Verschlusskarabiner fürs Klettern

Marktüberblick Verschlusskarabiner


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Verschlusskarabiner fürs Klettern - Sichern - Partnercheck
Foto: Klaus Kranebitter

 

Kletter-Ausrüstung: Verschlusskarabiner
Foto: Hersteller

 

Kletter-Ausrüstung: Verschlusskarabiner
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Verschlusskarabiner Sicherheit © Georg Sojer
Foto: Georg Sojer

 

Kletter-Ausrüstung: Verschlusskarabiner
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Ob am Standplatz oder beim Sichern: wenn es auf maximale Sicherheit ankommt, greift man zum Verschlusskarabiner. Wir präsentieren die aktuellen Modelle und die neuesten Verschlüsse.

Beim Klettern hängt das eigene Leben oder das des Kletterpartners manchmal nur an einem einzigen Karabiner. Für diese neuralgischen Punkte gibt es Karabiner mit Verschlüssen, die den Schnapper gegen unbeabsichtiges Öffnen sichern sollen. Früher war das einfach "ein Schrauber", heute gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Verschlüssen (siehe Bild-Liste unterhalb).

Alle fürs Klettern geeigneten Karabiner, auch die Verschlusskarabiner, müssen die Anforderungen der Norm EN 12775 erfüllen. Die definiert unter anderem Längs-, Quer- und Offen-Bruchlasten, macht allerdings keinerlei Vorgaben, wie der Verschluss eines Verschlusskarabiners auszusehen hat, um die Hersteller in ihrem Erfindungsdrang nicht einzuschränken.

Eine Vorgabe wird die nächste Überarbeitung der Norm aber doch bringen: In Zukunft müssen die Verschlüsse der Karabiner einem Druck von 1 KN, der direkt von außen auf den Schnapper wirkt, standhalten. Hintergrund ist, dass manche Verschlusskarabiner extrem schwache Verschlusshülsen hatten, die bei Druck von außen einfach durchgestanzt wurden. So ein Druck kann zum Beispiel entstehen, wenn sich ein Abseilachter oder eine Bandschlinge an der Hülse verkanten.
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Doch es sind noch andere Fälle und Unfälle aus dem Klettersport bekannt, bei denen der Verschluss unbeabsichtigt geöffnet wurde, das Vergessen des Zuschraubens bei Schraubern mal noch ganz außen vor. Denn auch wenn alles richtig verschlossen war, können Seil, Schlingen oder die Sicherungsschlaufe am Gurt sich so verkanten oder am Verschluss drücken und drehen, dass er sich ohne weiteres Zutun öffnet. Vorgekommen ist das schon bei Schraubern, Twist-Lock- und sogar bei Triple-Lock-Karabinern – Sturz und schwere Verletzungen eingeschlossen.

Übersicht: diese Verschlusskarabiner-Typen gibt es

Verschlusskarabiner müssen daher beim Klettern und Sichern fachgerecht eingesetzt werden. Besonders kritisch geht es bei der Halbmastwurf-Sicherung (HMS) zu, weil sich da immer eine Seilschlaufe um den Verschluss des Karabiners legen kann und den ihn öffnen kann. Aber auch wenn der Karabiner in einer Bandschlinge hängt, kann diese sich am Verschluss öffnen. Deshalb sind für größtmögliche Sicherheit beim Klettern sogenannte Safe-Lock-Karabiner zu empfehlen. Petzls Ball-Lock-Prinzip ist eine Möglichkeit, der Belay-Master von DMM oder ähnliche Typen mit einer Plastikverriegelung sind eine andere.

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Solche Safe-Lock-Karabiner machen auch im Kletter-Kursbetrieb und beim Topropen Sinn, wo ein einfacher Schrauber, Twist- oder Triple-Lock-Karabiner nicht zu empfehlen ist. Für viele andere Zwecke beim Sichern und Klettern sind aber auch die anderen Verschlusstypen gut brauchbar, zumal sie den Vorteil haben, dass sie in der Handhabung einfacher und schneller sind.

Eine vereinfachte Handhabung bieten die vier neuen Verschlusstypen an Karabinern, die wir in der Liste unterhalb vorstellen. Black Diamonds Magnetron, Edelrids Strike Slider und der passO-PL von Skylotec sind sogenannte Auto-Lock-Karabiner, die komplett auf Verschluss-Hülsen verzichten. Damit kann sich am Karabiner auch nichts mehr verhaken und verkanten. Beim ovaLock von Austrialpin übernimmt der schwarze Kunststoffbügel die Funktion der Verschlusshülse gleich mit. Der ova-Lock muss zwar aktiv geschlossen werden, was aber sehr einfach ist.

Dass eine Seilschlaufe oder Schlinge den Verschluss eines Karabiners irgendwie öffnen kann, gilt – bis auf den ovaLock – auch für die neuen Verschlusstypen. Ihren Einsatz als HMS-Karabiner empfiehlt die Abteilung Sicherheitsforschung des DAV daher nicht, auch wenn sie teils die typische HMS-Form haben. Wie sich die neuen Karabiner-Modelle in der Praxis bewähren, bleibt noch abzuwarten.

Überblick: die neuesten Mechanismen für Verschlusskarabiner

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06.06.2012
Autor: Ralph Stöhr
© klettern
Ausgabe 04/2012