Mogens Jensen und Tim Medvetz

2007 begleiten Kameras eine kommerzielle Expedition auf den Everest. Das Ergebnis: "Everest - Rückkehr in eisige Höhen" läuft Sonntags auf dem Discovery Channel. Das Expeditionsteam.
Foto: Discovery Mogens Jensen

Mogens Jensen

MOGENS JENSEN (Bergsteiger aus Dänemark)

„Fast zwei Wochen lang war meine Sicht verschwommen und mein Gleichgewicht gestört.”

Der ehemalige Ironman-Spitzensportler Mogens Jensen leidet an chronischem Asthma und ist trotzdem fest entschlossen, den Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff zu besteigen. Aus dem Lehrer aus Dänemark – einem Land ohne Berge – wurde ein professioneller Bergsteiger. 2006 versuchte Mogens den Aufstieg zusammen mit Russell Brice. Doch als sie in die „Todeszone” gelangten, erkrankte Mogens an der Höhenkrankheit. Schwindel und Übelkeit wurden so stark, dass er befürchtete, den Abstieg nicht mehr zu schaffen. Einen Monat später versuchte er es erneut und scheiterte ein viertes Mal.

„Meiner Meinung nach muss damals auch mein Gehirn leicht beschädigt worden sein”, sagt er. „Noch fast zwei Wochen, nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, litt ich unter einer verschwommenen Sicht und einem gestörten Gleichgewicht.” Und als ob die Dinge nicht schlimm genug gewesen wären, musste Mogens bei seiner Rückkehr feststellen, dass ihn seine Verlobte verlassen hatte. Doch nun ist er zurück und entschlossener als je zuvor, den Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff zu bezwingen, auch wenn er damit Russell Brice zunehmend frustriert. Letzterer möchte nämlich Mogens von diesem Plan abbringen. Doch Mogens beabsichtigt, den Berg schneller und mit weniger Gepäck zu besteigen und die Gruppe dabei hinter sich zu lassen.

Foto: Discovery Tim Medvetz

Tim Medvetz

TIM MEDVETZ (Bergsteiger aus USA)

"Für diesen Berg war ich einfach zu groß.”

Tim Medvetz entwirft in Hollywood Harley-Davidson-Motorräder. Er ist fast 1,96m groß. Als Folge eines schweren Motorradunfalls muss sein Rückgrat heute von einem Metallkäfig gestützt werden, in seinem Kopf befinden sich Metallplatten, und sein linkes Bein wird mit Nägeln und Stäben zusammengehalten.

Letztes Jahr sorgte Tim für eine Überraschung, als er es bis zum Camp IV auf 8400 Metern Höhe schaffte. Er kletterte zu langsam und hatte nur noch wenig Sauerstoffreserven, als er mit Russell Brice in eine heftige Auseinandersetzung geriet und dieser ihm den Abstieg befahl. Russell ist davon überzeugt, dass Tim gestorben wäre, wenn er den Aufstieg fortgesetzt hätte. Doch Tim hält daran fest, dass er es geschafft hätte und ist entschlossen, sein Ziel in diesem Jahr unter allen Umständen zu erreichen.

„Dieses Mal bin ich leichter”, erläutert Tim. „Im letzten Jahr wog ich noch 114 kg und heute nur noch ungefähr 104 kg. Ich meine, bei meinem Gewicht und meiner Größe – da war ich für diesen Berg einfach zu groß.”

"Everest - Rückkehr in eisige Höhen" ab Sonntag, den 27. April um 21:05 Uhr auf Discovery Channel

24.04.2008
Autor: Discovery / Burmester
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