Workshop: Absichern mit Klemmgeräten

Gut gelegt ist halb gewonnen

Der Umgang mit Klemmkeilen und Klemmgeräten wie Friends oder Camalots will gelernt sein. Was beim Umgang mit den Metallbiestern zu beachten ist.
Foto: Ralph Stöhr KL Klemmkeile

Links die Klemmgeräte, rechts die Keile, dazwischen die Schuhe für den Abstieg - und los kann's gehen.

Meinen ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit eines Klemmkeils bekam ich, als mein Freund Qualmi im Donautal am Stand vorbeischoss. Etwa zwölf Meter weiter oben hatte sein Flug mit einem ausbrechenden Normalhaken begonnen, dem zwei weitere widerstandslos folgten.

Als es mich schließlich am Stand nach oben riss, wusste ich, dass wenigstens der Keil gehalten hatte, den Qualmi kurz über dem Stand gelegt hatte. Jetzt baumelte er zwar zehn Meter unter mir, aber immerhin war es kein Faktor-2-Sturz geworden. Das kleine Aluklötzchen mit der Schlinge drin hatte Schlimmeres verhindert.

Sauber gelegt und in gutem Fels sind Klemmkeile und Friends eine verlässliche Sicherung und halten mehr als manch alter Normalhaken. Doch bis sie sauber liegen und das noch an den richtigen Stellen, bedarf es einiger Organisation und Übung.

19.03.2008
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 10/2007