Corona & Klettern
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Klettern & Corona

Tipps: Corona-gerecht Klettern gehen

Ob Kletterhalle oder Fels, endlich können wir wieder klettern gehen. Mit diesen Tipps und Tricks verhaltet ihr euch klug und gefährdet weder euch selbst noch andere. Das Wichtigste im Überblick.

Die Kletterhallen und Berghütten öffnen und die Felssaison ist in vollem Gange – endlich können wir wieder raus. Doch ist das Risiko einer CoVid-19-Ansteckung trotz sinkender Infektionszahlen noch nicht vollständig gebannt. Auch wenn die Zahlen glücklicherweise sinken, müssen Rücksicht und Vorsicht auch beim Klettern ins Gepäck. Weiter unten haben wir Erkenntnisse zu CoVid-19 gesammelt, die für Sportler interessant sind.

Klettern und Corona - Tipps
Burmester
Corona überstrahlt alles

Die Hütten öffnen nach und nach, allerdings unter strengen Auflagen. Der Alpenverein warnt: ohne Reservierung keine Übernachtung. Außerdem gehören Mundschutz und Desinfektionsmittel in den Rucksack.

In der Kletterhalle ist der Betrieb meist so eingerichtet, dass es problemlos möglich ist, die Corona-Regeln wie Abstand und Hygienevorgaben einzuhalten. Dennoch sollte man auch hier rücksichtsvoll sein: Nur weil man selbst keine Sorge um Virus und Ansteckung hat, heißt das nicht, dass es dem Wand-Nachbarn ebenso egal ist. Leider mussten manche Hallen schon ihre Kunden ermahnen.

Eifelblock muss Kunden zurechtweisen

Eifelblock Facebook Post
Eifelblock Facebook

Die Sache mit dem Abstand

Selbst wenn per Einlassbegrenzung garantiert ist, dass nicht zu viele Menschen in der Halle sind, ist es sinnvoll, auf Abstand zu den anderen zu achten. Dies gilt natürlich nicht nur in der Kletterhalle, sondern auch am Fels, besonders an engen Wandfüßen. Am Fels gibt es nur eine logische Regel: Wer zuerst kommt, klettert zuerst.

Corona Tipps
gemeinfrei

Wer dazu kommt, sollte aus Rücksicht fragen, ob es in Ordnung ist, wenn man in direkter Nähe klettern möchte. Schließlich können die Sichernden ihre Position nicht gut frei wählen sondern sind zwangsläufig längere Zeit am gleichen Ort. Ebenso können sie nur bedingt ausweichen, um Raum zu lassen.

Immer einen Plan B parat haben

Wenn ein Fels oder Wandfuß bereits gut bevölkert ist, sollte man sich fragen, ob man dringend auch noch dort klettern muss. Wer sich schon vorher ein Ausweichziel überlegt hat, kann schnell umdisponieren und zu einem anderen Fels oder Sektor wechseln.

Handhygiene

Zugegeben, es macht nicht viel Spaß, sich ständig die Hände zu waschen, und ist für die Haut in Kombination mit Chalk eine Tortur. Doch gerade in der Kletterhalle sollte man zumindest vor dem Klettern die Hände waschen und zwischendurch auf Liquid Chalk zurückgreifen. Die Rezepturen der Hersteller haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, und mit seinem Alkoholgehalt trägt es durchaus zur Handhygiene bei.

Im Zweifel Rücksicht

In Italien werden am Einlass der Kletterhallen Temperaturmessungen vorgenommen: Wer über 37,5° auf dem Thermometer stehen hat, wird nicht eingelassen. Diese Zustände sind uns glücklicherweise erspart. Dennoch gilt: Wer sich nicht fit fühlt, Kopfschmerzen hat oder Erkältungssymptome zeigt, sollte aus Rücksicht zu Hause bleiben. Dies gilt nicht nur wegen einer möglichen CoVid-Infektion, sondern weil auch alle anderen Krankheitserreger nicht unbedingt in Sportstätten verbreitet werden sollten.

Corona Tipps
gemeinfrei

Wenn man husten oder niesen muss, sollte man Mund und Nase mit der Armbeuge bedecken, und nicht mit der Hand. Diese Regel ist schon seit vielen Jahren Empfehlung, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sie sich anzugewöhnen.

Das Gute sehen

Klingt ein bisschen kitschig, doch sollte man die Chance nicht verpassen, der ganzen Situation etwas Gutes abzugewinnen. Immerhin haben wir (fast) alle eine Phase ohne Klettern oder Bouldern hinter uns und haben es arg vermisst. Klar, es ist nicht alles perfekt, aber die Tatsache, dass wir der schönsten Nebensache der Welt wieder nachgehen können, ist doch mal durchweg positiv.

Corona & Sport: Neuere Erkenntnisse zu Covid-19

  • Schon Ende April wurde bei einigen von Covid genesenen Tauchern festgestellt, dass sich die Lungen und ihre Fähigkeiten nach der Genesung nicht gut erholt hatten. Sie wurden als nicht tauchtauglich eingestuft. Die Tagesschau zitiert den Sportmediziner Professor Wilhelm Bloch von der Sporthochschule Köln: "Tatsächlich ist es so, dass das Lungengewebe [bei einer Covid-Infektion] in ganz spezifischer Weise verändert wird. Kleinstgefäße werden entzündlich verändert und verschließen sich so dem Gasaustausch. Es kommt dadurch zu einem Ausfall von Lungengewebe für den Gasaustausch," erklärt Bloch. "Das Problem ist, dass die Veränderungen nicht wie bei anderen Lungenentzündungen schnell repariert werden können. Es ist zu befürchten, dass teilweise schwer oder nicht reversible Gewebeschäden entstehen. Wir fangen gerade an die Mechanismen dahinter zu verstehen." Weiter heißt es, dass "auch Ausdauersportler damit rechnen müssen, über längere Zeit eine stark eingeschränkte Leistungsfähigkeit zu besitzen." Derzeit sei noch nicht klar, inwieweit die Schäden reversibel oder bleibend seien.
  • Ähnlich klingt die Geschte der Triathletin Annika Söllinger (26) aus NRW. Sie musste nach einem milden Krankheitsverlauf feststellen, dass Treppensteigen ihr Atemnot beschert. Sie wird mit einem Asthma-Medikament behandelt und kann nach der Krankheit gerade mal drei Kilometer langsam joggen. Quelle: Tagesspiegel
  • Die Blutgruppe identifiziert schwerere Krankheitsverläufe: N-TV berichtete über eine Untersuchung von Genmarkern und Blutgruppen von Erkrankten in Spanien und Italien. So treten gewisse Gen-Abschnitte häufiger in der Gruppe der schwereren Krankheitsverläufe auf. Anscheinend haben Menschen mit der Blutgruppe A+ ein höheres Risiko für Atemversagen aufgrund von Covid-19. Menschen mit Typ-0-Blut seien hingegen besser vor dem Virus geschützt. In Deutschland hätten 37 Prozent der Menschen die Blutgruppe A+ und 35 Prozent die Blutgruppe 0+.
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