Test Kletterschuhe 2016

14 Kletterschuhe im Vergleich


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 Kletterschuhe im Test
Foto: Magazin klettern

 

Kletterschuhe im Test klettern 5-2016
Foto: Volker Leuchsner

 

Kletterschuhe im Test klettern 5-2016
Foto: Volker Leuchsner

 

Kletterschuhe im Test klettern 5-2016
Foto: Volker Leuchsner

 

Kletterschuhe im Test klettern 5-2016
Foto: Volker Leuchsner
Beim Klettern und Bouldern ist die Fußtechnik ein entscheidender Faktor für Erfolg oder Misserfolg. Damit die Füße ihre Arbeit richtig tun können, braucht es den passenden Schuh. Wir haben 14 aktuelle Modelle
für euch getestet.
Zu den getesteten Produkten

Das Testfeld der neuen Kletterschuhe für 2016 zeigt eine auffällige Dreiteilung: Da sind zum einen fünf neue Highend-Schuhe, die primär auf Boulderer zielen. Allen gemein ist, dass es Slipper mit nur einem Velcroverschluss sind. Dazu gehören der Mutant von Boreal, der Skwama von La Sportiva, der Oxi von Ocun, der Atomyc von Red Chili und der Drago von Scarpa.

Mehrteilige Sohlen, meist stark asymmetrische Form, gute Hookfersen und eine großflächige Gummierung der Zehenboxen oben (sogenannte Toepatches) gehören beim extremen Bouldern zur Grundausstattung, um in jedem Gelände und vor allem bei den vielfältigen Hooks zu funktionieren.

Zudem sind die Boulderschuhe durchweg sehr weich und gefühlsecht. Bei der zweiten Gruppe im Testfeld liegt der Fokus dagegen weniger auf extremer Performance als auf größtmöglichem Komfort. Zu dieser Gruppe der bequemen Allrounder gehören ebenfalls fünf Modelle: der Silex von Boreal, der Falco VCR von Lowa, der Cliffhanger von Millet, der Tanta von Tenaya und der Tango von Triop. Generell sind diese Schuhe eher gerade und meist auch etwas breiter geschnitten als die Highend-Schuhe.

Bei allen trägt ein Innenfutter zu zusätzlichem Tragekomfort bei, und alle verfügen über zwei bis drei Velcrostreifen als Verschluss. Der Sohlenaufbau bei diesen Schuhen ist einfacher, was sich dann auch im Preis niederschlägt: Im Schnitt sind sie rund 20 bis 30 Euro günstiger als die Spitzenschuhe des Testfelds.

Kletterschuhe für jeden Anlass

Bleiben noch vier Modelle, die sich nicht so klar einer gemeinsamen Kategorie zuordnen lassen. Der etwas härtere Otaki von La Sportiva überzeugt vor allem als extremer Routenschuh, wenn es auf höchste Präzision auf kleinen Tritten ankommt. Die steht er locker weg, ohne die Wadenmuskeln über Gebühr zu beanspruchen. Mit dem Amp von Red Chili kommt dagegen ein richtig klassischer Slipper in der Tradition des Ninja von Boreal auf den Markt. Da ist nichts extrem dran, dafür ist er einfach ein bequemer, sehr weicher Allrounder, der vor allem beim Bouldern Freude bereitet.

In langen Routen wird es mit ihm aber anstrengend für die Waden. Und schließlich sind da noch die beiden einzigen Schnürschuhe im Testfeld, der Quantum von Five Ten und der Vapor Lace von Scarpa. Ersterer ist eine völlige Neuentwicklung, an der vor allem Thomas Huber von den Huberbuam großen Anteil hatte. Heraus gekommen ist ein gehobener Allrounder, mit Betonung auf gehoben: Der Quantum klettert sich prima und steht auch auf kleinen Tritten sicher, dazu ist er auch noch ausgesprochen komfortabel. Eine durchaus erfreuliche Mischung.

Kletterschuhe für schmalere Füße

Scarpas Vapor Lace ist dagegen eine Weiterentwicklung, und zwar eine gelungene. Er ist ein präzises und sensibles Werkzeug und eignet sich vor allem für schmalere Füße. Anzumerken bleibt, dass leider nicht alle Testschuhe rechtzeitig in der Redaktion eintrafen. So werden wir in einer der nächsten Ausgaben unter anderem noch einen Blick auf die neuen Modelle von Boldrini werfen.


14 Paar Kletterschuhe im Test:

11.08.2016
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 05/2016