Klettergebiete in Deutschland

Klettern im Blautal

Kompakt, grau, steil: Die Qualität der Kalkfelsen rund um den Ort Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb lässt keine Wünsche offen. Schwelgen: Die Porphyr-Wände des Battert bei Baden-Baden. So steil wie es hier scheint ist der Granit im Harz gar nicht. Mehr als senkrecht ist selten

Rund um die kleine Stadt Blaubeuren westlich von Ulm schwingt sich der Kalk der Schwäbischen Alb noch einmal zu Bestform auf. Kompakt, plattig, mit Löchern und Dellen, stellenweise aber auch steil und kraftraubend: Die gut 30 Felsen mit bis zu 50 Metern Wandhöhe sind für Genusskletterer wie Extreme gleichermaßen attraktiv.

Kurze Zustiege und die Möglichkeit, nach dem Felsbesuch direkt ins Eiscafé oder ins Freibad abzubiegen, sind weitere Pluspunkte.

Tipps fürs Klettern im Blautal

Uli-Wieland-Hütte: Die kleine DAV-Hütte bei Weiler nahe Blaubeuren bietet Matratzenlager für Selbstversorger (www.dav-ulm.de). Etwas größer ist das Naturfreundehaus in Blaubeuren.

Kletterkurs: Einen sicheren Einstieg in den Kalk der Alb bietet die Blautalkletterschule von Bergführer Hans Honold (www.blautal-kletterschule.de).

Alternative: Der Blautopf ist der Ursprung der Blau und die größte Karstquelle Europas. In Blaustein lockt das Badblau ins warme Nass (www.badblau.de). Bei starkem Regen: DAV Kletterzentrum Neu-Ulm. Und wenn auch das keinen Sinn mehr stiftet: schnell ins Kloster Blaubeuren.

Kletterführer: Die Felsen rund um Blaubeuren beschreibt der neue Kletterführer Blautal. Kletterführer Blautal; 2013, Panico Alpinverlag, Preis: 19,80 €

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18.10.2013
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 06/2013