Klettern auf Teneriffa

Einzelkämpfer für das Klettern

Wie so oft macht auch auf Teneriffa das Engagement weniger einen Unterschied für viele. Juliane und Nick kämpfen für das Klettern.

Das Konzept eines individuellen und naturbezogenen Urlaubsangebots mögen Tourismusmanager am Mittelmeer eher selten. Individuell bedeutet in ihren Augen oft kompliziert, und Rucksack-Tourismus setzen sie gleich mit Reisenden mit womöglich bescheidenem Budget. Lieber nimmt man Massen an Badegästen auf, wie sie sich in den Bettenburgen von Los Christianos oder am Playa des las Americas tummeln.

Outdoor ist in

Ehemalige Surfer ticken da zum Glück etwas anders. Inzwischen dem freakigen Sport etwas entwachsen, haben der Belgier Nick Van Remoortel und die Deutsche Juliane Heßbrügge ihren Geschäftsschwerpunkt auf Outdoor verlegt. In ihrem Laden „Tenerife Outdoor“ in Granadilla findet ihr nicht nur alles, was an Kletterausrüstung vielleicht noch fehlt. Hier gibt es auch die aktuellen Kletterführer, einen Crashpad-Verleih und Kursangebote für Einsteiger und Fortgeschrittene. Außerdem produzieren die beiden Bekleidung unter dem Label „Roxtar“, wobei jeder Kauf eines T-Shirts oder Sweatshirts zwei neue Bohrhaken finanziert.

Granadilla setzt auf Individualsportler

Doch nicht nur auf der individuellen Ebene streiten Juliane und Nick für mehr Outdoor-Erlebnisse. In vielen Gesprächen haben sie die Vertreter der Gemeinde Granadilla überzeugt, auch den sanften Zweig des Tourismus zu fördern. So werden jetzt Klettergebiete und Wanderwege von der Gemeinde ebenso finanziert wie die zugehörigen Infobroschüren. Neue Kletterführer für Teneriffa sind ebenfalls bereits in Vorbereitung.

10.06.2009
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 4/2009