Klettertraining

Klettertraining - Die Grundlagen: Kraft, Leistungsfaktoren, Plan

Was sind die wichtigsten Leistungsfaktoren, verschiedenen Krafttypen, und was muss man bei einem Trainingsplan beachten?

Faktoren der Leistung

Leistungsfaktoren beim Klettern

Sportliche Leistungsfähigkeit setzt sich aus vielen Faktoren zusammen.

Ob man eine Route hochkommt oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Erst das richtige Zusammenspiel von Klettertechnik (koordinativen Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten) gepaart mit einer entsprechenden Kondition (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Flexibilität) in Verbindung mit taktischen und psychischen Fähigkeiten führt zum Durchstieg.

Kraft ist nicht gleich Kraft

Kraft lässt sich zum einen nach der jeweiligen Kontraktionsform unterscheiden, also statisch (haltend) oder dynamisch (bewegend), zum anderen wird von den drei Hauptformen Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer gesprochen. Für den Kletterer ist primär die relative Maximalkraft entscheidend, das ist die mögliche zu entwickelnde Kraft in Verhältnis zum eigenen Körpergewicht.

Die Schnellkraft ist die Kraft, die es uns ermöglicht, dem Körper eine maximale Beschleunigung zu erteilen, und die Kraftausdauer bezeichnet die Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei längeren Kraftleistungen. Hierbei ist beim Sportklettern zum einen die Maximalkraftausdauer (für wenige harte Boulderzüge), zum anderen die submaximale Kraftausdauer (beim Routenklettern in längeren Passagen mit mehreren harten Zügen) zu unterscheiden. Für all diese Formen der Kraft gibt es spezielle Übungsformen, die in dieser Serie nach und nach vorgestellt werden.

Für die Ausdauer beim Sportklettern sind insbesondere Trainingsmethoden zur Verbesserung der Kurz- bis Mittelzeitausdauer von Interesse. Belastungszeiträume von mehr als sechs Minuten ohne jede Unterbrechung durch eine Schüttel- oder Rastposition werden auch in längeren Sportkletterrouten selten erreicht.

Hier geht es zum nächsten Trainingsplan Teil II

20.11.2008
Autor: Albi Schneider
© klettern