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Sicherheit

6 Tipps: der beste Schutz vor Zecken

Ein Tag in der Natur ist wunderbar, nur die kleinen Plagegeister stören manchmal etwas. Während Stechmücken nur lästig sind, können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen. Diese Tipps helfen Ihnen, sich zu schützen.

Hochrisikogebiete kennen

OD Spaziergänger im Wald mit Zeckenwarnschild
www.zecken.de

Zecken lauern nicht überall gleichermaßen. Besonders im Süden Deutschlands in Ländern wie in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sind sie sehr verbreitet und angriffslustig. Doch auch in Italien, Frankreich, Tschechien und Österreich treten Zecken häufig auf. Besonders wohl fühlen sich Zecken in der Nähe von Bächen und Wäldern, aber auch in kniehohem Gras, Sträuchern und Büschen. Dort warten sie auf einen Wirt, den sie über Wärme und Geruch wittern und an den sie sich anhängen. Dass Zecken sich von Bäumen fallen lassen, ist hingegen ein Gerücht.

Die richtige Kleidung tragen

OD Zecke - Gemeiner Holzbock
James K. Lindsey

Tragen Sie lange Hosen und feste Schuhe, um den Blutsaugern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Günstig sind helle Farbtöne, hier entdeckt man die dunklen Tiere am ehesten. Schuhe mit einem hohen Schaft erhöhen den Schutz vor den Eindringlingen, vor allem, wenn man die Lücke zwischen Schuh und Hose schließt (modische Highlights garantiert...). Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie sich am Abend gründlich absuchen (lassen). Zecken beißen gern an warmen Stellen mit dünner Haut (wie den Achsel- und Schambereich, den Kniekehlen und am Haaransatz).

Anti-Zecken-Mittel benutzen

OD Anti-Brumm Zecken Stop
Hermes Arzneimittel GmbH
Anti-Brumm Zecken Stop

Sprays und Lotionen mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) wehren Zecken am effektivsten ab. Es gibt sie in Konzentrationen von zirka 10 bis 50 Prozent. Je höher der DEET-Anteil, desto länger – nicht besser – wirkt das Mittel. Bei Kindern sollte der nicht ganz unumstrittene Inhaltsstoff vorsichtshalber nur in einer zehnprozentigen Lösung angewendet werden. Eine gute, meist verträglichere Alternative sind etwa Produkte mit dem Wirkstoff Bayrepel. Sie eignen sich bereits für Kinder ab zwei Jahren.

Auf den Wegen bleiben

OD Spaziergänger im Wald mit Zeckenwarnschild
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Auf befestigten Wegen halten sich naturgemäß weniger Zecken auf als im losen Unterholz. Grasbewachsene Pfade oder der Wegesrand mit Bewuchs bieten das ideale "Sprungbrett" für die fiesen Blutsauger. Also: Bleiben Sie auf dem Weg, setzen Sie sich nicht direkt (oder ohne Unterlage) ins Gras und werfen Sie ab und zu einen Blick auf die Beine, ob es schon krabbelt.

Zecken sofort entfernen

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Baxter Deutschland GmbH

Hausmittelchen wie Öl, Klebstoff, Nagellack, Alkohol und Ähnliches töten zwar die Zecke, führen aber dazu, dass sie im Todeskampf noch mehr Krankheitserreger in den Körper absondert. Um Zecken zu entfernen, eignen sich am besten Fingernägel, Zeckenzangen oder -karten. Letztere sind im praktischen Kreditkartenformat zu haben und hebeln die Zecke einfach aus der Haut. Wichtig ist, dass man beim Entfernen den Körper der Zecke nicht quetscht. Neu: Die Zecken-"Schlinge" Nymphia, die auch kleinste Zecken entfernt (siehe Bild).

Impfung gegen übertragbare Krankheiten

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Ein Zeckenbiss kann FSME (Frühsommer-Melingoenzephalitis) und Borreliose auslösen. Beobachten Sie daher nach dem Entfernen der Zecke die Einstichstelle. Bildet sich ein roter Kreis um den Zecken­biss oder treten grippeähnliche Symptome auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine Impfung gegen FSME ist möglich und empfiehlt sich bei Menschen, die in einem Hochrisikogebiet wohnen und sehr häufig draußen aktiv sind. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung.

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