Teil des
Eisklettern im Maltatal www.urlaubmalta.com

Eisklettern im Maltatal

Das Maltatal bietet vor allem Freunden langer und moderater Eistouren eine selten große Auswahl.

Anreise

Mit dem Auto von Norden auf der A10 über Salzburg bis Gmünd. Von Süden über Spittal/Drau, von Westen über den Felbertauern und Lienz. Von Gmünd sind es 13 Kilometer bis zu den ersten Eisfällen. Alle weiteren Möglichkeiten folgen auf den nächsten fünf Kilometern. Die Straße ist offiziell bis zur Mautstelle befahrbar, ab dort gilt Wintersperre und Benutzung auf eigene Gefahr – vorausgesetzt, die Straße ist geräumt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man das Maltatal mit dem Zug bis Spittal, von dort mit dem Bus nach Malta und bis zur Endstation Brandstatt.

Literatur

AV Karte Blatt 44/Hochalm; ÖK Karte Blatt 156/Muhr (beide 1:25.000). Die meisten Topos sind im Internet unter Maltatal-Alpin.

Im Herbst 2004 erschien der Führer „Eisklettern in Oberkärnten“.

Allgemeines

Das Kärntner Maltatal zweigt bei Gmünd vom Liesertal ab. Es liegt zwischen 800 und 1900 Meter Meereshöhe, wobei sich die meisten Eisfälle zwischen 900 und 1400 Meter befinden. Die meisten Wasserfälle sind nordexponiert, einige wenige südseitig. Fast alle Routen liegen in Straßennähe, die „Sport-Eiskletter-Massive“ oft sogar direkt an der Straße. Selbst wenn die Straße ab der Mautstelle nicht befahrbar ist, beträgt die maximale Zustiegszeit eine Stunde. Im benachbarten Gößraben befinden sich ebenfalls einige lohnende Eisklettermöglichkeiten.

Übernachtung

Das Gästehaus Hubertus in Malta ist Treffpunkt für Kletterer und Alpinisten. Halbpension im Doppelzimmer gibt‘s ab 30 Euro (Maltatal-Alpin). Auch kann man hier Eisgeräte und andere Kletterausrüstung gegen Gebühr zum Test ausleihen. Hotelkomfort mit vier Sternen und Sauna findet man im Malteinerhof. Genauso Kletterer-freundlich eingestellt ist der gemütliche Zirbenhof, der den Eisfällen am nächsten liegt. Alle genannten Unterkünfte sind höchstens zehn Minuten Autofahrt von den ersten Fällen entfernt.

Objektive Gefahren

Die meisten Eiskletterziele befinden sich in bewaldetem Gebiet. Lediglich im oberen Talabschnitt herrschen wirklich alpine Bedingungen. Durch die inneralpine Lage ist die gesamte Region relativ schneearm, wartet aber dafür mit umso konstanteren Eisverhältnissen auf. Nach größeren Neuschneemengen ist kleinräumig bei einigen längeren Rinnen die Lawinengefahr zu beachten. Durch den West-Ost-Verlauf des Maltatales kommt es bei ausgeprägten Westwetterlagen hin und wieder zu Föhnstürmen, die in den Ausstiegsregionen zu massiver Erwärmung und somit verstärktem Stein- und Eisschlag führen können. Jedoch waren in den letzten Jahren schneefreie Winter bei besten Eisbedingungen keine Seltenheit.

Achtung: Die südexponierten Routen westlich der Gmündner Hütte sind schon ab Mitte Januar stark der Sonne ausgesetzt. Für Anfänger und weniger geübte Eiskletterer bieten die örtlichen Bergführern Ausbildungskurse vom Basis- bis zum Mixedkletterkurs an.

Beste Zeit

Ende Dezember bis Ende Februar, je nach Kälteperioden auch schon ab Anfang Dezember und bis Ende März.

Hinweis

Achtung: Da die Jagdwirtschaft im Maltatal einen hohen Stellenwert besitzt, und die meisten Eisfälle auf Privatgrund liegen, die überwiegend jagd- und forstwirtschaftlich genutzt werden, wurde mit der Jägerschaft die Vereinbarung getroffen, nicht vor dem 1. Januar mit dem Eisklettern zu beginnen. Im Interesse unseres Sports bitten wir auch alle Besucher, sich an diese Regelung zu halten. Es gibt einige Ausnahmen, die von der Regelung nicht betroffen sind. Bitte informiert euch auf den im Tal installierten Infotafeln.

Alternativen

Sollte es der Föhn einmal zu bunt treiben, bieten sich lohnende Alternativen. An sonnigen Tagen ab Januar können im Klettermassiv Kreuzwand (in unmittelbarer Nähe der Eisklettereien gelegen) zahlreiche schöne Felsseillängen geklettert werden. Auch die Boulderszene ist in diesen Monaten schon beinahe so zahlreich vertreten wie die der Eiskletterer. Mehrere hundert Probleme „kleben“ um diese Zeit am besten. Skitourengeher finden ein reiches Betätigungsfeld in den höheren Regionen, als Highlight wäre die 2200-Höhenmeter-Tour auf die 3360 Meter hohe Hochalmspitze zu nennen. Weitere Eisklettergebiete innerhalb einer Autostunde gibt es im Seebachtal bei Mallnitz und im oberen Mölltal. Auch lohnt sich ein Ausflug nach Vallbruna im benachbarten Italien. Für die Fahrt ins Gasteinertal sollte man noch einmal eine halbe Stunde für den Autozug dazurechnen.

Zur Startseite
Spots Welt kl-klettern-in-irland-tradklettern-am-meer-c-david-flanagan-_9698 (jpg) Abgeschieden und abenteuerlich: Irlands Felsen Klettern in Irland

Die Klettergebiete Fair Head und Ailladie sind hierzulande kaum bekannt –...