto ist Klettern mit einer Person aus dem eigenen Hausstand wohl erlaubt, solange die sonstigen Abstandsregeln (nicht mehr als 5 Personen an einem Ort und weitere) eingehalten würden. Zufahrten und Wege zum Gempenturm wurden gesperrt.

Sonstige

Absolutes Kletterverbot wurde außerdem ausgesprochen in: Fontainebleau (FR), gesamt Spanien, Yosemite Nationalpark (US) und weiteren.

Klettern am Fels in Bayern anscheinend verboten

(Stand 31. März) In Bayern zählt das Klettern am Fels anscheinend nicht zum erlaubten "Individualsport an der frischen Luft" sondern fällt unter die Ausgangssperre. Der Donaukurier berichtet, dass einige Kletterer mit einer Anzeige rechnen müssen, weil sie am Samstag (28.03.) an an den Felsen in Dollnstein und Wellheim von der Polizei angetroffen wurden. Das Klettern wurde von den Behörden nicht als "triftiger Grund" eingestuft, der das Verlassen der eigenen Wohnung rechtfertige. (Stand 8. April: Diese Auslegung wurde unterdessen wieder relativiert – unter Einhaltung der Corona-Auflagen wird auch das Klettern wohl als Individualsport in der Natur erlaubt).

In der Nähe des österreichischen Bad Ischl fand während des Lockdowns ein schwerer Unfall beim Klettern statt. In der Berichterstattung vom ORF heißt es, dass beide Kletterer mit einer Anzeige rechnen müssen, da der Klettergarten im Rettenbachtal als Sportstätte betrachtet wird, die der Sperrung unterliegen.

Der BR vermeldet, dass die Bad Reichenhaller Bergwacht dringend bittet, nicht in die Berge zu gehen: "Die Bergsteiger müssen bedenken, dass sie bei einem Notfall Kapazitäten binden und Engpässe im Rettungsdienst und in den Kliniken verschärfen, mithin auch tendenziell dazu beitragen, aktuell das Gesundheitssystem zu überfordern." erklärt Klaus Burger, Bergwacht-Regionalleiter. So seien auch die Retter selbst gefährdet, weil sie bei Einsätzen eng zusammen arbeiteten und sich damit einem Ansteckungsrisiko aussetzen würden, was mit dann drohender Quarantäne weiter die Lage zuspitzen würde.

Die Hütten der Alpenvereine sind bis auf weiteres geschlossen.

Der Alpenverein über die rechtliche Situation in Sachen Bergsport in Corona-Zeiten

Der DAV vermeldete am 2. April: "In Bayern gilt eine relativ weitgehende Ausgangsbeschränkung, das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur aus triftigen Gründen erlaubt. Zu diesen triftigen Gründen gehören explizit 'Sport und Spazierengehen an der frischen Luft'. Das bedeutet: Bergsport ist nicht verboten. Allerdings heißt es in den Empfehlungen des Bayerischen Innenministeriums: 'Unter dem Aspekt des Gemeinwohls möchten wir Sie bitten, zu Hause zu bleiben bzw. Bewegung an der frischen Luft in der unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen. Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen.'

Die rechtliche Situation in anderen Bundesländern und im angrenzenden Ausland stellt sich unterschiedlich dar. In NRW zum Beispiel ist der Klettersport flächendeckend verboten. In Tirol ist Bergsport generell verboten, es herrscht eine sehr weitgehende Ausgangssperre. Die Regelungen in den Bayerischen Alpen beruhen auf Freiwilligkeit. Auch, damit das so bleibt, appelliert der DAV an die Bergsportgemeinde, sportliche Aktivitäten nur in der Nähe der eigenen Wohnung zu betreiben."

Harte Zeiten: Viele Felsen gesperrt, Olympia wird verschoben, Hallen darben, Outdoor-Messe abgesagt

Klettern am Fels ist nicht mehr angesagt

(Stand 25. März) Klettern in vielen Gebieten ist mittlerweile verboten. Während in Italien und Tirol die Ausgangssperre jegliches Klettern verhindert, gibt es in Deutschland einen Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) und die IG Klettern raten davon ab, derzeit klettern zu gehen.

Tokio 2020 goes Tokio 2021

Nun wurde auch bekannt, dass die Olympischen Spiele verschoben wurden. Tokio 2020 wird keinesfalls stattfinden, mittlerweile ist Tokio 2021 geplant. Die Olympischen Spiele sollen nächstes Jahr im Sommer (23. Juli bis zum 8. August 2021) in Tokio gehalten werden. Das IOC hatte sich schließlich der Bitte des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Folge geleistet und die Verschiebung der Spiele verkündet.

Kletterhallen in Not – Kletterer zeigen sich solidarisch

Viele Kletterhallen nähern sich der Existenznot: Einnahmen sind durch die Schließungen weggefallen, wähend Fixkosten wie Miete und auch Kredite weiter bezahlt werden müssen. Dies stellt gerade kleinere Hallen vor ernsthafte Schwierigkeiten. Viele Kletterer zeigen sich solidarisch, indem sie ihre Abos weiter laufen lassen und weiter bezahlen – die meisten Hallen haben angeboten, die fragliche Zeit anschließend ans Abo anzuhängen. So können Kletterer ihrer eigenen Kletterhalle sozusagen unkompliziert Kredit geben. Auf eine weitere Art lassen sich die Hallen zu supporten, wenn man jetzt Gutscheine kauft oder Trainings bucht und bezahlt, die man erst später in Anspruch nimmt. Diese Option eignet sich für alle Kletterer, die selbst keine Einkunftseinbußen erleiden und ihre Halle erhalten helfen möchten. Manche Boulderhallen haben auch Gewinnspiele und Supporter-Shirts aufgelegt, um ihre Kunden zu binden und ihren Dank für die Unterstützung auszudrücken.

Für selbstständige Trainer und Routenbauer hat der Verein Hoch Hinaus unter Federführung der Kletterin Jule Wurm einen Spendenaccount aufgesetzt. Hier könnt ihr spenden, um die Leidtragenden der Kletterszene zu unterstützen:

https://www.gofundme.com/f/support-your-local-climber

OutDoor-Messe 2020 abgesagt

Am 27. März teilte die Messe München mit, dass wegen der Corona-Situation die Entscheidung gefallen ist, die OutDoor by ISPO 2020 nicht stattfinden zu lassen. Dieser Schritt erfolgte in Absprache mit dem Branchenverband European Outdoor Group. Die nächste OutDoor by ISPO soll im Sommer 2021 vom 20. bis zum 23. Juni 2021 stattfinden.

Kletterfirmen helfen

(Stand 30. März) Den Anfang machte die familiengeführte Oberalp Group, das Südtiroler Unternehmen, zu dem u.a. die Bergsportmarken Salewa, Dynafit und Evolv gehören. Am Standort in Montebelluna produziert Oberalp medizinische Schutzausrüstung. Rund 50.000 Mundschutzmasken und 800 wasserabweisende Schutzmäntel konnten so in der ersten Woche ausgeliefert werden. Oberalp-Präsident Heiner Oberrauch erklärt: "Wir haben gemeinsam mit weiteren Südtiroler Betrieben einen Krisenstab gegründet und überlegt, was wir tun könnten. Wir haben dann schnellstmöglich unsere Nähbetriebe in Montebelluna umgestellt. Und so wurden statt Goretex-Jacken waschbare Schutzmasken und Schutzmäntel produziert."

Auch die Firma Ocùn stellt mittlerweile Atemschutzmasken her. Zwar sind diese nicht Viren-dicht, doch helfen die Masken trotzdem, Tröpfchen-Infektionen zu verringern und damit Ansteckungen zu vermeiden, wenn sie von vielen Menschen getragen werden.

Am 30. März vermeldete auch La Sportiva, dass die Produktion umgestellt worden ist. Bereits eine Woche vor dem entsprechenden Ministerialerlass, der die Schließung von Fabriken für nicht lebensnotwendige Waren vorgeschrieben hat, hatte La Sportiva seine Produktionsanlagen vollständig stillgelegt. Nun wurde ein Teil der Schneide- und Nähmaschinen für die Herstellung von Atemschutzmasken und Kitteln umfunktioniert. So sollen am Tag bis zu 3.000 Atemschutzmasken für den Zivilschutz Trento entstehen.

Sportler fühlen sich unverwundbar

Im Deutschlandfunk weist der Psychologe Andreas Kappes von der Universität London darauf hin, das Sportler sich eher unverwundbar fühlten als Nichtsportler. Demnach nähmen Sportler Krisenzeiten wie die aktuelle Corona Pandemie anders wahr als ein Großteil der Menschen und seien daher "in gewisser Weise ein Albtraum für jeden Epidemologen. Sportler seien optimistisch, hätten starke Kontrollüberzeugungen und ein besonders starkes Gefühl der Unverwundbarkeit," so Kappes. Sie seien der "Überzeugung, dass ihnen nichts zustoßen könne, dass sie nicht erkrankten, wenn sie sich richtig verhalten oder vorbereiten würden." Dadurch, dass der Sport von sehr optimistischen Menschen besetzt sei, habe es wahrscheinlich etwas länger gedauert, bis man eingesehen habe, wie brenzlig die Situation mit der Ausbreitung des Coronavirus eigentlich sei und welche Verantwortung man habe. Auch weist er darauf hin, wie sehr das Wohlbefinden der Sportler an ihrem Sport hängt.

Natürlich ist Klettern nicht irgendein Sport, und der Fels ja auch keine Sporthalle. Trotzdem ist es mehr oder minder unverantwortlich, zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte März) noch klettern zu gehen. Auch in Deutschland steuern die Gesundheitssysteme direkt auf eine Überlastung zu, und jeder von uns sollte alles tun, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen, so gut es geht. Dazu gehört leider nun mal, zu Hause zu bleiben und möglichst wenig Kontakt zu anderen zu pflegen.

(Zur Übersicht)

Update: Gesperrte Klettergebiete

Nach der Sperrung der katalonischen Klettergebiete Margalef und Siurana im Norden Spaniens wurde nun in ganz Spanien eine Ausgangssperre verhängt. Auch in Italien besteht eine Ausgangssperre, die sich selbstverständlich auf die Klettergebiete erstreckt.

Richtig Händewaschen

Beim Händewaschen sollte man darauf achten, die gesamte Hand inklusive Fingerspitzen, Fingerzwischenräumen und Handoberseite gründlich erst mit Wasser, dann mit Seife und dann wieder mit Wasser abzureiben. Das Reiben hilft, Viren und Keime von der Haut zu lösen. Der Waschvorgang sollte mindestens eine halbe Minute lang durchgeführt werden, um möglichst viele Erreger abzuspülen.

(Zur Übersicht)

Maßnahmen, die vor einer Ansteckung schützen können

Auch Kletterer sollten Rücksicht nehmen und folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und sauberem Wasser waschen
  • Möglichst zu Hause bleiben und keine anderen Menschen treffen
  • Keine Begrüßung mit Handschlag, Umarmung o.ä., stattdessen lieber herzliches Lächeln oder notfalls mit Fäustchen ("Fistbump") arbeiten
  • Wer sich angeschlagen fühlt oder kränkelt, sollte aus Rücksicht zu Hause bleiben (gilt nicht nur in Corona-Zeiten, sondern immer)
  • Nies-Etikette beachten: Beim Niesen und Husten abwenden, Mund und Nase nicht mit der Hand, sondern mit der Armbeuge bedecken, nach dem Naseputzen Hände waschen
  • nicht ins Gesicht fassen
  • Kontakt zu Personen meiden, die an einer Atemwegsinfektion erkrankt sind und
  • einen Mindestabstand von 1-2 Metern einhalten zu erkrankten oder erkrankungsverdächtigen Personen
  • Immunsystem stark halten: Angemessen anziehen, Hände gründlich waschen, gesund und ausgewogen ernähren, im öffentlichen Verkehr nichts anfassen und Abstand halten.

(Zur Übersicht)

Bouldern & Klettern Vokabular
Ralph Stöhr
Klettergriffe, hygienisch bedenklich?

Kletter-Reisen in Zeiten des Corona-Virus

Update 5. Mai: Vorerst gilt bis 15. Mai das Gebot, zu Hause zu bleiben.

Um die Verbreitung des Virus zu bremsen, wird derzeit geraten, Reisen bleiben zu lassen und nur absolut notwendige Reisen vorzunehmen. Viele Reiseziele sind mittlerweile gesperrt oder nur unter erschwerten Bedingungen zu erreichen (s.u.).

Update 16: März: Da die deutschen Grenzen für alle nicht notwendigen Reisen geschlossen sind, sind Klettertrips ins Ausland wohl auch für Ostern nicht realisierbar. Zwar sind deutsche Klettergebiete derzeit noch offen, allerdings sollte man sich gründlich überlegen, ob es derzeit nicht sinnvoller ist, sich bedeckt zu halten und Klettertrips zu verschieben. (Zur Entscheidung: Fels oder nicht Fels...)

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Welt

Der DAV verweist in dieser Frage ausschließlich auf die offiziellen Stellen, also das Auswärtige Amt und das Bundesgesundheitsministerium. Sollte man aus Vorsicht eine DAV-Veranstaltung oder Ausfahrt absagen, liegt es im Ermessen der jeweiligen Sektion, ob und wieviel des Beitrags erstattet werden kann. Erst wenn das AA eine Reisewarnung ausspricht, entsteht ein Storno-Recht für die Teilnehmer. Dies ist derzeit im gesamten Alpenraum (noch) nicht der Fall.

Aktuelle Reisewarnungen werden hier auf der Website des Auswärtigen Amtes aufgelistet

Podcast: Reisemediziner Prof. Dr. Tomas Jelinek über die Frage "Was bedeutet Corona für Outdoor-Sportler?"

Unsere Kollegin Kerstin Rotard vom OUTDOOR Magazin hat per Telefon mit dem wissenschaftlichen Leiter des Centrums für Reisemedizin in Düsseldorf, Prof. Dr. Tomas Jelinek, über viele Fragen rund um Corona, Outdoor-Sport und Reisen gesprochen: Hier ihr Podcast (natürlich auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar):

(Zur Übersicht)

Stefano Ghisolfi über die Situation in Italien und als Kletterer während Corona

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È un momento difficile per l'Italia e gli unici che possono fare qualcosa siamo noi. Dobbiamo smetterla di sottovalutare il problema Corona Virus pensando di essere immuni o che non arriverà mai dove viviamo, purtroppo il problema è più grave del previsto e dobbiamo cercare di arginarlo adesso, per difendere noi stessi e gli altri. Sara fa parte della categoria a rischio essendo immunodepressa per il trapianto di rene, ammalarsi per lei la metterebbe in pericolo di vita, ma tutti noi rischiamo perché gli ospedali e le terapie intensive sono al collasso. Dobbiamo fare qualcosa adesso e la cosa migliore da fare é stare a casa, dobbiamo sforzarci di vedere meno persone possibili e seguire tutte le indicazioni che ci hanno dato, non perché ci sono state imposte ma perché le abbiamo comprese e le abbiamo accettate per il bene comune. Stare a casa per uno scalatore è difficile, le palestre sono chiuse, andare in falesia penso possa andare bene a patto che non sia affollata, sia vicino a casa e si faccia più attenzione del solito, perché se capita un incidente vorrebbe dire aggiungere lavoro agli ospedali che sono già al limite. Se avete un trave a casa che avete appeso per bellezza sopra la porta (come ho fatto io), è il momento di usarlo! Se non avete ancora visto Free Solo o The Dawn Wall, o non avete ancora letto il libro di Jerry Moffatt o Ben Moon, è arrivato il momento di scalare con la fantasia e farsi sudare le mani leggendo. La cosa più importante è evitare le altre persone (sembra brutto, ma è un occasione per stare più con se stessi e i propri familiari).

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Die Partnerin des italienischen Topkletterers Stefano Ghisolfi gehört zur Risiko-Gruppe. Sara Grippo hatte 2018 eine Niere transplantiert bekommen und nimmt daher Medikamente, die ihr Immunsystem beeinflussen. Damit gehört sie zu den Menschen, die bei einer Virus-Infektion potenziell schneller in Lebensgefahr schweben – ebenso wie ältere Menschen oder Menschen, die bereits anderweitig krank und daher geschwächt sind.

Stefano sagt:

"Es ist eine schwierige Zeit für Italien und wir sind die einzigen, die etwas tun können, um die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Wir müssen aufhören, diese Krise zu unterschätzen und zu denken, dass wir immun sind oder dass der Virus uns nicht erreichen wird. Unglücklicherweise ist das Problem weit ernsthafter als anfangs gedacht und wir müssen versuchen, es jetzt zu stoppen, um unserer selbst und aller anderen willen.

Sara gehört zur Risikogruppe, da sie wegen ihrer Nierentransplantation immunosuppressiert ist. Krank werden könnte lebensgefährlich sein, aber wir alle sind gefährdet, weil Krankenhäuser und Intensivstationen am Rande des Kollaps sind.

Wir müssen jetzt etwas tun und das beste, was wir tun können, ist zu Hause zu bleiben. Wir müssen einen gemeinsam die Mühe auf uns nehmen, so wenig Menschen wie möglich zu treffen und die Leitlinien sorgfältig beachten, nicht weil sie verordnet wurden, sondern weil wir verstanden haben, wie wichtig sie sind und wir sie fürs Gemeinwohl akzeptieren. Als Kletterer ist es hart, zu Hause zu bleiben, die Hallen sind geschlossen. Vielleicht ist es in Ordnung, an den Fels zu gehen, solange es nicht zu voll ist, und man noch vorsichtiger als sonst ist. Denn jeder Unfall würde nur die Krankenhäuser unter noch größeren Druck bringen, während sie bereits im Grenzbereich arbeiten.

Wenn du für die Optik ein Trainingsboard über dem Türrahmen hast, jetzt ist der Moment gekommen, es zu nutzen! Wenn du Free Solo oder Dawn Wall noch nicht gesehen hast, oder wenn du die Bücher von Jerry Moffat oder Ben Moon noch nicht gelesen hast, jetzt ist der Moment gekommen, in der Fantasie zu klettern und dir schwitzige Hände von der Lektüre zu holen. Das wichtigste überhaupt ist jetzt allerdings, andere Menschen zu meiden (das klingt hart, aber bietet die Gelegenheit, mehr Zeit mit dir selbst und deinen Nächsten zu verbringen)."

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Kletter-Wettkämpfe und Olympia

Die Coronakrise erschwert schon jetzt den Zeitplan, weil die Vorbereitungen in Japan sich verzögern, aber auch weil Qualifikationswettbewerbe nicht planmäßig stattfinden können. Das Nachrichtenmagazin Spiegel schrieb in seiner Ausgabe vom 14. März, dass den Olmpischen Spielen eine Verschiebung in den Herbst oder gar auf 2022 droht.Laut dem Sender RBB hat sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Alfons Hörmann dahingehend geäußert, dass es eine schnelle Entscheidung über die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio geben könnte.

Die für April 2020 geplanten Weltcups in China hat der Verband IFSC vorerst verschoben. Auch die Asia-Meisterschaften, die vom 27. April bis 3. Mai in Chongqing, China, stattfinden sollten, wurden abgesagt. Die Sieger der Asia-Meisterschaften sollten die Olympia-Qualifikation erhalten. Da die Gewinner nun nicht rechtzeitig feststehen, wurden nun Jongwon Chon (KOR) und Chaehyun Seo (KOR) aufgrund ihrer Ergebnisse bei der WM in Hachioji ausgewählt.

Mittlerweile hat die IFSC mitgeteilt, dass die Europameisterschaften in Moskau von Ende März auf Mitte Juni verschoben wurden. Sie sollen vom 15. bis 22. 6. stattfinden. Der für Anfang April geplante Boulderweltcup in Meiringen in der Schweiz wurde auf den Herbst verschoben. Ebenso der Weltcup in Seoul in Korea, der für Anfang Mai geplant war. Weitere europäische Cups und Jugendcups, die für April und Mai vorgesehen waren, sollen ebenfalls verschoben werden.

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Weitere Informationen rund um CoVid-19 hier:

Übersicht des Robert-Koch-Instituts zum Corona-Virus

Was jede/r jetzt tun kann

Während die meisten Kletterer fit sind und vermutlich nicht zu den am stärksten Leidtragenden der Corona-Krise gehören, ist allerorten die Rede von Verantwortung und Solidarität. Diese beziehen sich in erster Linie darauf, sich an die Vorgaben der offiziellen Stellen zu halten, um andere nicht zu gefährden und damit letztlich das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Das heißt konkret, möglichst zu Hause zu bleiben und möglichst wenig Risiken einzugehen, nicht (nur) um seiner selbst willen, sondern um der Schwächeren willen. Der Verzicht aufs Klettern ist also das Opfer, das wir bringen können, um unseren Teil beizutragen.

Als Kletterer haben wir noch mehr Möglichkeiten, uns solidarisch mit den Leidtragenden zu zeigen. Denn den Kletterhallen, die nun geschlossen haben, fällt von heute auf morgen jegliche Einnahme weg, während die Kosten weiterlaufen. Dies stellt für viele Hallen kein kleines Problem dar. Des weiteren sind viele Routenbauer, Trainer und sonstige Hallenmitarbeiter selbstständig und auf regelmäßige Einnahmen angewiesen, die nun auch wegbrechen.

Die meisten Kletterhallen freuen sich, wenn man das Abo erst einmal weiterlaufen lässt, da die meisten bei weiterlaufenden Kosten nun keine Einnahmen mehr haben. Auch der lokale Bergsporthandel zeigt sich flexibel. Wenn Ihr lokal die Kletterläden und Hallen unterstützen wollt, schaut auf ihren Webseiten und Facebook-Seiten, wie ihr sie supporten könnt, und ihnen in dieser unverschuldeten Krise helfen könnt.

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Wer immer noch Klettern geht, beachte folgende Maßnahmen:

  • Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und sauberem Wasser waschen (vor und nach dem Klettern)
  • maximal drei Leute sollten zum Klettern gehen, keine Gruppen-Treffen
  • Keine Begrüßung mit Handschlag, Umarmung o.ä., stattdessen lieber herzliches Lächeln oder notfalls mit Fäustchen ("Fistbump") arbeiten
  • Beim Vorstieg keinesfalls das Seil in den Mund nehmen
  • Wer sich angeschlagen fühlt oder kränkelt, sollte aus Rücksicht zu Hause bleiben (gilt nicht nur in Corona-Zeiten, sondern immer)
  • Nies-Etikette beachten: Beim Niesen und Husten abwenden, Mund und Nase nicht mit der Hand, sondern mit der Armbeuge bedecken, nach dem Naseputzen Hände waschen
  • nicht ins Gesicht fassen
  • Kontakt zu Personen meiden, die an einer Atemwegsinfektion erkrankt sind und
  • einen Mindestabstand von 1-2 Metern einhalten zu erkrankten oder erkrankungsverdächtigen Personen
  • sich die Hände waschen, bevor sie mit Klettergriffen in Kontakt treten.
  • Des weiteren kann Sport und Anstrengung das Immunsystem temporär schwächen. Daher sollte man darauf achten, während der Klettersession sowie in der Stunde danach kein Risiko einzugehen: Warm anziehen, Hände gründlich waschen, sich mit einem Snack stärken, im öffentlichen Verkehr nichts anfassen und Abstand halten.

Älterer Artikel von Anfang März:

Vor dem Klettern Händewaschen

Corona-Virus hin, Pandemie her, über die allgemeine Lage muss man nicht mehr viel sagen, außer vielleicht, dass sie sich jederzeit wieder ändern kann. Da Viren weder vor der Kletterhalle noch vor Kletterwettkämpfen halt machen, haben wir die wichtigsten Informationen für Kletterer im Zusammenhang mit CoVid-19 hier zusammengestellt. Wichtigste Maßnahme gegen die Verbreitung des Virus ist gründliches Händewaschen.

Mit weiteren CoVid-Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als mäßig eingeschätzt. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist zu erwarten.

TLDR: Grundlegende Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sind auch in der Kletterhalle wirksam!

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Übertragungswege bei Atemwegs-Infektionen: Die Erreger reisen auf winzigen Tröpfchen durch die Luft oder über Berührungen zum nächsten Menschen.

Corona-Virus: Übertragungswege und Gegenmaßnahmen

Die Übertragung der Coronaviren erfolgt primär über Sekrete des Atemtraktes. Also über Tröpfchen- oder Schmier-Infektion. Deshalb gilt wie bei Erkältungskrankheiten auch die Hände-Hygiene als wichtigstes Mittel zur Vermeidung einer Ansteckung.

Beim Händewaschen wird durch die Lauge der Seife die Hülle des Virus aufgebrochen und dadurch die Virus-DNS zerstört. Deshalb kann sorgfältige Handhygiene mit Seife eine Übertragung verhindern. Desinfektionsmittel sind nicht nötig – tatsächlich ist übertriebener Einsatz von Desinfektionsmitteln ungünstig, da sich dann schneller resistente Keime entwickeln.

Das Auswärtige Amt (AA) informiert Reiselustige:

"Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, kommt es in sehr vielen Ländern zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen zur Identifizierung erkrankter Reisender und Auftreten von Krankheitsfällen im Land bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren. Änderungen erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Zudem ist die Zahl der Flugverbindungen erheblich reduziert."

Des weiteren fordert das AA auf: "Überprüfen Sie kritisch, ob Ihre geplante Reise ins Ausland derzeit wirklich notwendig ist oder nicht verschoben werden kann."

Hier nachlesen: Corona Info für Reisende vom Auswärtigen Amt

Derzeit gelten folgende Gebiete laut Robert-Koch-Institut als Sperrgebiete, in die man weder reisen darf noch sollte:

Internationale Risikogebiete

  • Italien
  • Tirol
  • Spanien
  • Iran
  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne); das AA nennt weiterhin "besondere Einstufungen" für die Departements Aude, Calvados, Haute-Savoie, Haut-Rhin, Oise, Morbihan, Corse du Sud, Hérault. Zusätzlich sollen Bewegungen im Land auf das Notwendige beschränkt werden.
  • Die USA hat für Europäer ein Einreiseverbot für einen Monat ausgesprochen
  • Polen führte an der Grenze zu Deutschland Kontrollen mit Temperaturmessungen ein.
  • Einreiseverbote verhängt haben unter anderem die USA, El Salvador, Jamaika, Guatemala, Argentinien (ab 17.03.), Peru (ab 16.03.), Tschechien, Slowakei, Kosovo, Ukraine, Kasachstan, Kirgistan, Israel, Jordanien (ab 16.03.), Oman (ab 15.03.), Saudi-Arabien, Libanon, Indien, Bhutan, Nepal, Singapur, Kiribati, Marshallinseln, Samoa, Trinidad und Tobago. Zum Teil kann in speziellen Sonderfällen – wie einem beigefügten negativen Covid-19-Test – eine Ausnahmeregelung beantragt werden.
  • In eine zweiwöchige Quarantäne müssen sich Reisende aus Deutschland utner anderem in Norwegen, Malta, Zypern, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, in der russischen Hauptstadt Moskau, Georgien, Aserbaidschan, Usbekistan, Tadschikistan, Thailand, Australien, Mosambik, Liberia, Malawi, Tschad, Ruanda, Uganda und Chile begeben.

Nationale Risikogebiete

  • Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Auch Nepal hat Maßnahmen ergriffen: Derzeit bekommen Chinesen, Iraner, Italiener, Koreaner und Japaner keine Einreisegenehmigung. Update: China hat bekannt gegeben, dass dieses Jahr keine Permits für die Nordseite des Everest erteilt werden, um eine potenziell dramatische Situation im Everest Basecamp zu vermeiden. Am 13. März hat auch Nepal alle Expeditionen in den Himalaya abgesagt, lokal werden bis vorerst 30. April keine Visa mehr ausgestellt.

Hier geht es zu den allgemeinen Empfehlungen und Informationen des AA zu einzelnen Ländern

Corona-Viren auf Oberflächen oder Klettergriffen

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. Laut dem KLEVER-Kletterhallenverband "gelten Klettergriffe und Oberflächen in Trainingsbereichen bezüglich ihres Übertragungspotentials nicht als anfälliger als andere Oberflächen".

Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen sei bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit CoVid-19 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines erkrankten Patienten gehören, sei eher unwahrscheinlich.

Die Überlebenszeit der Viren auf Oberflächen hängt laut KLEVER von einigen Faktoren ab:

  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit (je wärmer und feuchter, desto besser für die Viren)
  • Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung tötet Viren)
  • grundsätzliche Hygiene (je dreckiger, desto größer die Kulturen)

Update: Mittlerweile (Stand 13. März) wird vermutet, dass der Corona-Virus rund 2 bis 3 Tage auf glatten Oberflächen aus Plastik und Stahl überleben kann. Die mit Corona verwandten Viruse, die SARS und MERS verursachen, können anscheinend bis zu 9 Tage auf Oberflächen wie Glas oder Metall überleben, während ein Grippevirus nur 48 Stunden überlebt.

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