12 Kletterschuhe im Test

Test: Kletterschuhe 2013


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Foto: Tom Thudium

 

Kletterschuhe Test
Foto: Volker Leuchsner

 

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Neue Kletterschuhe im Test: Ob beim Bouldern oder Alpinklettern, Wenn wir gut stehen wollen, muss der Kletterschuh passen. Wir haben 12 neue Kletterschuhe für die Saison 2013 getestet.
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Kletterschuhe 2013 im Test:

Ob die neuesten Kletterschuhe das Felskäntchen sauber stehen oder wegrutschen? Im Überhang Druck auf den Sinter bringen oder rausbaumeln? Kletterschuhe haben beim Klettern einigen Einfluss darauf, ob wir unsere Klettertechnik erfolgreich an die Wand bringen oder nicht.

Und wer bequem steht und seinen Füßen vertrauen kann, entspannt, spart Kraft und klettert besser. Kurzum: Kletterschuhe sind der wichtigste leistungsbestimmende Teil unserer Kletter-Ausrüstung.

(Hier geht's zum Kletterschuh-Test 2014)

Wie jedes Jahr kam auch 2013 wieder eine ganze Reihe neuer Kletterschuhe auf den Markt. Unser Testfeld umfasst vom Highend-Modell bis zum gemütlichen Kletterschuh für Anfänger das ganze Repertoire.

Um euch einen schnellen Überblick zu geben, haben wir die Kletterschuhe in zwei Kategorien eingeteilt: komfortorientierte Allround-Kletterschuhe und Highend-Schuhe zum (extremeren) Bouldern und Sportklettern. Die Einteilung beruht auf einer Mischung aus unserer Erfahrung und den Angaben der Hersteller.

Die Übergänge sind fließend, und man kann mit einem High-End-Sportkletterschuh auch bouldern und anders herum. Wir zeigen, wie die Modelle am ehesten einzuordnen sind. Diese Einstufung sowie alle technischen Daten und die Einzelbewertungen der Schuhe findet ihr in der Tabelle unterhalb.

Viel Leder im Komfortbereich

Große technische Neuerungen gibt es in unserem Testfeld nicht zu vermelden. Auffällig ist allerdings der neue Leisten der Stonelands von Five Ten mit der breiten, stumpfen Front, die ungewöhnlicher aussieht, als sie sich dann beim Klettern anfühlt.

Edelrid verpasst dem Cyclone, eigentlich einem astreinen Slipper, eine zusätzliche, innovative Schnürung, die allerdings eher zu Druckstellen als zu besserer Performance führte. Auch Scarpas Instinct VS ist von der Grundkonstruktion ein Slipper, der allerdings mit einem zusätzlichen Velcrostreifen noch fester am Fuß fixiert werden kann – ohne zusätzliche Druckstellen zu schaffen.

Doch auch wenn an großen Neuerungen auf dem Kletterschuh-Markt ein gewisser Mangel besteht, gibt es doch gute Nachrichten: Die Passform der meisten Kletterschuhe war überzeugend. In der Kategorie der Allround-Kletterschuhe sogar ganz besonders.

Auffällig ist hier, dass durchweg Klettverschlüsse verwendet werden und dass vier der fünf Komfortmodelle auf Leder als Obermaterial setzen, während im Highend-Bereich vor allem synthetische Materialien verwendet werden. Letztere dehnen sich weniger, wodurch der Schuh auch bei hoher Belastung stabiler bleibt.

Leder wiederum hat immer noch den höheren Tragekomfort, riecht weniger schnell und passt sich der Fußform besser an. Sein Einsatz bei Kletterschuhen im Komfortbereich macht daher auch im Hightech-Zeitalter Sinn.

(Hier geht's zum Kletterschuh-Test 2014)

 

Kletterschuhe im Test 2013 Tabelle
Foto: Redaktion klettern Test Kletterschuhe im Überblick: Klick auf die Tabelle öffnet die Groß-Ansicht.

Überblick: Kletterschuhe im Test - Vergleichstabelle

Kletterschuh-Test 2013 - Fazit und Empfehlung

Besonders überzeugend kam das Feld der Allround-Kletterschuhe daher. Alle Kletterschuhe überzeugen in der Kombination aus Komfort und Performance und geben prima Kletterschuhe für jeden Tag ab. Preislich liegen der Valor von Evolv und der Ghost QC von Rock Pillars vorne – zweimal Preistipp.

Eine Empfehlung bekommen aber auch Five Tens Stoneland VCS und der Katana, ein leicht überarbeiteter Klassiker von La Sportiva. Mit dem Kilian Fischhuber ja auch schon etliche Boulder-Weltcups gewonnen hat. Unter den extremeren Kletterschuhen kristallisierten sich der Shark 2.0 von Mad Rock und der Instinct VS von Scarpa als Testers Lieblinge heraus. Beide sind zwar nicht übermäßig bequem, überzeugen dafür aber durch satten Sitz und ebensolche Performance.


23.09.2013
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 06/2013