KL Kletterschuh-Test 2012 Five Ten Dragon Ralph Stöhr
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Test Kletterschuhe

Kletterschuhe 2012 im Test

24 Kletterschuhe im Test: Am Fels und in der Kletterhalle mussten diese Kletterschuhe zeigen, was sie drauf haben.

Hinweis: Einen tagesaktuellen Preisvergleich für die getesteten Kletterschuhe gibt's unten auf dieser Seite.

Wer auf Gummi und gelegentlich ein bisschen Schmerz steht,
ist beim Klettern bekanntlich richtig. Erstens steht man hier ganz buchstäblich auf Gummi, und das – wenn der Kletterschuh es hergibt – sogar sehr gefühlvoll. Zweitens erlebt man zumindest in der Phase des Einkletterns neuer Schuhe doch immer noch einen sanften Druck auf die Zehen (und manchmal die Ferse), der an warmen Tagen dann auch in zarten Schmerz übergehen kann.

(Hier geht's zum Kletterschuh-Test 2014)

Wobei der 2012er-Jahrgang der Kletterschuhe in dieser Hinsicht versöhnlich stimmt: Fast alle Schuhe erwiesen sich als ausreichend komfortabel (obwohl wir sie zu Testzwecken gerne etwas enger wählen). Richtig böse Druckstellen gibt es nicht mehr.

Auch hinsichtlich der Performance am Fels und am Plastik überzeugt der Jahrgang 2012: Richtig schlecht zu kletternde Schuhe waren keine dabei.

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Der japanischen Legende nach war Kintaro ein mutiger, starker und aufrichtiger Junge - idealer Namenspate für den Kletterschuh von Boreal.

Große Unterschiede gibt es natürlich trotzdem, schon weil die Schuhe für ganz unterschiedliche Zielgruppen konzipiert sind. In unserer Übersichtstabelle (auf der nächsten Seite) haben wir sie deshalb in drei Kategorien eingeteilt: eher komfort-orientierte Allrounder, High-End-Sportkletterschuhe und Boulderwaffen.

Die Einteilung beruht auf einer Mischung aus unserer Erfahrung und den Angaben der Hersteller. Die Übergänge sind fließend, und man kann mit einem High-End-Sportkletterschuh auch bouldern und anders herum. Wir wollen aber aufzeigen, wie die Modelle am ehesten einzuordnen sind.

Relativ wenig Neues gibt es in technischer Hinsicht zu vermelden. Boreal verbaut mit dem Zenith einen neuen Sohlengummi, der einen guten Eindruck macht. Five Ten beteuert, die Stealth HF Sohle sei so abriebfest – natürlich bei bester Reibung –, dass die Sohlendicke von 2,5 Millimetern ausreichend Haltbarkeit biete. Das konnten wir innerhalb der Testperiode nicht überprüfen. Was die Reibung angeht, sind inzwischen aber erfreulich viele gute Sohlen auf dem Markt.

Kletterschuhe im Test - Fazit und Empfehlung

KL Kletterschuh Five Ten Blackwing W
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Ein bisschen aggro, ein bisschen Softie: der Blackwing von Five Ten.

Aus dem großen Feld der insgesamt recht überzeugenden Schuhe heben sich einzelne doch noch besonders ab: Bei den Boulderwaffen waren dies der Five Ten Blackwing, der La Sportiva Futura, der Scarpa Boostic und der Kintaro von Boreal. Bei allen stimmen Passform und Performance. Fürs Sportklettern und als Allrounder überzeugen besonders der Inti von Tenaya, der Pontas II von Evolv und der Technician von ClimbX. Von den Schuhen deutlich unter 100 Euro gefielen uns der Mad Rock Flash 2.0 als Komfortschuh und der Rock Pillars Rebel QC als sportliches Modell sehr gut.

Auf der nächsten Seite: Worauf es ankommt - wie ist ein Kletterschuh aufgebaut, welche Faktoren wirken auf Komfort und Performance?

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Kletterschuhe (sofern Angebote vorhanden)

Die getesteten Kletterschuhe mit allen Testdaten im Detail:

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Kletterschuhe - worauf es ankommt

1. Die Anziehschlaufen
Zwei Schlaufen sind Standard. Sie sollen so sitzen, dass sie den Einstieg in den Schuh wirklich erleichtern, entweder leicht links und rechts der Achillessehne oder eine zentral hinten und eine etwas nach innen versetzt. Sie müssen groß genug sein, dass die Finger bequem hineinpassen. Und sie sollen nicht reißen!

2. Die Ferse
Die Ferse soll möglichst ohne Luft am Fuß sitzen. Alle Schuhe haben ein über der Ferse umlaufendes Gummiband, das die Vorspannung herstellen und halten soll. Das darf nicht zu sehr auf die Achillessehne drücken. Zum Hooken sollte die Ferse gut gummiert sein, außerdem darf beim Hook die Ferse nicht vom Fuß rutschen.

3. Die Form des Schuhs
Die Leisten der Kletterschuhe reichen von leicht bis extrem asymmetrisch. Dazu kann die Sohle im Zehenbereich eher gerade sein oder mehr nach unten zeigen (Downturn). Stark asymmetrische Kletterschuhe mit starkem Downturn sind fürs Bouldern und in überhängendem Gelände geeignet, weil man mit den Zehen ziehen kann. Allerdings sind sie meist weniger komfortabel als geradere Schuhe.

4. Die Front
Die Zehenbox kann mehr oder weniger schmal ausfallen, rund oder sehr pointiert sein, etwas höher oder niedriger. Schmal, pointiert und flach ist gut zum Antreten auch in kleinen Löchern. Um die richtige Passform für den eigenen Fuß zu finden, muss man Anprobieren. Der große Zeh soll möglichst genau an der Spitze des Schuhs sein. Die Zehen sollen rundum fest umschlossen sein, ohne dass der Druck zu Schmerzen führt. Eine Gummikappe oben auf der Zehenbox ist für Toehooks ideal.

5. Das Obermaterial
Im Prinzip gibt es zwei Varianten: Spaltleder oder Synthetik. Spaltleder passt sich sehr gut an den Fuß an, lässt etwas Luft durch und nimmt Schweiß auf. Allerdings dehnt es sich im Lauf der Zeit, was zwar komfortabel ist, aber für die Performance des Schuhs negativ sein kann. Synthetik-Materialien sind inzwischen ebenfalls angenehm weich, ohne sich groß zu dehnen. Allerdings riechen die Synthetik-Schuhe immer noch schneller (und strenger) als Lederschuhe.

6. Der Verschluss
Der Verschluss soll den Schuh sicher am Fuß fixieren. Bei Schnürschuhen sind die Schnellschnürungen wesentlich komfortabler als die klassische Schnürung durch Löcher. Der Schnürsenkel sollte gut laufen und lang genug sein. Bei Velcros dürfen die Velcrostreifen, vor allem aber die Metallschnallen nicht drücken und nicht so sitzen, dass sie beim Antreten oder Hooken stören könnten. Eine gut gefütterte Zunge sorgt für zusätzliche Komfort. Wenn die Zunge seitlich im Schuh fixiert ist, kann sie sich beim Einstieg in den Schuh nicht einrollen.

7. Das Innenleben
Auch die Innereien entscheiden über Komfort und Performance. Schuhe mit Innenfutter sitzen bequemer und dehnen sich weniger, werden aber auch wärmer. Eine Innensohle aus Leder hilft, Schweiß aufzunehmen und Gerüche zu minimieren. Die sogenannte Zwischensohle (zwischen Schuh-Innerem und der Sohle) bestimmt die Schuhhärte im Vorderfuß und damit auch die Sensibilität und das Gefühl beim Antreten.

KL Kletterschuh - Details
Redaktion klettern
Kletterschuh - Details

Kletterschuhe im Test - alle Modelle im Vergleich

KL Kletterschuhe 2012 TAbelle
Redaktion klettern
Kletterschuh-Test 2012: die große Übersichtstabelle.

In unserer Übersichtstabelle haben wir die Kletterschuhe aus dem Test in drei Kategorien eingeteilt: eher komfort-orientierte Allrounder, High-End-Sportkletterschuhe und Boulderwaffen.

Die Einteilung beruht auf einer Mischung aus unserer Erfahrung und den Angaben der Hersteller. Die Übergänge sind fließend, und man kann mit einem High-End-Sportkletterschuh auch bouldern und anders herum. Wir wollen aber aufzeigen, wie die Modelle am ehesten einzuordnen sind.

Außerdem lassen sich die verschiedenen Kletterschuhe der Saison hier direkt vergleichen, was unsere Testkriterien Komfort, Sensibilität, die Steh-Verhalten in verschiedenen Neigungen und das Hooken angeht.

Klick auf die Lupe öffnet die Großansicht; wer's ganz genau wissen will findet die Tabelle auch weiter unten als PDF zum Download

Hier Kletterschuhe online kaufen

Zum Download:

Kletterschuhe der letzten Saison:

Kletterschuhe 2011

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Alle Kletterschuhe aus dem Test 2012:

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Kletterschuhe müssen den Spagat schaffen zwischen bequem und performant....

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