Service Gesundheit

Schmerz lass nach - Nackenprobleme vom Sichern?

Foto: Ralph Stöhr Nackenschmerzen vom Sichern beim Klettern

Fotostrecke

Nackenschmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund: Sie können sich zu Schädigungen der Halswirbelsäule auswachsen. Was man dagegen tun kann.
Foto: Ralph Stöhr Nackenknacken

Die typische Kopfhaltung beim Sichern: gesund ist das nicht.

„Na klar“, war meine Antwort auf die freundliche Frage meines Kletterpartners Erwin, ob ich ihn nicht noch einmal kurz sichern könne. Die daraus entstandene Sicherungssession eines in 15 Metern Höhe die Schlüsselstelle auscheckenden Partners endete für mich erst, nachdem Erwin über weniger Strom in der Muskulatur als Haut auf den Fingerendgliedern verfügte. Seitdem weiß ich aus schmerzhafter eigener Erfahrung, dass die degenerativen, arthrotischen Verfallserscheinungen der Halswirbelsäule von Kletterern nicht auf Kletteraktivitäten, sondern eher auf eine langjährige Tätigkeit als Sichernder zurückzuführen sind.

Genauere, wissenschaftlich fundierte Studien über diese Problematik stehen zwar noch aus, aber wer kennt nicht den Griff in den schmerzenden Nacken? Oder die Wohltat, den Kopf nach einem langen Dasein als Sicherungssklave wieder senken zu dürfen?

Beim Sportklettern und beim Training in der Kletterhalle ist es notwendig, zum aufmerksamen Sichern fast unablässig nach oben zu schauen. Das führt zu einer hohen Belastung der Halswirbelsäule, vor allem wenn der Rücken sich (wie bei Kletterern häufig zu beobachten) bereits nach vorne wölbt, weil die Brustmuskulatur verkürzt ist. Die Folge: Die Halswirbelsäule muss sehr stark abgeknickt werden.

Mehr zum Thema:

29.03.2008
Autor: Corinna Körbler
© klettern