Aus dem Kletterleben

Lektionen, die das Leben lehrt

Manche Dinge lernt man nicht aus dem Lehrbuch. Manche lernt man nie. Andere lernt man früher, als man dachte. Oder man wünscht sich zumindest, man hätte...
Foto: Sarah Burmester

Selbst wenn man in Spanien ist und die Sonne scheint, ist es nicht immer warm.

"Nur der Dumme lernt aus Erfahrung, der Kluge aus der Erfahrung der anderen!" (Rolf Hochhuth)

Und weil klettern.de-Leser natürlich klüger sind, listen wir hier einige Erfahrungen auf. Wie man am besten den Haken klippt oder endlich sein Projekt punktet steht bereits an vielen Stellen beschrieben. Doch die harte Schule des Kletterlebens lehrt ja noch mehr.

Sarah Burmester klettert seit ungefähr 14 Jahren. Auf diesen Seiten veröffentlicht sie ihre subjektive Liste an Erfahrungen, die sie teils am eigenen Leib und teils mit Hilfe von Kletterpartnern sowie konspirativ anmutenden Blog-Einträgen gesammelt hat.

Wer noch Ergänzungen weiß, sende sie gerne per E-Mail an Sarah.

Zum Thema Fels finden:

- Beim nächsten Mal kaufst Du die Wanderkarte / den Kletterführer und verlässt Dich nicht auf die Zeichnung, die Dein Kumpel nach vier Bier auf den Zettel gemalt hat.

- 'Talabwärts' heißt 'flussabwärts' - also die Richtung, in die das Wasser fließt, und nicht die Richtung, in die es abwärts zu gehen scheint.

- Die Zustiegsangaben in der Schweiz sind für sportliche, die in Österreich für gemütliche Geher.

- Wenn der Pfad schmaler wird, als Dein Schuh breit ist, hast Du vermutlich einen Schaf- oder Gemsenpfad erwischt.

- Wenn die Wand anders aussieht als im Topoführer - dann ist es auch eine andere.

Foto: Sarah Burmester

Längenzüge gibt es doch.

Loslegen:

- Es ist nicht dämlich, einen Knoten ins Seilende zu machen.

- Das Besitzen von spezieller Ausrüstung macht noch keinen Spezialisten.

- Es ist keine blöde Idee, einen Partnercheck zu machen.

- Es gibt einen Grund dafür, wenn im Topoführer eine Mindestlänge fürs Seil angegeben ist.

- 'Zurückschlaufen' ist nicht altmodisch.

- Das Seil über die Schulter zu legen, um den ersten Haken zu klippen, bringt keinen Vorteil und wird von erfahrenen Kletterern nicht praktiziert. Nein, es ist auch nicht cool.

- Kleidung, die man typischerweise auf dem Fahrrad trägt, ist keine Kletterkleidung.