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Sportpsychologie

Tipps: Mentaltraining Klettern & Bouldern

Mentales Training ist Arbeit. Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg.

Wie das Wort "Mentaltraining" schon sagt, mit ein bisschen tief durchatmen und drei mal schön laut Tschakka rufen ist es nicht getan. Um die Psyche leistungsbereiter zu machen, muss man die Techniken des Mentaltrainings tatsächlich regelmäßig üben.

Hier geben wir trotzdem ein paar Tipps, mit denen man schon einmal in die richtige Richtung steuert.

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Optimal einstimmen

Bist du wach und motiviert? Wenn nein, bring den Kreislauf in Schwung, mache ein paar schnelle Bewegungen, höre anregende Musik. Bist du zu aufgeregt? Atme tief, seufze, zucke ein paar Mal die Schultern, mach dir bewusst, dass es keinen Blumentopf zu gewinnen gibt.

Visualisieren

Auch "ideomotorisches Training" genannt: Route / Boulder vor dem Start begutachten; schau gründlich, ob du alle verfügbaren Griffe und Tritte (Kanten und Volumen) gefunden hast; versuche, dir die Bewegungen vorzustellen; eventuell verschiedene Lösungsmöglichkeiten durchspielen.

Motivation verstärken

Mach dir klar, dass du klettern willst. Halte dir vor Augen, dass dich niemand zwingt einzusteigen, sondern du selbst es bist, der Freude am Klettern und an der Herausforderung hat. Rufe dir das Gefühl ins Bewusstsein, das du hast, wenn du Lust aufs Klettern hast.

Ziele setzen

Definiere Ziele. Ob eine Route möglichst entspannt klettern oder ein machbares Projekt: plane konkrete, gut erreichbare Ziele auf dem Weg zu einem größeren Ziel. Wenn es geschafft ist, setze einen Haken darunter und vergiss das Feiern nicht.

Selbstgespräch

Sei nett zu dir. Coache dich selbst, wie du einen guten Freund behandeln würdest. Überlege dir kurze, prägnante Befehle für die Schlüsselstelle. Extratipp: Nenne dich selbst beim Vornamen. Das hilft, durch schwierige Situationen zu navigieren und Selbstvertrauen aufzubauen.

Atmung Kontrollieren

Tief durchatmen: klingt abgedroschen, aber hilft wirklich. Die Regulation der Atmung ist der direkte Draht ins ansonsten schwer ansteuerbare Nervensystem. Mit tiefer, langsamer 
Atmung werden wir ruhiger; kurze, kräftige Atmung wirkt anregend.

Meditiere

Meditation und verwandte Techniken wie Yoga helfen, Stressresistenz, Konzentrationsfähigkeit und Laune zu verbessern. Außerdem lernen wir beim Meditieren, den Kopf frei zu machen. Das alles hilft, die optimale Leistungsbereitschaft herzustellen.

Sturzangst

Akzeptiere, dass Angst da ist, und denke daran, dass dies ein gesunder Mechanismus im Körper ist. Gewöhne dich daran, atme möglichst entspannt, und konzentriere dich auf die Bewegung. Übrigens: Je schwerer man klettert, desto weniger Kapazitäten sind übrig, um sich zu fürchten.

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