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Klettergurt Test 2019
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Gurt-Test Klettern

Test: Aktuelle Klettergurte

Gurte zum Klettern im Vergleich: Diese Klettergurte vom Klassiker bis Neu-Entwicklung sind jetzt am Markt – wir haben sie getestet. Ob Halle oder Fels, wie schlagen sich die Gurte?

In diesem Artikel: 22 Klettergurte im Test

Klettergurte im Test (2019)

Die Sturzlast auf den Körper verteilen, bequemes Hängen und Sichern ermöglichen, das ganze Material gut greifbar transportieren: Ein Klettergurt muss als Bindeglied zwischen Körper und Seil vielen Anforderungen gerecht werden. Diese sind zwar, seit es Klettergurte gibt, immer die gleichen, was die Hersteller aber nicht daran hindert, weiter an ihren Produkten zu tüfteln und sie zu verbessern. So sorgten in den letzten Jahren laminierte Gurte oder besondere Web-Arten der tragenden Bänder für Gewichtsersparnis, ohne dabei den Komfort einzuschränken. Wir haben zwölf aktuelle Klettergurte unter die Lupe genommen. Das Testfeld reicht dabei vom ultraleichten Hauch von Sportklettergürtchen wie dem Addax von Blue Ice bis zum massiven Trad- und Bigwall-Gurt wie dem Solution Guide von Black Diamond.´

Sicherheit an erster Stelle

In Sachen konstruktive Festigkeit ist die Sache klar: Alle Gurte, die in der EU auf den Markt gebracht werden, müssen zertifziert und geprüft sein und der Norm EN 12277 entsprechen, was natürlich bei allen hier getesteten Gurten der Fall ist. Wie ein geprüfter Gurt gekennzeichnet sein muss, könnt ihr auf Seite 46 nachlesen. Einige Hersteller verlängern die Lebensdauer ihre Gurte durch zusätzliche Features. So baut Mammut einen abriebfesten Kunsstoffeinsatz am Beinschlaufensteg ein. Bei Beal ist die Sicherungschlaufe aus Dyneema, und Petzl schützt die Einbindepunkte mit hochfesten Polyethylenfasern.

Was in puncto Sicherheit immer wieder zu Diskussionen führt, ist das Thema „Wie einbinden“. Was vielen nicht klar ist: Die Hersteller machen in der Gebrauchsanweisung eindeutige Vorgaben. Bei den meisten Gurten muss durch den Einbindepunkt am Hüftgurt und am Beinschlaufensteg eingebunden werden. Nur Edelrid, Mammut, Singing Rock und Skylotec erlauben zusätzlich auch das Einbinden in der Sicherungsschlaufe.

Komfort steigert den Kletterspaß

Die Last nach einem Sturz schonend auf den Körper zu übertragen, ist zwar die wichtigste, aber nicht die häufigste Aufgabe. Am längsten belastet wird ein Gurt beim Abseilen, beim Hängen am Stand oder beim Auschecken einer Route. Dabei soll er vor allem bequem sein und eine möglichst aufrechte Hängeposition bieten. Dass beim Hängen nichts zwickt oder drückt, lässt sich entweder durch breite Bänder oder dicke Polster erreichen. Diese bringen aber wieder Gewicht und darunter wird es ordentlich warm, was sich in einem verminderten Tragekomfort bemerkbar macht. Daher haben die Hersteller in den letzten Jahren an allen möglichen Materialkombinationen, Web- und Laminiertechniken gearbeitet, um die Gurte bequem und trotzdem leicht zu machen. Fünf Minuten freies Hängen waren zum Test des Hängekomforts angesagt. Wie bequem der Gurt voll beladen beim Klettern auf der Hüfte sitzt, fließt ebenfalls in den Punkt Tragekomfort mit ein.

Der bequemste Gurt in beiden Komfortpunkten ist der Ace von Edelrid. Ebenfalls sehr bequem hängt es sich im Solution Guide von Black Diamond. Unter dessen breitem Band wird es aber schnell warm. Einen tollen Tragekomfort weisen zudem die Gurte von Mammut, Petzl und Rock Empire auf. Dass beim langen Hängen ultraleichte Gurte wie der Addax von Blue Ice nicht mithalten können ist logisch. Das ist aber auch nicht die Prämisse bei der Entwicklung extrem leichter Gurte.

Materialschlaufen und Co

Wie gut laufen die Schnallen? Wie groß sind die Materialschlaufen? Lassen sie sich gut bedienen und sind sie gut erreichbar? Kurzum: Wie sieht es mit dem Handling bei den vorgestellten Gurten aus? Punkt eins ist schnell abgehakt. Alle Verschlussschnallen laufen gut und lockern sich auch nicht.

Ob die Materialschlaufen eher vorn sitzen oder weiter hinten, ist Geschmacksache. Je weiter vorn, desto besser ist das ganze Material einsehbar, baumelt aber im Extremfall auf den Oberschenkeln. Weit vorn sitzt das Material etwa bei den Gurten von Black Diamond, Edelrid, Mammut, Petzl oder Singing Rock. Am weitesten hinten sitzen die Schlaufen von Skylotec. Am besten zu handeln sind Materialschlaufen mit steifem, horizontalem oder leicht nach vorn abfallendem Steg. Bei halbrunden Schlaufen können die Karabiner leicht übereinander rutschen und sich gegenseitig verhaken. Dünne oder sehr weiche Materialschlaufen, wie sie bei manchen Gurten als hinteres Paar verwendet werden, lassen sich nicht optimal handhaben.

Ein weiterer Punkt ist die Symmetrie des Gurtes am Körper. Da alle hier vorgestellten Modelle nur eine Schnalle am Hüftgurt haben, lassen sie sich nicht aktiv zentrieren. Je nachdem wie weit der Gurt zugezogen wird, hängen dann die Materialschlaufen links oder rechts etwas weiter hinten oder vorn. Um dem entgegen zu wirken, nähen Ocún und Rock Empire ihre Materialschlaufen etwas asymmetrisch an. Alle anderen Modelle sitzen nur bei komplett geschlossenem Gurt symmetrisch. Tipp: Gurt so kaufen, dass er mit T-Shirt darunter komplett geschlossen werden kann. Ausnahme: Man hat vor abzunehmen.

Fazit

Unsere breite Auswahl bedingt, dass nicht alle Gurte miteinander vergleichbar sind. Wer Wert auf Gewicht legt, findet mit dem Camp Flash einen preiswerten Gurt. Ebenfalls einen Preistipp erhält Singing Rock für seinen Onyx, einen rundum soliden Sportklettergurt ohne nennenswerte Schwächen. Top in Sachen Komfort und Handling sind der Hirundos von Petzl, der Edelrid Ace und der Solution Guide von Black Diamond. Das Trio hat sich eine Empfehlung verdient.

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Klettergurte

Die getesteten Klettergurte (2019) mit allen Testdaten im Detail

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Älterer Beitrag: 10 neue oder überarbeitete Klettergurte im Test (2015)

Komfort ist beim Klettergurt-Kauf das entscheidende Kriterium. Wir haben zehn neue oder überarbeitete Klettergurte probegeklettert.

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Hinweis: Einen tagesaktuellen Preisvergleich für die getesteten Klettergurte gibt's unten auf dieser Seite.

11 Klettergurte im Test (2017)

Kletterausrüstung bietet reichlich Diskussionsstoff. Man braucht nur am Fels oder in der Halle die Ohren zu spitzen: „Das Seil krangelt…, dieser Schuh hat mehr Vorspannung und steht besser…, jenes Sicherungsgerät lässt sich besser bedienen …“ Debatten über Klettergurte sind mir aber bisher noch nicht zu Ohren gekommen.

Dabei erfüllt der Klettergurt als Bindeglied zwischen Köper und Seil nicht nur eine wichtige Aufgabe, sondern trägt durch Komfort und gutes Handling zum Kletterspaß, ja sogar zum Gelingen einer Route bei. Das sind auch die Kriterien, welche die Hersteller immer weiter zu verbessern suchen.

Für uns ein Grund, die aktuellsten Klettergurt-Modelle näher anzuschauen. Das Testfeld reicht dabei vom Ausstattungsriesen für Trad-, Alpin- und Bigwallrouten über universell einsetzbare Allrounder bis zum extrem leichten Sportklettergurt.

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Hersteller
Von der Innovation zum Klassiker: Der Klettergurt Petzl Hirundos in seiner neuen Version.

Wie bequem ist der Klettergurt? Komfort geht vor

Vom Sicherheitsaspekt her ist die Sache klar: Ein Klettergurt soll die beim Sturz auftretenden Kräfte gleichmäßig und schonend auf den Körper übertragen. Das ist zwar die wichtigste, aber nicht die häufigste Aufgabe. Am meisten belastet wird ein Gurt beim Abseilen, beim Hängen am Stand oder beim Auschecken einer Route. Und dabei soll er vor allem bequem sein und eine möglichst aufrechte Hängeposition bieten.

Gerade in diesem Punkt scheinen die Hersteller in letzter Zeit an den Geometrien getüftelt zu haben. Wiesen vor ein paar Jahren noch einige Klettergurte die Tendenz auf, beim freien Hängen nach hinten zu kippen, so baumelt es sich nun mit allen Gurten im Feld relativ entspannt und aufrecht am Seil. Dass beim Hängen nichts zwickt oder drückt, lässt sich entweder durch breite Bänder oder dicke Polster erreichen. Am bequemsten hängt es sich auf Dauer im AR 395a von Arc‘teryx. Aber die ganze Reihe an Modellen mit vier Sternen in der Hängewertung stehen dem Arc‘teryx-Gurt kaum nach.

Unter den breiten Bändern und dicken Polstern wird es aber schnell warm, was sich in einem verminderten Tragekomfort bemerkbar macht. Hier punkten die luftigen Modelle von Mammut und Ocùn. Wie bequem der Klettergurt voll beladen auf der Hüfte sitzt, fließt ebenfalls in den Punkt Tragekomfort mit ein.

Klettergurt-Ausstattung: das Drum und Dran

Wie gut laufen die Schnallen? Wie groß sind die Materialschlaufen? Lassen sie sich gut bedienen und sind sie gut erreichbar? Kurzum: Wie sieht es mit dem Handling bei den vorgestellten Klettergurten aus? Punkt eins ist schnell abgehakt. Alle Verschlussschnallen laufen gut und lockern sich auch nicht. Beal spendiert dem Rebel zwei Schnallen am Hüftgurt. Beim Renegade von DMM ist das Polster auf dem Hüftband verschiebbar. Diese beiden Gurte lassen sich dadurch besser zentrieren, so dass die Materialschlaufen immer symmetrisch am Körper sitzen. Bei allen anderen Klettergurten ist dies nur beim komplett geschlossenen Gurt der Fall.

Ob die Materialschlaufen eher vorn sitzen oder weiter hinten, ist Geschmacksache. Je weiter vorn, desto besser ist das ganze Material einsehbar, baumelt aber im Extremfall auf den Oberschenkeln. Ganz vorn sitzt das Material beim mit drei Schlaufenpaaren ausgestatteten Gurt von DMM. Am weitesten hinten sitzen die Schlaufen bei den Klettergurten von Edelrid und Camp. Am besten zu handeln sind Materialschlaufen mit steifem, horizontalem oder leicht nach vorn abfallendem Steg. Bei halbrunden Schlaufen können die Karabiner leicht übereinander rutschen und sich gegenseitig verhaken.

10 Klettergurte getestet – Fazit und Empfehlungen

Das Testfeld bietet für alle Ansprüche den passenden Gurt. Wer als Sportkletterer aufs Gewicht schaut, ist mit dem Mammut Zephir und dem Petzl Hirundos gut bedient. Camp und Ocùn bieten voll ausgestattete Allrounder zu einem günstigen Kurs und erhalten einen Preistipp. Am bequemsten hängt es sich im Gurt von Arc‘teryx, der sich zusammen mit den Gurten von Beal und Black Diamond eine Empfehlung verdient hat.

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Klettergurte

Die getesteten Klettergurte (2015) mit allen Testdaten im Detail:

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