Richtig Landen beim Bouldern

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Foto: Karl-Heinz Schmidl Richtig fallen und landen beim Bouldern

Richtig Fallen beim Bouldern

In dieser Fotostrecke zeigen wir, wie man beim Bouldern am besten fällt und landet.

Wichtig vor dem Start:
* Großräumiges, konsequentes Freihalten des potenziellen Sturzraumes (Landezone).
* Um Verletzungen zu vermeiden, sollten der Klettergurt und/oder Gürtel ausgezogen, die Hosentaschen geleert sowie Uhren und Schmuck unbedingt abgelegt werden.
* Chalkbags sollten nicht mit Karabinern an der Hose befestigt werden. Auch die Zahnbürste am herumliegenden Magnesiabeutel birgt Verletzungspotenzial.
* Der Gewichtsunterschied zwischen Boulderer und Spottern sollte möglichst gering sein.
* Vor dem Losbouldern: Ist meine Landezone frei von Gegenständen und Personen? Sind meine Spotter da und bereit?

Bouldern: Richtig Abspringen

Sofern möglich, ein Stück abklettern, um die Sprunghöhe zu verringern.

Richtig Abspringen beim Bouldern

Idealerweise auf beiden Beinen landen, am besten in leichter Schrittstellung, und vor allem breitbeinig, damit man im Falle zu großer Energie-Einwirkung nicht mit dem Kinn auf den Knien landen kann.

Richtig fallen bei höheren Stürzen

Bei größerer Sprunghöhe aus der Schrittstellung nach hinten abrollen – nicht nach vorn! Dabei die sogenannte „Babyboxer“-Stellung einnehmen: Hals- und Nackenmuskulatur anspannen, die Arme links und rechts neben dem Kopf mit geballten Fäusten anwinkeln.

Beim Stürzen den Kopf schützen

Diese Haltung dient auch als "Schutzpanzer" bei seitlich oder versehentlich nach vorne gerichteten Stürzen.

Vorwärts landen beim Bouldern

Je nach Abflugposition gelingt es nicht immer, auf den Beinen zu landen. Es empfiehlt sich daher, auch die Landung auf der Körperseite sowie in Bauch- und Rückenlage regelmäßig zu üben. Besonders wichtig ist hierbei, die Arme nicht nach unten zum Boden hin zu strecken.

Bauchlandung beim Bouldern

Beim Fall in Bauchlage sollen die Arme im Schulter- und Ellenbogengelenk angewinkelt und seitlich zur Brust gehalten werden, so dass der erste Mattenkontakt des Oberkörpers mit den Unterarmen erfolgt. Beim Auftreffen auf die Matte sollte stoßartig ausgeatmet werden. Das reduziert die Gefahr einer Lungenverletzung und bewirkt eine schlagartige Anspannung der Bauchmuskulatur und eine Stabilisation des Rumpfes. Das Kinn durch Anspannen der vorderen Halsmuskulatur in Richtung Brustkorb fixieren, um die Halswirbelsäule und den Kopf vor dem Aufprall zu schützen.

Auf den Rücken fallen beim Bouldern

Diese Sturzposition tritt beim Bouldern im Dach häufiger auf. Die ideale Körperhaltung: Die Arme sollten möglichst seitlich in Verlängerung des Rumpfes (nicht dahinter!) gestreckt sein...

Rückenlandung beim Bouldern

... sodass man mit der gesamten Rückenfläche plus seitlich nach außen gestreckten Armen aufprallt. Auch hier sollte man die Rumpfmuskulatur anspannen. Anschließend kann über einen gestreckten Arm abgerollt werden.

Beim Bouldern seitlich fallen

Beim Fall auf die Körperseite landet man ähnlich wie beim Fall in Rückenlage. Den Arm schräg neben dem Körper halten und soweit möglich auf dem Rumpf und dem ausgestreckten Arm gleichzeitig landen, dabei Rumpf- und Hals-/Nackenmuskulatur anspannen. Alternativ ist auch die vorher beschriebene „Babyboxer“-Haltung für eine seitliche Landung zu empfehlen.
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