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OD 1010 Stirnlampentest Blackdiamond Aufmacher Black Diamond Equipment Ltd
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Stirnlampen im Test

Leuchtmittel

Kletterer und Bergsteiger sind, meist sogar freiwillig, eine recht nachtaktive Spezies. Da kann eine gute Lampe schnell zu einem Sicherheitsfaktor werden. Wir haben acht aktuelle LED-Stirnlampen für euch ausprobiert.

Starkes Fernlicht und gleichmäßiges Abblendlicht: Die Anforderungen an einen Autoscheinwerfer sind die gleichen wie an eine vielseitig einsetzbare Stirnlampe. Wer im Dunkeln nach dem Routenverlauf, dem nächsten Haken oder dem nächsten Steinmann im Zu- oder Abstieg spähen will, braucht ein leistungsstarkes Spotlicht. Eine gleichmäßige Ausleuchtung im Nahbereich sorgt für sicheres Gehen oder Klettern. Schatten im Leuchtbild oder ein zu enger Lichtkegel irritieren hierbei, da man ja den Kopf und damit auch den Lichtkegel immer hin und her bewegt. Aber auch zum Lesen oder Kochen ist eine gute Ausleuchtung angenehm.
Zusammen mit unseren Kollegen vom outdoor-Magazin, die den Lampen mit Lichtmessgeräten und Uhr zuleibe gerückt sind, haben wir acht aktuelle kompakte Stirnlampen auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.

So haben wir getestet

KL Stirnlampen im Test
© R.B. / Pixelio
Ob diese Stirnlampe auf dem Kopf saß?

Zur Ermittlung der minimalen Leuchtdauer und der maximalen Leuchtweite wurde in der hellsten Betriebsstufe die Lichtstärke (Lux) in einer Entfernung von zwei Metern gemessen. Als niedrigste sinnvolle Lichtstärke hat sich in der Praxis ein Wert von 2,5 Lux erwiesen. Bei diesem Wert ist es noch gut möglich, einen Weg zu halten oder ein Zelt aufzubauen. Die Leuchtweite wurde dann aus der Lichtstärke errechnet. Dieser theoretische Wert stimmt mit Erfahrungen in der Praxis recht gut überein. Die Leuchtweite in der Praxis zu messen, ist schwierig, da die Wahrnehmung des Auges von vielen Faktoren abhängt wie Untergrund oder Umgebungshelligkeit und natürlich vom Auge des Betrachters selbst.

Bei der Messung der maximalen Leuchtdauer ist bei LED-Lampen immer viel Geduld angesagt. Gemessen wird hier in der niedrigsten Helligkeitsstufe, der Grenzwert liegt bei 0,25 Lux. Bei dieser Lichtstärke kann man gerade noch so lesen.
Die reine Lichtausbeute und das Leuchtbild sind aber nicht die einzigen Kriterien für eine alltagstaugliche Lampe. Wer viel im Winter oder alpin unterwegs ist, sollte ruhig Handschuhe zum Lampenkauf mitnehmen. Auch sollten die Tasten so konstruiert sein, dass sich die Lampe im Rucksack nicht versehentlich selbst einschaltet.
Eine rote LED braucht man zwar nicht unbedingt, sie kann aber in manchen Situationen ganz praktisch sein. Wer im Hüttenlager nachts raus muss, stört seine Schnarchgenossen kaum und stolpert trotzdem nicht über alles mögliche. Wenn es in der Dämmerung zwar schon hell genug ist, um zu gehen, aber noch nicht, um etwa die Karte zu lesen, freut sich das Auge, da es sich durch das Rotlicht nicht neu adaptieren muss.

KL Stirnlampen im Test
© Tobias Zeller / Pixelio
LEDs haben die Stirnlampen revolutioniert.

Zwar ist der Batterieverbrauch von LED-Lampen um ein Vielfaches geringer als bei Glühbirnen, umweltfreundlicher ist der Betrieb mit Akkus aber trotzdem. Deswegen haben wir alle Lampen auch mit Akkus getestet. Die erfreuliche Nachricht: Alle Lampen im Test sind akkutauglich und bringen es mit vollen Akkus teilweise sogar auf höhere Leuchtweiten als mit Batterie. Die schlechte Nachricht: Nach rund drei Stunden ist bei Volllast Schluss und die Leistung nimmt rapide ab. Das sollte derjenige, der seine Lampe mit Akkus betreibt, immer im Hinterkopf haben.

Fazit und Empfehlung

Erfreulicherweise sind LED-Lampen bei gestiegener Leistung in den letzten Jahren immer kompakter und leichter geworden. Fasst man alle Kriterien zusammen, so schneiden die Modelle von Black Diamond und Petzl am besten ab. Die Tikka XP2 überzeugt mit der zweitbesten Leuchtweite und einer sehr gleichmäßigen Ausleuchtung. Die Cosmo leuchtet zwar etwas weniger weit, bietet aber ein ähnlich gleichmäßiges Leuchtbild sowie eine unübertroffene maximale Leuchtdauer zu einem sehr günstigen Preis.

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Die Stirnlampen im Detail:

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Stirnlampen im Akkubetrieb (plus: Datenblatt zum Download)

Alle Lampen, die wir hier im Test vorstellen, können mit Akkus betrieben werden. Was nicht selbstverständlich ist. Es gibt immer noch einige Lampen, die nicht mit Akkus betrieben werden können. Das Grundproblem dabei ist der Spannungsunterschied zwischen Batterie (1,5 V) und Akku (1,2 V) und die Elektronik, die in jeder LED-Lampe steckt. Im Gegensatz zur Glühbirne, die direkt an die Stromquelle angeschlossen werden kann, braucht die LED eine Regelung, die sie mit einer spezifischen Kombination aus Strom und Spannung versorgt, und die muss eben den Spannungsunterschied von Batterie und Akku verkraften können.

Ein weiteres Problem ist die hohe Selbstentladung von normalen NiMH-Akkus. Diese ist konstruktions­bedingt, je nach Qualität und Bauart leert sich ein solcher Akku im ungünstigsten Fall innerhalb weniger Tage selbst. Es nützt also nichts, auf längere Trips oder Expeditionen einen Rucksack voll geladener Akkus mitzunehmen, wenn man keine Möglichkeit hat, diese nachzuladen. Abhilfe versprechen die sogenannten „Ready to use“ oder „eneloop“ Akkus. Diese liegen in der maximalen Kapazität zwar niedriger (AAA 800 mAh) als die üblichen NiMH-Akkus, verlieren aber über längere Zeiträume wesentlich weniger Energie (knapp fünf Prozent in zehn Tagen).

Lithium-Ionen Akkus wie in Handys haben übrigens eine wesentlich höhere Leistungsdichte als NiMH-Akkus. Erste Modelle mit solchen Akkus, wie etwa die Sprinter von Black Diamond, sind am Markt. Und Petzl bringt demnächst einen Akkupack für die Tikka- und Zipka-Modelle.

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Petzl und Black Diamond liegen vorn beim Akkubetrieb.

Acht Stirnlampen im Test

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Diagramm Stirnlampen im Batteriebetrieb

KL Stirnlampentest Diagramm Batterien
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(Klick aufs Bild öffnet die Großansicht)

Diagramm Stirnlampen im Akkubetrieb

Die Kurven für den Betrieb mit Akkus, also aufladbaren Batterien, findet Ihr hier. Ganz unten auf dieser Seite findet Ihr das Diagramm als PDF zum Herunterladen.

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