Richtig Vorsteigen

Der Partnercheck - warum er wichtig ist und wie er funktioniert

Wie beim Topropen sollte man beim Vorstieg immer den Partnercheck vor dem Losklettern machen. Hier erklären wir, wie der Partnercheck funktioniert.

Es gibt keine Entschuldigung, den Partnercheck nicht zu machen. Man sollte ihn verinnerlichen wie das Anschnallen vor dem Losfahren mit dem Auto. Nur wenn man ihn immer macht, wirkt er. Und nur, wenn man ihn immer aufmerksam macht, wirkt er. Der Partnercheck basiert auf dem Vier-Augen-Prinzip.

Anfänger sollten den Partnercheck machen, damit keine Anfängerfehler passieren können, die sie das Leben kosten können (zum Beispiel: sich aus Versehen an einer Materialschlaufe einzubinden - Lebensgefahr!).

Fortgeschrittene Kletterer sollten den Partnercheck machen, damit ihnen keine Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, die sie das Leben kosten können (zum Beispiel: den Einbindeknoten falsch zu knüpfen).

Routinierte Kletterer sollten den Partnercheck machen, damit ihnen keine Fehler unterlaufen, mit denen sie nicht rechnen, wie zum Beispiel abgelenkt den
Einbindeknoten nicht zu Ende führen.

Foto: Ralph Stöhr Vorsteigen beim Klettern

Partnercheck mit Anfassen, wie ihn der DAV empfiehlt.

Beim Partnercheck checken sich die Kletterpartner gegenseitig.

Der Kletterer überprüft, ob der Sicherungspartner den Gurt korrekt angelegt und verschlossen hat, ob das Sicherungsgerät bei verschlossenem Karabiner einsatzbereit ist (Funktionsscheck) und ob das Seil-Ende gesichert ist (Knoten drin?).

Der Sicherer überprüft, ob der Kletterpartner den Gurt korrekt angelegt und verschlossen hat, ob der Einbindeknoten korrekt geknüpft und an der richtigen Stelle sitzt (mehr dazu hier), sowie ob das Seilende weit genug aus dem Knoten herausschaut (mindestens eine Handbreit).

Gefahren beim Vorsteigen

Doch selbst wenn man den Partnercheck richtig gemacht hat und alle zu checkenden Elemente korrekt sind, birgt das Klettern im Vorstieg noch Risiken.

Welches diese sind und wie man mit ihnen umgeht, erklären wir auf der nächsten Seite

Sicher klettern - Tipps der Alpenvereine

30.03.2012
Autor: Stöhr / Burmester
© klettern