MSL in Tirol

Lange Routen im Kalk

Foto: Axel Jentzsch-Rabl MSL in Tirol & Bayern Plaisir
Klettern ohne Stress und alpine Abenteuer: 5 Mehrseillängenrouten mit guter Absicherung und kurzem Zustieg in Bayern und in Tirol. Plus Topos!

Sehr gut gesicherte Mehrseillängenrouten gibt es am Alpenrand und im Tiroler Inntal jede Menge. Wir erleichtern euch die Auswahl und stellen fünf Routen explizit vor. Etwa Im Auge des Geiers an der Geierwand oder Via Max im Wilden Kaiser, die beide sehr üppig mit Bohrhaken ausgestattet sind. Auch in Flora Bohra oder Möwe Jonathan muss man nicht wirklich alpine Erfahrung mit zum Einstieg bringen. Die Auckenthaler mit dem Scherer-Ausstieg ist anspruchsvoller – ungesicherte, nur schwach markierte Zustiegsschrofen und ein steiler Abstieg fordern schon etwas mehr an Aufmerksamkeit. Dank der Ausstiegsvarante von Reinhold Scherer fallen die heiklen, alpinen Ausstiegsschrofen aber weg.

Info: 5 Plaisir-Routen im Kalk

Von fünf bis 13 Seillängen, von 15 Minuten bis zwei Stunden Zustieg und alles verkehrstechnisch schnell zu erreichen: In unserer Auswahl sollte für jeden, der im sechsten Grad solide unterwegs ist, etwas dabei sein. Denn mehr ist zwischen den üppig vorhandenen Bolts nicht zu klettern. Dazu gibt es wahlweise drei Wände für kühlere und zwei für heiße Tage.

Runter gehts entweder zu Fuß oder durch Abseilen. Letzteres erfordert ein Doppelseil. Mobile Sicherungsmittel können bis auf eine kleines Auswahl Keile für die Route Flora Bohra zuhause bleiben. Ein Helm ist selbstverständlich Pflicht. Dazu noch das übliche Material für Standplatz und Sicherung sowie 12 bis 14 Exen.

Foto: d-maps.com Plaisir in Tirol Kalk MSL Karte

1 Geierwandführe, Im Auge des Geiers
2 Auckenthaler mit Scherer-Ausstieg
3 Möwe Jonathan
4 Flora Bohra
5 Via Max

Kletterführer Tirol

Tirol Plaisir mit einer Auswahl von gut bis sehr gut abgesicherten Routen und Klettergärten erscheint Ende des Jahres im Tiroler Alpinverlag (www.alpinverlag.at).



Topos der MSL zum Download

05.06.2012
Autor: Axel Jentzsch-Rabl
© klettern
Ausgabe 05/2018