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Ergänzendes Klettertraining

Welche Sportarten bringen was?

Leider kann man nicht immer klettern. Hier überprüfen wir 8 Sportarten auf ihre Kompatibilität zum Klettern.

LAUFEN

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Serega K shutterstock.com
Joggen als ergänzendes Training

Ist primär ein gutes Herz-Kreislauf-Training, das eine gesteigerte anaerobe Ausdauer zur Folge hat. Ob die beim Klettern wirklich hilft, ist umstritten, da ganz andere Muskelgruppen und -fasern gefördert werden. Alpinkletterer profitieren aber auf jeden Fall vom Lauftraining. Und als Methode zur Regeneration ist Laufen auch für Sportkletterer sinnvoll. Zu intensive Läufe greifen allerdings die Glykogen-Speicher im Körper an, die bei intensivem Klettertraining gebraucht werden. Ein bis zwei langsame Läufe von 30 bis 60 Minuten pro Woche sollten für trainierte Personen zusätzlich zum Klettern verkraftbar sein.

WAS BRINGT'S?
+ Steigerung der Grundlagenausdauer, gut für Regeneration
- Gelenkbelastung, je nach Ausführung hoher Energieverbrauch

YOGA UND PILATES

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Drew Osborne (CC-by-SA-4.0)
Yoga als Ergänzung zum Klettern

Vor allem Yoga ist bei Kletterern beliebt. Wie Pilates bietet Yoga ein Ganzkörpertraining, allerdings lässt sich die Intensität steuern. Yoga hat einen spirituellen Hintergrund, zielt auch auf mentales Training und Meditation und basiert auf dem Konzept, sich im Einklang mit dem Atem zu bewegen. Gerade muskulöse Kletterer profitieren von der Wiederherstellung von Beweglichkeit und Geschmeidigkeit. Yoga beugt auch dem typischen Rundrücken vor. Es gibt unterschiedliche Yoga-Stile von athletisch bis sehr ruhig - alle haben für Kletterer etwas zu bieten. Yoga kann auch parallel zu intensivem Klettertraining betrieben werden. Beide Tätigkeiten sollten anfangs unbedingt unter Anleitung geübt werden, weil sonst das Verletzungsrisiko relativ hoch ist.

Was bringt's?
(Yoga)
+ verbessert Beweglichkeit, Körperspannung, Geschmeidigkeit, Regenerationsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und bewusstes Atmen
- Verletzungsgefahr
(Pilates)
+ ähnlich wie Yoga, aber stärker Fitness-orientiert
- relativ eintönig

RADFAHREN

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Johann Jaritz (CC-by-sa-3.09
Radfahren

Hier gilt im wesentlichen das gleiche wie beim Laufen. Radfahren hat den Vorteil, dass die Gelenke (Knie, Hüfte, Fußgelenke) weniger belastet werden. Dafür kann empfindlichen Kletterern nach längeren Touren der Nacken schmerzen. Intensives Training kostet auch hier sehr viel Energie, die dann beim Klettertraining fehlt. Und führt zum Aufbau unnötiger Oberschenkel- muskulatur. Wobei man dann schon mehr Radfahrer als Kletterer sein muss…

Was bringt's?

+ Herz-Kreislauf-Fitness, geringe Gelenkbelastung
- nicht gerade nackenschonend, unnötiger Muskelaufbau am Oberschenkel

SCHWIMMEN:

AL Schwimmen Schwimmtraining Garmin Schwimmerin
Garmin
Schwimmerin mit Garmin Pulsuhr

Ist ein sehr gutes Ganzkörpertraining, dazu noch ausgesprochen gelenkschonend, da quasi gewichtslos. Daher eignet es sich auch gut zur Rekonsvaleszenz nach Verletzungen. Intensives Schwimmtraining ist allerdings zu energiezehrend, um sich mit hartem Klettertraining zu vertragen, zudem ist es schlecht für die Fingerhaut.

Was bringt's?
+ Herz-Kreislauf-Fitness, Ganzkörpertraining, geringe Gelenkbelastung, gutes Muskeltraining
- schlecht für die Fingerhaut

GEWICHTSTRAINING:

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Jacob Lund shutterstock.com
Hanteltraining

Ermöglicht das gezielte Ansprechen spezifischer Muskelgruppen, sie es, um Defizite in der Leistungsmuskulatur abzubauen, sei es als Ausgleichstraining für einen besser balancierten Körper. Es gibt Stimmen, die sagen, Gewichtstraining mache süchtig. Daher Vorsicht, nicht dass ihr als starke Gewichtheber statt als starke Kletterer endet.

Was bringt's?
+ Spezifisch auf einzelne Muskelgruppen ausrichtbar, Maximalkraft- und Kraftausdauerzuwachs
- Verletzungsgefahr durch Überlastung, Nutzbarkeit des Trainings beim Klettern fraglich

CROSSFIT:

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Reebok
Crossfit-Training

Ist eine Art Intervalltraining, das Elemente aus dem Gewichtstraining, Functional Training (Eigengewicht-Training), Sprinten und Turnen verbindet. Es ist sehr intensiv und kraftraubend, zudem ist die Verletzungsgefahr aufgrund der Intensität relativ hoch. Es gibt Kletterer, die Crossfit betreiben und beim Klettern sehr stark sind. Wer auf sich aufpasst, wird jedenfalls durch Crossfit sicher nicht schwächer beim Klettern.

Was bringt's?
+ Ganzkörpertraining, verbessert Körperkraft und generelle Fitness
- Verletzungsgefahr durch Überlastung

KAJAKFAHREN

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Jörg Helbig (CC-by-sa-3.0)
Kajak fahren

Als semi-alpine Sportart erfreut sich Kajakfahren auch bei vielen Kletterern einer gewissen Beliebtheit. Es trainiert vor allem Oberkörper und Rumpf und macht dazu noch Spaß. Als Tätigkeit für Ruhetage ist es allerdings für ernsthafte Kletterer zu anstrengend, da es ähnliche Muskelgruppen beansprucht. Zudem ist es schlecht für die Fingerhaut. Für einen Urlaub, bei dem mal kein Klettern auf dem Programm steht, ist es aber eine gute Alternative.

Was bringt's?
+ Herz-Kreislauf-Fitness, Ganzkörpertraining, geringe Gelenkbelastung, macht Spaß
- schlecht für die Fingerhaut, sehr zeit- und materialintensiv

KAMPFSPORT:

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Public Domain
Sensei Yoshitaka Funakoshi (1906-1945)

Bei den Kampfsportarten wird nicht nur die Kondition, sondern auch Kraft und Koordination trainiert. Die Körperkraft verbessert sich, teils werden auch die Antagonisten besonders gefordert. So qualifiziert sich Kampfsport auch als Ausgleichstraining. Gute koordinative Fähigkeiten, wie sie im Kampfsport trainiert werden, helfen auch beim Klettern und Bouldern.

Was bringt's?
+ Ganzkörpertraining, verbesserte Rumpfkraft, gute Koordinationsschule
- teilweise zu anspruchsvoll, um „nebenher“ betrieben zu werden

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