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Report: Die aktuellen Kletterhelme im Vergleich
Kopfsache
Neue Marken, neue Modelle, mehr Auswahl: Die Hardware-Hersteller haben sich in Sachen Kopfschutz in letzter Zeit mächtig ins Zeug gelegt. Wir haben uns 15 aktuelle Helme aufgesetzt. Zu den getesteten Produkten
Der Kopf ist der wichtigste Muskel beim Klettern. Dieser Spruch ist wahrscheinlich die am meisten strapazierte Aussage, die je zum Thema Klettern gemacht wurde. Und natürlich auch eine der zutreffendsten – wie bestimmt schon jeder am eigenen Leib erfahren hat. Umso wichtiger also, gerade diesen „Muskel“ effektiv zu schützen vor Stein- und Eisschlag, aber auch vor Verletzungen, die durch den Aufprall am Fels beim Stürzen hervorgerufen werden können.
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Diese Aufgabe erfüllt nur ein zertifizierter Kletterhelm. In den letzten Jahren wurde auch bei den Helmen kräftig weiter entwickelt, und mit Mammut und Singing Rock sind auch neue Hersteller auf den Markt gekommen. Wir haben uns deshalb 15 aktuelle Modelle einmal näher angesehen.
Normtest
Aus zwei Metern Höhe fällt ein fünf Kilogramm schweres Metallgewicht beim Normtest direkt von oben auf den Helm. Das muss er aushalten und zudem die Fallenergie so weit abdämpfen, dass auf den Kopf nur noch eine Kraft von zehn Kilonewton einwirkt.
Kommt der Stein aus größerer Höhe, genügt natürlich schon ein wesentlich kleinerer, um denselben Schaden anzurichten. Aus zehn Metern Höhe genügt schon ein ein Kilo schwerer Stein. Daneben sieht die Norm (EN 12492) noch seitliche Aufprallversuche, einen Durchdringungstest sowie Prüfungen der Festigkeit der Gurte und des Sitzes auf dem Kopf vor. Neben dieser verbindlichen Norm gibt es von der UIAA noch eine weitere freiwillige Norm, die eine Krafteinwirkung von nur acht Kilonewton fordert. Die beiden Helme von Camp, der Madillo von Edelrid, die beiden Petzl-Helme, der Tripod von Mammut sowie der Salewa Sargon sind auch nach dieser strengeren Vorschrift zertifiziert.
Je nachdem, wie die Aufprallenergie abgebaut wird, lassen sich die Helme in drei Konstruktionstypen einteilen. Da ist zum einen der klassische Hartschalenhelm. Er besteht, wie der Name schon sagt, aus einer harten, sehr stabilen Schale mit einem darin angebrachten Gurtsystem, das für die Dämpfung sorgt. Das andere Extrem sind die Inmolding-Helme, bei denen das dämpfende Material (Styropor) bei der Herstellung in eine dünne Kunstoffschale eingespritzt wird. Sie funktionieren nach demselben Prinzip wie Autos: Aufprallenergie abgebaut, Auto zerknautscht, Insasse geschützt. Die dritte Kategorie ist die heute am meisten verbreitete. Hybridhelme bestehen aus einer härteren Schale und einem dämpfenden Styroporeinsatz im oberen Bereich des Helmes.
Soweit zur Theorie. Kaufentscheidend sind in der Praxis aber andere Kriterien: Gewicht, Tragekomfort, Belüftung, das Handling der Schnallen und Verstellungen.
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