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Schlafsäcke im Test 2011

Test: Schlafsäcke für Sommer und Winter

Im Test: Vom Leichtgewicht für den Sommer über Allrounder bis zu Schlafsäcken für den Wintereinsatz.

Auf dem Monitor leuchtet ein wurmähnliches, in allen Regenbogenfarben leuchtendes Ding. Es sieht aus wie eine große bunte Raupe. Doch es ist keine Raupe.

Für den Schlafsacktest hat die Testcrew unseres Schwestermagazins outdoor das Kühlhaus des Stuttgarter Zoos Wilhelma gemietet. Darin wird nach Schwächen gejagt, und zwar mit Hilfe ­einer Datatec-Wärmebildkamera. Sie macht Kältebrücken sichtbar. An diesen Schwachpunkten kriecht die Kälte in den Schlafsack. Gelbe Stellen­ ­bedeuten: Hier kommt sie rein, dunkle Flecken zeigen, wo die Testmodelle warmhalten. Im Idealfall gibt es relativ wenig Farbschattierungen – das deutet auf eine sehr gleichmäßige Isolationsschicht hin.

Zehn Schlafsack-Modelle hat das outdoor-Testteam in ­Praxis und Labor unter die Lupe genommen, die spannendsten Neuheiten der letzten zwölf ­Monate. Das Spektrum reicht vom superleichten Sommerschlafsack mit 440 Gramm über ein halbes Dutzend Dreijahreszeitenmodelle für den Einsatz von Frühjahr bis Anfang Herbst; bis zu zwei besonders prall gefüllten Testteilnehmern: Sie eignen sich in unseren Breiten sogar für den Wintereinsatz. Acht Schlafsäcke im Test besitzen eine Daunenfüllung, zwei isolieren mit Kunstfasern.

Im Test: Acht Daunen- und zwei Kunstfaser-Schlafsäcke

Daunen-Modelle

  • Lestra Light Ultra 190, Preis: 259,- Euro
  • Marmot Plasma 30 Reg, Preis: 430,- Euro
  • Salewa Myon –2 SL, Preis: 370,- Euro
  • Sea-To-Summit Micro MC III Reg, Preis: 410,- Euro
  • Yeti V.I.B. 400 L, Preis: 370,- Euro
  • Deuter Neosphere –10° Reg, Preis: 280,- Euro
  • Feathered Friends Puffin, Preis: 549,- Euro
  • Carinthia Discover 800 M, Preis: 629,- Euro

Kunstfaser-Modelle

  • The North Face Cat‘s Meow Reg, Preis: 160,- Euro
  • Mammut Ajungilak Alpine Winter, Preis: 270,- Euro

Schlafsack-Check mit Wärmebildkamera

Der Check mit der Wärmebildkamera zeigt beispielsweise, dass bei zwei Testkandidaten die Reißverschluss-Abdeckung etwas zu schwach dimensioniert ist, bei zwei anderen entweicht warme Luft aus dem Schlafsackinnern, weil die Kapuze ums Gesicht ­herum nicht ganz sauber abschließt. Zwei der Daunenschlafsäcke wurden stellenweise ­etwas zu schwach gefüllt. Bewegt sich der Schläfer, verrutscht die Füllung, so dass manche Bereiche nur noch wenig isolieren. Rund die Hälfte des Testfelds gibt sich aber keine wirkliche Blöße. Im Gegenteil: Die Thermoaufnahmen bringen auch ausgeprägte Stärken ans Licht, zum Beispiel besonders prall ­gefüllte Wärmekragen und Kapuzen.

Isolationsmessungen im outdoor-Labor

Isolationsmessungen im outdoor-Labor ergänzen die Wärmebildprüfung. So lassen sich sehr genaue Angaben ermitteln, bis zu welchen Temperaturen die Schlafsäcke eingesetzt werden können. Die obere Angabe (Komfortwert) gilt für alle, die schnell frieren; der ­Limitwert für wenig kälteempfindliche Personen.

Kletterhelme 2011

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Testergebnisse und Fazit

Der wärmste Kandidat im Test ist der Discover von Carinthia: Sein Temperaturlimit liegt bei satten minus 18 Grad – kein Wunder, dass er im letzten Winter regelmäßig zum Einsatz kam. »Viel zu warm«, stellte hingegen Praktikantin Katharina Baus bei der letzten Testtour auf der Schwäbischen Alb fest, als sie mitten in der Nacht bei 10 Grad Außentemperatur mit hochrotem Kopf den Reißverschluss aufreißt, um sich abzukühlen.

An diesem Wochenende macht der Puffin von Feathered Friends, mit einem Limitwert von minus 15 Grad der zweitwärmste Schlafsack, eine bessere Figur. Weil es bei ihm ­keine Trennwand zwischen Ober- und Unterseite gibt, schüttelte Tester Johannes Butscher abends einen Teil der Daune auf die Schlafsackunterseite, um den Temperaturbereich anzupassen. Der ums Fußteil umlaufende Reißverschluss und die sehr weit zu öffnende Kapuze sorgen für eine top Ventilation. ­»Ohne jeden Zweifel ein bis ins Detail ausgereifter Allrounder«, fasst outdoor-Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka das Ergebnis zusammen.

»Aber nicht jeder braucht einen so warmen Schlafsack«, ergänzt er. Recht hat er: von Ende Frühjahr bis Anfang Herbst reicht in der Regel eines der drei empfehlenswerten Dreijahreszeitenmodelle aus dem Test. Diese bieten ein Temperaturlimit von minus vier bis minus zehn Grad und eignen sich auch für leichten Frost, mit dem man in den Bergen oder im hohen Norden immer rechnen muss. Tester Ralf Wildermuth schwört auf das wärmste Modell dieses Trios, den Neosphere von Deuter (Limitwert: minus zehn Grad). »Ich friere schnell und brauche die Reserven«, ­erklärt er seine Entscheidung in der Runde – in anderen Modellen hatte er in kühleren Nächten bei um die null Grad gefroren.

Schlafsäcke im Test 2011

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Extraleichter Schlafsack

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outdoor
Der Yeti V.I.B. 400 bringt ­gerade einmal 850 Gramm auf die Waage.

Die Grammzähler im Team hingegen schwärmen für den Yeti V.I.B. 400 (Limitwert: minus vier Grad). Dieser bringt ­gerade einmal 850 Gramm auf die Waage – rund ein halbes Kilo weniger als das Deuter-Modell, sein Packmaß liegt bei kompakten 4,9 Liter. Das Kunststück gelingt, weil Yeti enorm leichte Gewebe verarbeitet und die Hülle mit hochwertigster Daune füllt. Sie isoliert bei gleichem Gewicht besser als jedes andere Füllmaterial. Die wichtigste Kennzahl für die Daunenqualität ist die Cuin-Angabe. Sie beschreibt, wie viel Luftvolumen eine Unze (28,35 Gramm) Daune einnimmt. Je höher der Wert, desto besser. Bei Spitzenqualitäten liegt er bei über 800 cuin – »Ob 800, 850 oder 900 cuin, ist aber nebensächlich. Außerdem gibt es ­unterschiedliche Messmethoden, deren Werte sich nicht direkt vergleichen lassen«, sagt der Ausrüstungsexperte Boris Gnielka.

Skandinavien-Fans sollten den Mammut-Kunstfaserschlafsack Probe liegen: Der Ajungilak Alpine Winter wird mit einem Limitwert von minus acht Grad seinem Namen zwar nicht ganz gerecht, er bietet aber dennoch eine hervorragende Leistung. Mit 1490 Gramm wiegt er zehn bis zwanzig Prozent weniger als ähnlich warme Kunstfasermodelle. Außerdem ­behält er im Gegensatz zu Daunenschlafsäcken einen Großteil seiner Isolationsleistung, wenn er mehrere Tage nicht gründlich getrocknet werden kann – im Norden ein Vorteil. Das rechtfertigt das im Vergleich zu den Daunenschlafsäcken höhere Gewicht und das nicht ganz so kuschelige Schlafgefühl.

Für reine Sommertouren ist dagegen der Light Ultra von Lestra eine sehr gute Wahl. ­Gewicht (440 Gramm) und Packmaß (2,5 Liter) liegen sensationell niedrig, die Isolation geht für einen so leichten Schlafsack voll in Ordnung. Kälter als zehn Grad sollte es aber nicht werden, sonst wird es zu frisch. Den passenden Schlafsack gibt es also für jeden - solange man weiß, wofür man ihn braucht.

Die Ergebnisse des Schlafsacktests im Überblick:

Feathered Friends Puffin (Kauftipp) Daune 549 Euro überragend
Yeti V.I.B. 400 L (Kauftipp) Daune 370 Euro sehr gut
Mammut Ajungilak Alpine Winter Kunstfaser 270 Euro sehr gut
Carinthia Discover 800 M Daune 629 Euro sehr gut
Sea To Summit Micro MC III Reg Daune 410 Euro sehr gut
Deuter Neosphere –10° Reg Daune 280 Euro sehr gut
Lestra Light Ultra 190 Daune 259 Euro sehr gut
Marmot Plasma 30 Reg Daune 430 Euro gut
The North Face Cat‘s Meow Reg Kunstfaser 160 Euro gut
Salewa Myon –2 SL Daune 370 Euro befriedigend

Kletterhelme 2011

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Die Temperaturangaben im Überblick

Temperaturangaben
Die outdoor-Temperaturangaben basieren auf einem einzigartigen Testverfahren. Zuerst misst das outdoor-Labor die Wärmeleistung der Isolationsschicht und prüft die Atmungsaktivität der Stoffe. Denn nur, wenn die vom Schläfer über Nacht abgegebene Feuchtigkeit (über ein Viertelliter) aus dem Schlafsack entweicht, behält er die volle Wärmeleistung.

Temperaturempfinden
Jeder Mensch empfindet Temperaturen anders. Daher gibt outdoor zwei Temperaturwerte an: Der Komfortwert (rot) gilt für alle, die schnell frieren; die Übergangs- oder Limitangabe (orange) für Hitzköpfe. Sie gelten aber nur, wenn die Kapuze bis auf eine kleine Atemöffnung geschlossen und eine ausreichend warme Isomatte verwendet wird. Matten-Tipps für Temperaturen bis zum Gefrierpunkt: Exped Synmat UL, Therma-Rest Neo Air. Für Temperaturen unter null empfiehlt outdoor folgende Matten: die mit Daunen gefüllte Exped Downmat, die Lestra Sleep Diamond Light Plus und von Robens die Trekking 38.

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outdoor
Leistungsnachweis: der outdoor-Temperaturbereich

Schlafsäcke im Test 2011

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Eine prall gefüllte Kapuze schützt den empfindlichen Kopfbereich.

Konstruktion
Mit einer Wärmebildkamera von Datatec (www.datatec.de) bewertet die outdoor-Testcrew die Konstruktion. Aus Atmungsaktivität der Materialien, Isolation und Wärmebildcheck wird dann mit Hilfe von Referenzmodellen der Temperaturbereich ermittelt.

Wärmekragen
Wer die Kapuze aus Platzangst kaum zuzieht, braucht ein warmes Modell mit dickem Wärmekragen. In diesem Test sind das Carinthia, Deuter und Feathered Friends.

Kletterhelme 2011

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