Gefährliche Fehler beim Sichern

Bahn frei

Nicht nur problematisch, wenn die Kletterhalle voll ist: Unter einem Kletterer sollte man sich nicht aufhalten.

Besonders der Berufsverkehr ist beim Klettern nervend und gefährlich. Abends, im Winter und bei schlechtem Wetter sind die Hallen prall gefüllt. Die Ablenkung ist das eine Problem, die Sturzraum-Problematik durch die Enge aber noch bedrohlicher.

Besonders bitter sind die Unfälle, bei denen ein unbeteiligter Dritter durch einen Stürzenden schwer verletzt wurde – zwei Unfälle mit der Folge einer Querschnittslähmung im Halswirbelbereich sind bekannt. Auf Baustellen darf man sich nicht unter schwebenden Lasten aufhalten.

In der Kletterhalle scheint es dagegen gang und gäbe, sich unter Kletterer zu stellen, die jeden Moment zu schweben beginnen können. Kommt es zudem noch zu einem Sicherungsfehler, kann man selbst an vermeintlich sicheren Orten von stürzenden Kletterern getroffen werden.

Was hilft:
Vermeide es, im Sturzraum eines Kletternden zu stehen, wenn dieser sich noch unter dem fünften Haken befindet. Hat dieser den fünften Haken bereits geklippt, so bist du unter dem Kletterer auch nur dann sicher, wenn korrekt gesichert wird.
Vermeide es am besten also grundsätzlich, dich unnötig im Fallraum aufzuhalten. Denn was hilft es dir, wenn zwar der andere Schuld sein sollte, du aber als Crashpad missbraucht wurdest. Steige nicht gleichzeitig in eine Nachbarroute ein, um Kollisionen im Sturzfall zu vermeiden.

Foto: Ralph Stöhr

Debatte in der Sturzbahn: gefährlich!

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11.02.2015
Autor: Ralph Stöhr
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