KL_Gurt_09-12-15-Klettergurt--008 (jpg)
KL_Gurt_Stubai-TRIPLE (jpg)
KL_Gurt_Skylotec-GSC-0112-990_fro_300_000 (jpg)
KL_Gurt_Singing-Rock-Allroute-II (jpg)
KL_Gurt_Salewa-ENDURO-500 (jpg) 11 Bilder

Klettergurte im Test

Flugbegleiter

Die Sturzlast auf den Körper verteilen, bequemes Hängen und Sichern ermöglichen, das Material gut greifbar transportieren: Ein Klettergurt muss vielen Anforderungen gerecht werden. Wir haben die neuen Modelle für 2010 unter die Lupe genommen.

Der Klettergurt als Bindeglied zwischen Körper und Seil gehört zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen jedes Kletterers. Das Angebot an Gurten für verschiedene Einsatzzwecke ist groß, und jedes Jahr kommen etliche neue dazu. Unser Testfeld enthält die interessantesten Neuerungen für 2010 und umfasst das ganze Spektrum vom einfachen Sportklettergurt bis zum in alle denkbare Richtungen voll verstellbaren Alpingurt.

Hier Klettergurte online kaufen

Denn je unterschiedlicher die Bereiche sind, in denen ein Kletterer seinen Gurt nutzt, desto mehr Einstellmöglichkeiten sollte der haben. Wer seinen Gurt sowohl zum Sportklettern als auch zum Eisklettern oder für alpine Hochtouren einsetzt, braucht verstellbare Beinschlaufen (weil eine Tourenhose mehr aufträgt als eine lässige Short). Auch zwei Schnallen am Hüftgurt machen dann Sinn: Sie erlauben eine weite Einstellbarkeit des Hüftumfangs (wenn zum Beispiel mit Fleece und Regenjacke geklettert wird) und gewährleisten, dass sich der Gurt symmetrisch am Körper ausrichten lässt.

Wie viele Schnallen braucht der Mensch?

Im Testfeld sind die Gurte von Salewa und Singing Rock derart voll verstellbar. Die Alternative zu zwei Schnallen am Hüftgurt besteht darin, die Polsterung des Hüftgurts gegen das tragende Band frei verschiebbar zu konstruieren. Damit ist der Hüftumfang nicht mehr ganz so variabel, aber der Gurt lässt sich symmetrisch ausrichten und man spart eine Schnalle. Die Gurte von Ocùn und Stubai haben dieses Feature.
Wer ausschließlich zum Sportklettern geht, der kann sich all das getrost sparen und einen einfacher zu bedienenden, normalen Sportklettergurt wählen. Der muss dann aber passen, wobei man beim Kauf dringend auch einen mehrminütigen Hängetest absolvieren sollte. Im direkten Vergleich zeigt sich dann schnell, worin man bequemer sitzt.

Beim Komfort spielt zum einen die Breite und Polsterung der Gurtbänder eine große Rolle, zum anderen aber auch, wie sich die Last vor allem auf die Beinschlaufen überträgt. Für lange Sicherungs-Sessions ist ein hinten breiter Hüftgurt angenehm, beim langen Hängen neigen schmale Beinschlaufen meist mehr zum Einschneiden als breitere.

Neue Trends und Ideen

Bahnbrechende Neuerungen blieben 2010 aus. Dennoch gibt es einige interessante Trends. So setzen Black Diamond, Edelrid und Mammut bei den hier vorgestellten Modellen auf laminierte Gurtbänder, statt tragendes Band und Polsterung zu vernähen. Vorteil: Die Gurte werden dünner und leichter. Wobei der Chaos von Black Diamond mit den breitesten Bändern und der dicksten Polsterung in diesem Trio deutlich den besten Hängekomfort bietet (aber auch der schwerste dieser drei Gurte ist).
Wirklich neue Sicherheitsfeatures waren dieses Mal nicht dabei, immerhin verbreiten sich Konstruktionen wie der Abriebschutz aus Kunststoff am Einbindepunkt (Mammut und Edelrid) oder der Wear Indicator als Anzeige für Abnutzung der Einbindepunkte (Mammut und Wild Country) langsam.

Ansonsten sind noch die RockLock-Schnallen von Singing Rock hervorzuheben, die sich sehr leicht komplett öffnen lassen – ganz geschickt im alpinen Einsatz.
Wie bei vielen Kletterprodukten gibt es auch bei Gurten immer mehr Frauenmodelle. Bei diesen ist nicht nur das Verhältnis von Hüftgurt- zu Beinschlaufenumfang, sondern auch die Distanz der Beinschlaufen zur Einbindeschlaufe an die weibliche Anatomie angepasst. Wir haben als Frauenmodell den Elite Vision Woman von Wild County im Test (den es auch für Männer gibt). Ansonsten wäre nur noch Edelrids Neo als Frauen­modell unter dem Namen Lilou erhältlich.

Hier Klettergurte online kaufen

Fazit und Empfehlung

Wer einen möglichst komfortablen Sportklettergurt sucht, ist mit Black Diamonds Chaos gut beraten. Der Gurt mit dem höchsten Preis bietet auch ebensolchen Hängekomfort und ist rundum gut zu bedienen. Ein ebenfalls komfortabler und dazu leichter und günstiger Sportklettergurt ist der Sirion von Rock Empire, der sich den Preistipp mit dem Triple von Stubai teilen darf. Der Triple ist quasi die Allround-Variante des Sirion mit mehr Einstellmöglichkeiten. Frauen erwartet mit dem Vision Adjust von Wild Country Komfort und gute Ausstattung.

Weitere Artikel:

KL Finger Tapen fürs Klettern - teaser
Szene
KL Ein bisschen Angst
Training
KL Karabiner Wales
Kletter-Gear
KL-Alpintipps-CIMG5996 (jpg)
Training
KL Googlekarte Kletterhallen Teaser
Szene
KL-Einste-TR2-IMG_2173 (jpg)
Training
KL Michi Wohlleben Frankenjura
Training
KL Sportklettern auf Teneriffa (TEASER+Bigsize)
Spanien
KL_Gurt_DSC_0177 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0158 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0160 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0162 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0164 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0166 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0168 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0169 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0171 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0173 (jpg)
Kletter-Gear
KL_Gurt_DSC_0157 (jpg)
Kletter-Gear

So funktioniert ein Gurt

Konstruktion Hüftgurt
Bei den Hüftgurten kann man im Prinzip vier Konstruktionen unterscheiden: Ganz klassisch ist ein umlaufendes, tragendes Gurtband, das mit der Polsterung vernäht ist. Dieses Gurtband kann auch gesplittet sein und die Polsterung oben und unten einfassen. Bei der zweiten Konstruktion ist das Gurtband nicht vernäht, sondern kann gegen die Polsterung verschoben werden. Dadurch lässt sich der Gurt immer symmetrisch am Körper ausrichten. Bei der dritten Konstruktion sind tragendes Band und Polsterung laminiert, wodurch sich sehr flache und leicht Gurte konstruieren lassen. Und schließlich gibt es die bisher nur von Arc‘teryx verwendete Methode, bei der das tragende Gurtband selbst so breitenvariabel und weich ist, dass keine zusätzliche Polsterung mehr nötig ist.

Hier Klettergurte online kaufen

KL Klettergurt Beschreibung
Redaktion klettern

Klettergurte 2010

KL_Gurt_Wild-Country-Vision_Adjust_Womens_2009_10 (jpg)
KL_Gurt_Wild-Country-Vision_Adjust_Womens_2009_10 (jpg) KL_Gurt_Stubai-TRIPLE (jpg) KL_Gurt_Skylotec-GSC-0112-990_fro_300_000 (jpg) KL_Gurt_Singing-Rock-Allroute-II (jpg) 11 Bilder
KL Klettergurt Beschreibung
Redaktion klettern
(Klick auf das Bild öffnet die Großansicht)

Materialschlaufen und Co.
Alle vorgestellten Gurte kommen mit vier Materialschlaufen. Das ist Standard, um zum Beispiel vorne die Expressen, hinten Sicherungsgerät, Schraubkarabiner, Keile und ähnliches unterzubringen. Die meisten Schlaufen bestehen im Kern aus einem Textil, das von einem Kunststoff umhüllt wird (so dass Karabinernasen nicht so leicht hängenbleiben). Bei Black Diamond ist der umhüllende Kunststoff leicht rechteckig vorgeformt, sonst sind die Schlaufen meist rund. Nur Edelrid und Mammut bringen reine Kunststoffschlaufen, wobei sich die von Edelrid verschieben und sogar entfernen lassen. Die Materialschlaufen sollten nicht zu weit vorne sitzen, sonst baumeln die Expressschlingen oder Keile beim Klettern ständig auf dem Oberschenkel. Die hinteren Schlaufen sollten aber auch nicht zu weit hinten sitzen, sonst geraten sie völlig aus dem Blickfeld und sind nur noch blind zu bedienen.
Viele Gurte haben hinten einen Haulloop, an dem in großen Wänden ein Seil befestigt wird, mit dem später der Rucksack oder Haulbag nachgezogen wird. Dieser Loop kann natürlich auch als Chalkbag-Aufhängepunkt dienen.

Einbindepunkte
Beim Einbinden in den Gurt sind zwei Methoden gebräuchlich (und zulässig). Entweder fädelt man das Seil direkt durch die Einbindeschlaufe. Die ist von der Festigkeit dafür ausgelegt. Manche Hersteller heben die Einbindeschlaufe farblich ab. Bei der zweiten Methode wird das Seil durch die Einbindepunkte an Hüftgurt und Beinschlaufen gefädelt. Die sind deshalb bei allen Herstellern zumindest textil verstärkt, bei Mammut und Wild Country gibt es sogar eine farbige Anzeige (roter Kern), wenn die Umhüllung durchgescheuert ist. Mammut und Edelrid verstärken außerdem den Anseilpunkt an den Beinschlaufen mit einem Kunststoffeinsatz – Durchscheuern ist da praktisch ausgeschlossen.

Beinschlaufen
Die Beinschlaufen kommen entweder mit einem kleinen Gummispanner vorn oder mit Schnallen zum Einstellen des Umfangs. Den Umfang einzustellen macht vor allem bei Alpingurten Sinn, die auch mal über eine dicke Tourenhose passen müssen. Die hintere Aufhängung der Beinschlaufen ist bei vielen Gurten abklippbar. Damit kann man beim Toilettengang im Gurt und angeseilt bleiben – in großen Wänden durchaus sinnvoll.

Hier Klettergurte online kaufen

Weitere Artikel:

KL-Einste-TR2-IMG_2173 (jpg)
Training
KL Googlekarte Kletterhallen Teaser
Szene
KL Michi Wohlleben Frankenjura
Training
KL-Alpintipps-CIMG5996 (jpg)
Training
KL Jack Geldard klettert "Mandragora", Siurana
Szene
KL Karabiner Wales
Kletter-Gear
KL Ein bisschen Angst
Training
KL Finger Tapen fürs Klettern - teaser
Szene
KL Klettern auf der Festplatte _ TEaser
Szene

Sitzt, passt, hat Luft: Klettergurt richtig anpassen

Vor dem Einstieg in den Gurt sicherstellen, dass die Beinschlaufen nicht verdreht sind und richtig herum liegen. Einsteigen, hochziehen, Gurt mit Schnellverschluss-Schnalle fest anziehen. Ende des Gurtbandes verstauen. Der Gurt sollte oberhalb der Hüftknochen sitzen und so eng sein, dass er nicht rutschen kann.

Hier Klettergurte online kaufen

KL_Gurt_09-12-15-Klettergurt--015 (jpg)

Klettergurte 2010

KL_Gurt_Wild-Country-Vision_Adjust_Womens_2009_10 (jpg)
KL_Gurt_Wild-Country-Vision_Adjust_Womens_2009_10 (jpg) KL_Gurt_Stubai-TRIPLE (jpg) KL_Gurt_Skylotec-GSC-0112-990_fro_300_000 (jpg) KL_Gurt_Singing-Rock-Allroute-II (jpg) 11 Bilder
KL_Gurt_09-12-15-Klettergurt--021 (jpg)

Die Beinschlaufen ganz nach oben bringen. Bei Beinschlaufen mit Verschluss die Weite an den Oberschenkelumfang anpassen. Die Beinschlaufen sollen loc­ker anliegen, aber nicht abschnüren. Eine Hand darf noch zwischen Beinschlaufe und Bein passen. Auch hier sollte man die Enden der Gurtbänder verstauen.

KL_Gurt_09-12-15-Klettergurt--024 (jpg)

Zuletzt wird die Aufhängung für die Beinschlaufen hinten angepasst. Sie
sollen die Beinschlaufen obenhalten. Die Beinschlaufen sollten nicht zu tief oder gar bis in die Kniekehlen hängen, denn das behindert beim Klettern.

KL_Gurt_09-12-15-Klettergurt--023 (jpg)

Der korrekte Sitz:
Der Klettergurt sitzt auf der Hüfte auf. Die Einbindeschlaufe sitzt vorne in der Mitte. Der Gurt passt dann, wenn die beiden seitlichen Materialschlaufen ungefähr gleich weit von der Einbindeschlaufe entfernt sind.

Hier Klettergurte online kaufen

Weitere Artikel:

KL Googlekarte Kletterhallen Teaser
Szene
KL Michi Wohlleben Frankenjura
Training
KL-Alpintipps-CIMG5996 (jpg)
Training
KL Finger Tapen fürs Klettern - teaser
Szene
KL Klettern auf der Festplatte _ TEaser
Szene
Zur Startseite
Gear Kletter-Gear Rückruf: Helm Mulaz von La Sportiva Rückruf La Sportiva Mulaz Helm

Der italienische Hersteller La Sportiva ruft den Helm „Mulaz“ vom Markt...

Mehr zum Thema Klettergurt
Gurt-Test 2019, Klettergurte im Vergleich
Kletter-Gear
wild-country-friends-which-inspection-notice- (jpg)
Szene
kl-klettergurt-test-2016-grivel-apollo-shield-2 (jpg)
Kletter-Gear
kl-klettergurt-test-2016-wild-country-mission-mens (jpg)
Kletter-Gear