Klettern im Donautal

Die besten Routen im Donautal - Empfehlungen

Wir haben drei absolute Kenner des Donautals gefragt, welche Kletter-Routen sie als Highlight einstufen und warum. Die Tipps der Locals zum Kletter-Vergnügen im Donautal.

Von leicht bis schwer: Die leichteste oder schwerste Kletter-Route einer Region lässt sich meist schnell finden. Aber die schönste? Obwohl "Schönheit" beim Klettern natürlich auch subjektiv ist, haben diese Lokalmatadoren der Kletterszene im Donautal doch einen relativ guten Überblick und haben uns verraten, welche die ihrer Meinung besten Routen dort sind.

Mathias Schöllhammer ist nicht nur Führerautor und IG-Vorsitzender, sondern auch ein intimer Kenner des Donautals. Seit sieben Jahren klettert er hier intensiv und bis zum 10. Grad.

Seine Routen-Empfehlungen fürs Donautal:

Alter Weg (6), Hölle, rechter Wandteil:
tolle Henkel, nach oben immer steiler
Salü Sepp (6+), Parkplatzfels:
schöne Verschneidung zwischen harten Wegen
Staffellauf (7-), Dritte Zinne:
der Oberklassiker an den Zinnen, genialer Fels, schön ausgesetzt; Muss-Tour
Flachland (8), Hölle, rechter Wandteil:
etwas weniger steil als der Rest der Hölle, dafür große Griffabstände
Janoschs Traumstunde (9), Ebinger Schlossfels:
auch auf der Zollernalb gibt es extrem kompakte Pfeiler

Georg Hermann, 50, gehört zu den "Urgesteinen" des Donautals. Der Diplom-Handelslehrer aus der Nähe von Tuttlingen hat zahllose Routen erstbegangen und ebenso viele saniert. Sein Beta-Gedächtnis ist legendär.

Seine Routen-Empfehlungen fürs Donautal:

Superdirekter Eigerturm (6+), Eigerturm:
löchrig, steil und superdirekt – absolut empfehlenswert
Termitenweg (7+), Fuchsfels:
gut abgesicherter Klassiker mit famoser Kletterei
Zopflos (7+), Löchlesfels:
Prototyp der Lochkletterei, am Einstieg gibt‘s noch ein paar kleine Leisten dazu
Brot und Spiele (8), Schreyfels:
superluftig und überhängend durch die Gipfelwand
Das Wesen des Wassers (9), Westliche Zinne:
lang, ausdauernd und knifflig

Joerg Helfrich, 35, zog vor Jahren aus der Pfalz nach Konstanz. Der Geschäftsführer der Slackline Tools gilt in der Donautal-Szene auch als "schönster Bergführer Deutschlands".

Seine Routen-Empfehlungen fürs Donautal:

Immer wenn es regnet (6+/7-), Alte Hausener Wand Nordseite:
die leichteste Route hier – dennoch löchrig, lang, steil und genial
Großer Wahnsinn (8-), Zweite Zinne:
der meistfotografierte Überhang im Tal, absolut perfekter Fels
Patricia (8+), Rabenwand:
schöne Plattenkletterei
Goldfinger (9+/10-), Rabenwand:
phantastische Linie aus der Zeit der ersten großen Erschließungswelle
Irrfahrt (10-), Parkplatzfels:
nicht nur, aber auch ein Problem der Kraftausdauer

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14.01.2016
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 07/2015