Bouldergebiete Österreich

Österreich zentral: Granit in den Tauern, Kalk bei Lofer

Feinster Granit in den Tauern, steiler Kalk bei Lofer: Info zu den Bouldergebieten Maltatal, Felbertauern und Saalachtal.

Bouldern im Maltatal

Dank Klem Loskots Testpieces ein Gebiet von internationalem Rang. Die unterschiedlichen Höhenlagen der Sektoren sorgen dafür, dass hier vom Frühjahr bis in den späten Herbst gebouldert wird.

Boudern: Rund 250 Probleme, der Großteil ab 7A aufwärts, aber auch darunter gibt‘s einiges zu tun. In den Sommermonaten verlagert sich das Bouldergeschehen vom Schleierwasserfall ins Tal der Könige auf 1400 Metern. Auf rockstore.at – der Shop-Webseite des Maltatal-Haupterschließers Gerhard Schaar – gibt‘s einen Link zu einer Wetter-Webcam, auch der Maltatal-Führer kann dort bestellt werden (ein Großteil der Einnahmen fließt in die Erschließung neuer Kletterrouten).

Hinkommen: Auf der A10 bis zur Ausfahrt Gmünd südlich des Katschbergtunnels.

Bouldergebiet Felbertauern

Das Tal des Wassers ist ein heißer Kandidat für den Titel „schönstgelegenes Bouldergebiet Österreichs“: eine Ansammlung von Granitblöcken auf grüner Wiese vor der Kulisse der Hohen Tauern. Nach der Schneeschmelze macht das Tal seinem Namen allerdings oft alle Ehre. Zwei weitere Sektoren mit kurzem Zustieg vervollständigen das Angebot.

Bouldern: Fast 200 Probleme, davon ungefähr die Hälfte von Fb 5 bis 7A, die andere darüber bis derzeit maximal 8B. Durch die Höhenlage zwischen 1300 und 1700 Metern ein Sommergebiet.

Hinkommen: Auf der A12 bis zur Ausfahrt „Kufstein Süd“, von dort über Kitzbühel und Mittersill auf die Felbertauernstraße (B108) und diese bis zum Parkplatz Elisabethensee (Sektor Wald und Heidnische Kapelle) oder weiter bis zum Parkplatz beim Nordportal (Tal des Wassers).

Foto: Claudia Ziegler Bouldergebiete Österreich

Leni Kern klettert den 'Riss' (5) im Sektor Fuchsloch im Saalachtal.

Bouldern im Saalachtal

Fast im Alleingang haben die Brüder Bernhard und Hermann Schwaiger die Blöcke des Tals erschlossen und dabei eine rekordverdächtige Zahl an Problemen im 8. Fontainebleau-Grad auf engstem Raum geschaffen. Viele Sektoren liegen nahe beieinander, wodurch auch mehrere Spots an einem Tag besucht werden können.

Bouldern: Knapp 200 Probleme, über die Hälfte rangiert im Bereich ab 7A aufwärts. Die Boulderei spielt sich an meist glattem, oft überhängendem Kalk ab. Vom Einzelblock im Wald mit knüppelharten Nüssen über sonnige, großgriffige Linien bis zum Boulderspaß am Bach ist alles geboten.

Hinkommen: Zentraler Ausgangspunkt für das Saalachtal ist Lofer. Dorthin von Norden über Bad Reichenhall, vom Inntal über Wörgl und St. Johann in Tirol.

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07.07.2017
Autor: Florian Wenter
© CARAVANING
Ausgabe 04/2017