Bouldern mit Bernd Zangerl

Bouldern mit Kids und für Ambitionierte: Bernd Zangerls Silvapark

Foto: Ray Demski klettern Bernd Zangerl
Im Rahmen des Tirol Active Guide gibt es hier ein Interview mit dem Tiroler Boulder-Ass Bernd Zangerl.

Tirol Active Guide - in Zusammenarbeit mit der Tirol Werbung


„Als ich 1999 mit dem Bouldern angefangen habe, gab es fast noch keine Gebiete dafür“, erinnert sich Szenegröße Bernd Zangerl. Deshalb fuhr er damals noch nach Cresciano ins Tessin – und manchmal auch schon ins Zillertal, wo Topkletterer wie Gerhard Hörhager, Ben Moon und Jerry Moffat zu Trainingszwecken boulderten. Heute ist das Klettern an Blöcken in Absprunghöhe längst Selbstzweck geworden und Bernd Zangerl zählt zu den weltbesten in dieser Disziplin.

International machte er spätestens 2001 mit der Zweitbegehung von „Dreamtime“ auf sich aufmerksam. Die 20 Züge lange Tour durch einen etwa 45-Grad-Überhang in Cresciano im Tessin galt damals als härtester Boulder weltweit. Es war das erste Problem, das nach der Fontainebleau-Skala mit 8c bewertet wurde. Weitere 8c-Begehungen folgten: zum Beispiel „Entlinge“ und „From the dirt grows the flowers“ im Jahr 2009, beide in der Schweiz.

„Dabei hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr so weit fahren müssen, um meinem Sport nachzugehen“, sagt Zangerl. Im Jahr 2002 nämlich hatte ein Freund von ihm in Galtür in Tirol beim Skifahren einige Felsen entdeckt. „Im Frühling haben wir uns die Blöcke angesehen und super Linien gefunden“, erzählt der 36-Jährige. So viele, dass er und seine Kletterfreunde die nächsten drei Jahre mehr oder weniger in Galtür verbracht und alles erschlossen haben.

Herausgekommen ist der „Silvapark“: die mit mehr als 175 Boulderproblemen aller Schwierigkeitsgrade in acht Sektoren beliebteste Region zum Bouldern im „Climbers Paradise“, wie Tirol den Zusammenschluss seiner Kletterangebote nennt. „Durch die Lage auf 2000 Metern Meereshöhe herrschen dort im Sommer die besten Bedingungen“, sagt Zangerl. Diese hat er dann auch für seine Erstbegehungen „Memento“ und „Anam Cara“ (beide Fb 8c) optimal genutzt.

Im Frühling und Herbst empfiehlt er dagegen tiefere Lagen. „Das Zillertal ist immer noch attraktiv, und auch im Ötztal wurde einiges erschlossen.“ Keine Frage, in Tirol hat sich viel getan. 2015 wird mit der Boulder-EM in Innsbruck einer der wichtigsten Wettkämpfe ausgetragen, und auch beim „Red Bull High Five“ in Galtür sieht man Profis in Action.

In dem Ort findet übrigens auch Bernd Zangerls eigener Boulder-Workshop statt. Und mit einem eigenen Kinderbouldergebiet im Silvapark in Galtür und speziellen Boulderproblemen im Pitztal erweitert das „Climbers Paradise“ sein Angebot auch für Kids.


Die Climbers Paradise-App powered by Chillaz bietet versierten Kletterern, Boulder-Freaks sowie Plaisir-Junkies und Klettersteigbegeisterten umfangreiche Informationen zu den Hot Spots im Climbers Paradise. Alle Information zur App und zum kostenlosen Download findest du hier: www.climbers-paradise.com

Bilder: Klettern und Bouldern in Tirol

06.04.2000
Autor: klettern in Zusammenarbeit mit Tirol Werbung
© klettern
Ausgabe 03/2015