Test Klettergurte

Zehn aktuelle Klettergurte im Test


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Klettergurt Test 2011
Foto: Redaktion klettern

 

Klettergurt

 

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Komfort, Gewicht, Handling - darauf haben wir im Klettergurt-Test besonders geachtet. Wir stellen zehn Klettergurte der Saison 2011 und 2012 vor.
Vergleichbare Produkte im Test

Bei einem Klettertrip ins Elbsandsteingebirge bekam ich sie von Bernd Arnold wieder mal gezeigt, die Fotos der Kletterhelden einer Epoche, in der man sich einfach das Seil um den Bauch band und loskletterte. Bei dem Anblick bin ich immer wieder froh über die Konstruktion der Klettergurte, die heute Seil und Körper verbinden und beim Klettern Sicherheit und Komfort versprechen.

Im Laufe des Winters und zum Frühjahr kommt wieder ein Schwung neue Gurte in den Handel. Wir haben uns zehn davon im Detail angeschaut. Die Palette reicht dabei vom ultraleichten Sportklettergurt bis zum Alpingurt mit verstellbaren Beinschlaufen und Doppelschnalle am Bauchgurt. Der Punkt Sicherheit ist schnell erledigt. Alle Gurte müssen die EN-Norm 12227 erfüllen und sind daraufhin geprüft. Zudem sind alle hier vorgestellten Gurte mit Schnellverschluss-Schnallen ausgestattet, so dass das Gurtband nicht mehr umständlich zurückgeschlauft werden muss.

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Einige Hersteller statten ihre Modelle noch mit sinnvollen, zusätzlichen Sicherheitsfeatures aus (siehe Fotostrecke unterhalb, "Details"). Bei Mammut und Edelrid findet sich an den Beinschlaufen ein Abriebschutz aus Plastik. Mammut verarbeitet zudem in der Anseilschlaufe und im oberen Einbindepunkt einen roten Kern, der zum Vorschein kommt, wenn der Verschleiß zu hoch ist. Andere Hersteller verwenden einfach verschiedenfarbiges Material für den Abriebschutz und das tragende Gurtband. Cassin näht in die Anseilschlaufe eine zusätzliche Öse ein, die den Sicherungskarabiner fixiert.

Ein Klettergurt hat natürlich zunächst einmal die Aufgabe, bei einem Sturz die auftretende Bremskraft möglichst schonend auf den Körper zu übertragen. Doch am häufigsten wird ein Gurt heute beim Abseilen, Ablassen oder beim Auschecken einer Route belastet. Dementsprechend sind der Hängekomfort und die Hängeposition entscheidende Kriterien für einen Gurtkauf. Vergleicht man die Gurte von Arc‘teryx, Edelweiss oder Skylotec, so wird sichtbar, dass ein hoher Komfort auf unterschiedliche Weise erreicht werden kann: durch High-Tech-Material, ein ausgeklügeltes Design oder mit Hilfe von üppigen Polstern. Für den, der nur kurze Zeit im Gurt hängt, bieten alle Modelle einen guten Komfort. Nur vereinzelt drückt eine harte Kante. Wer längere Zeit in Schlingenständen verbringt oder in Projekten arbeitet, ist mit den Klettergurten von Arc‘teryx, Edelweiss oder Skylotec gut beraten. Ergänzt wird das Trio noch vom Flight von Black Diamond.

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Klettergurte von 2010:


Getestete Klettergurte:

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Inhaltsverzeichnis

31.01.2012
Autor: Volker Leuchsner
© klettern
Ausgabe 12/11+01/12/2011