Teil des
KL Boulder-Etiquette Griffe bürsten teaser Ralph Stöhr

Boulder-Etiquette

Do's & Dont's: Bouldern in der Halle

Bouldern macht Spaß und ist ein super Training. Hier gibt's die wichtigsten Do's und Dont's zum Bouldern in der Kletterhalle.

Bouldern ist nicht ohne Grund absoluter Trendsport. Die Bewegungen des Kletterns sind für den Menschen ebenso natürlich wie Laufen. Das Kraxeln in sicherer Umgebung über Mattenboden macht außerdem riesig Spaß und trainiert den gesamten Körper. Bouldern eignet sich für jung und alt, die zu lösenden Kletterprobleme gibt es in sehr leicht bis sehr schwer.

Das Prinzip ist einfach: Man klettert an Griffen die Wand hinauf, und je nach Gestaltung der Griffe ist dies mehr oder weniger schwierig. Doch es zählt nicht nur Kraft, im Gegenteil: gerade zu Anfang ist es sogar hilfreich, wenn man eine schwierige Kletterstelle nicht mit einem Klimmzug überbrücken kann, sondern mit Köpfchen die schwierige Stelle „überlisten“ kann. Dabei lernt man am meisten und schult das Bewegungsgefühl, und man lernt schneller die richtige Technik.

Bouldern fordert Kopf und Körper

Die Muskeln von Armen, Oberkörper und Core werden beim Bouldern beansprucht, ebenso wie Balance, Motorik und Koordination. Man muss kein Tarzan sein, um loszulegen. Mit etwas Geschick und Bewegungsgefühl kann man beim Bouldern schon viel ausrichten – und wer regelmäßig in die Boulderhalle geht, wird schnell fit. Anfangen kann man am besten mit Freunden oder in einem Kurs, die in allen Boulderhallen angeboten werden.

Die Boulder-Ausrüstung ist schnell beisammen: Das wichtigste sind ein paar Boulderschuhe. Hier haben wir einen Überblick zusammengestellt, was man fürs Bouldern braucht und wie man ein paar passende Boulderschuhe findet. Man kann aber anfangs einfach welche in der Halle ausleihen.

Do's und Dont's beim Bouldern

Weil immer mehr Leute bouldern, haben wir Grund genug gesehen, diese kleine Boulder-Etiquette zu sammeln. Mitsamt Tipps, die das Bouldern schöner machen. Oder haben wir etwas wichtiges vergessen?

(Übrigens, hier geht es fast nur um das Verhalten in der Boulderhalle. Konkrete Tipps zum Besserwerden im Bouldern geben wir ist hier.)

Do: Allein bouldern

Klar, mit Freunden oder festen Kletterpartnern macht Bouldern viel Spaß. Aber auch allein gibt es Vorteile: Du kannst gezielt aussuchen, welche Probleme du versuchst und welche nicht. Außerdem kommt man allein viel schneller mit anderen in Kontakt und lernt auch von (noch) fremden Boulderern. Natürlich muss man nicht immer allein losziehen, aber anstatt allein auf dem Sofa zu liegen, bietet allein Bouldern viel Spaß- und Verbesserungspotenzial.

Do: Nach den Regeln spielen

Vor allem, wenn in deiner Halle viel los ist – aufpassen ist wichtig. Gerate nicht in die Landezone von anderen Boulderern. Vergewissere dich, ob noch andere auf einen Boulder warten und frage nach, ob du mitspielen kannst. Kinder müssen beaufsichtigt werden, solange sie die Gefahren und Regeln beim Bouldern nicht selbst einschätzen können.

Do: Bürsten

In stark besuchten Hallen sind die Griffe schnell völlig mit Chalk verkleistert. Wenn jeder während und nach seinen Versuchen die Griffe bürstet (ja, für die anderen!), haben alle etwas davon und die Griffe behalten länger ihren Grip.

Do: Risiko minimieren

Ob du selbst bei einem Zug nicht sicher bist, ob die Landung safe ist oder ob du bei anderen riskante Manöver siehst: Im Zweifel gilt es, einen Gang runterzuschalten. Oder, wenn es um andere geht, darauf hinzuweisen, dass die Aktion riskant sein könnte. Jemand darauf aufmerksam zu machen, falls er sich im Sturzbereich befindet, sollte selbstverständlich sein.

Do: Positive Vibrations

Wenn dein Erfolgsjubel so laut ist, dass eh alle Bescheid wissen, dann rechne vielleicht nicht mit Glückwünschen. Aber generell gilt, dass wohlwollendes Anfeuern oder auch ein High-Five nach dem geschafften Boulder gut für die Stimmung und damit gut für die Motivation sind. Sich für andere mitfreuen hilft dabei, selbst ebenfalls in die „Performance“-Zone zu kommen.

Dont: Rücksichtslos sein

Gerade wenn viele Menschen zugleich bouldern wollen, ist es sinnvoll, Rücksichtnahme zu üben. Schließlich gefällt es auch dir nicht, wenn jemand sich vordrängelt, obwohl du brav auf einen Boulder gewartet hast. Rücksicht hilft in jeder Hinsicht; siehe auch Punkt 'Bürsten'.

Dont: Krank klettern

Der Schnupfen ist schon nicht so schlimm, oder? Doch! In der Kletterhalle werden – im Gegensatz zu herkömmlichen Fitnessstudios – die Geräte (sprich: Griffe) nicht nach jeder Nutzung gereinigt. Das heißt, dass neben Chalk, Schuhgummi und Hautzellen auch Bazillen an den Griffen hängen bleiben. Deshalb gilt: Mit Erkältung oder sonstigen ansteckenden Krankheiten lieber zu Hause bleiben.

Dont: Boulder blockieren

Klaro, manchmal braucht man mehrere Versuche. Doch gerade Einsteiger trauen sich anfangs nicht, wild projektierende Kletterer zu fragen, ob sie auch mal an die Wand dürfen. Lade andere ein, auch ihre Versuche zu machen, das verhilft dir zu der vermutlich dringend benötigten Pause. Vorfahrt hat normalerweise, wer zuerst einsteigt. Nachgeben sollte im Zweifel die stärkere Person (sie hat mehr Kraft, um einen erneuten Versuch zu machen).

Dont: Ungefragt Tipps geben

Natürlich ist es super, wenn man bei einem Boulder den Trick oder die richtige Methode herausgefunden hat. Doch wenn man fremde Boulderer ungefragt mit der eigenen Erkenntnis beglückt, bleibt für diese meist nur die Enttäuschung, selbst um ein spannendes Rätsel gebracht worden zu sein... und das auch noch von einem Besserwisser, der dringend loswerden musste, dass er es schon geschafft hat. Kompromiss: „Übrigens, ich hätte da einen Tipp, falls du möchtest.“

Dont: Forget the Fun

Beim Bouldern gilt, je mehr man sich anstrengt, desto höher die Chance auf Erfolg. Für schwere Züge muss man wirklich alles mobilisieren und die Zähne zusammenbeißen. Trotzdem: verbissen klettern bringt auch nichts. Selbst die Topboulderer wissen, dass sie im Kopf frei sein müssen und die beste Leistung bringen, wenn sie Spaß haben. Also: Try hard and have fun!

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Zum Bouldern braucht man Kraft.

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