Kletterseile im Vergleich

Ein Seil für alle Fälle


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Kletterseile im Vergleich, Kletterseil Marktüberblick
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Kletter-Ausrüstung: Kletterseil
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Kletter-Ausrüstung: Kletterseil
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Kletter-Ausrüstung: Kletterseil
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Kletter-Ausrüstung: Kletterseil
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Das Seil ist der zentrale Teil der Sicherungskette beim Klettern. Allerdings: "Das" Kletter-Seil gibt es schon lange nicht mehr. Hier gibt es den großen Überblick.

Kletter-Seile sind heute derart ausdifferenziert, dass man beim Kauf schon mal ins Grübeln kommen kann: Brauche ich ein Hallenseil, ein Seil fürs Alpine, ein Eis-Seil, ein Work-Out-Seil oder eins für den ultimativen Rotpunktversuch, ein Einfachseil, das zugleich auch Halb- und Zwillingsseil ist, oder ein Halbseil, das auch als Zwillingsseil verwendet werden kann?

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Einfach nur klettern

Wer nur zum Sportklettern in den Mittelgebirgen geht, hat es leicht: Ein Einfachseil genügt. Der Sportkletterer braucht sich auch um die oft preistreibende „Ausrüstung“ – darunter versteht man die Imprägnierung und andere chemische Behandlungen des Kletterseils – keinen großen Kopf zu machen. Zwar trägt eine gute Ausrüstung immer auch etwas zum besseren Handling und zu einer längeren Lebensdauer des Seils bei, wirklich notwendig ist sie zum Sportklettern, wo das Seil selten nass wird, aber nicht.

Der Seildurchmesser ist dagegen einige Überlegungen wert. Ganz generell gilt: Je dünner, desto leichter, desto geringer aber auch die Lebensdauer und die Sicherheitsreserve des Seils. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der gehaltenen Normstürze wieder (wobei die nicht nur vom Durchmesser, sondern auch von der Konstruktion und Ausrüstung des Seils beeinflusst wird). Außerdem sollte man immer darauf achten, dass das Sicherungsgerät der Wahl mit dem gewünschten Seildurchmesser funktioniert. Wer wenig Handkraft hat, dem sei ein relativ dickes Kletter-Seil empfohlen: die lassen sich einfach besser festhalten.

 

Klettern in der Kletterhalle
Foto: Ralph Stöhr Wer nur in der Kletterhalle unterwegs ist, ist mit einem "Hallenseil" gut bedient.

Welches Kletterseil für welche Kletterei?

Wer häufig Routen ausbouldert und dabei ständig stürzt und hängt, greift besser zu einem etwas dickeren Kletter-Seil ab 10 Millimeter aufwärts, während Experten für den entscheidenden Rotpunktversuch vor allem in langen Ausdauerrouten schon mal in der 9-Millimeter-Klasse unterwegs sind. Da ist dann auch der Sicherer gefordert, denn die dünnen Kletter-Seile erfordern passende Sicherungsgeräte und manchmal Tricks – wie einen zweiten Schrauber im Tuber –, damit alles sicher bleibt.

Wer nur in der Halle klettert, kann ein Hallenseil wählen. Die sind dank erhöhtem Mantelanteil besonders strapazierfähig, nicht zu dünn und werden auch in hallentauglichen Längen von 30 und 40 Metern angeboten. Dennoch gehen die meisten Hallenseile direkt an die Betreiber der Kletterhalle und seltener an den Endkunden, den Kletterer. Wohl, weil Vielkletterer dazu neigen, drinnen alte Seile vollends aufzubrauchen, und Einsteiger mit einem Kletterseil, das sie auch draußen gut verwenden können, einfach besser bedient sind.

Doppelt hält besser

Wer alpin klettert, hat die Qual der Wahl. Alpine Routen, bei denen man nicht längere Strecken abseilen muss, sind auch mit einem Einfachseil zu machen. Allerdings bedeuten zwei Seile mehr Sicherheit. Beim alpinen Sportklettern mit gebohrten Zwischensicherungen sind Zwillingsseile in ihrem Element. Sie sind im Handling noch relativ einfach. Im hochalpinen Gelände oder wenn die Absicherung kompliziert ist und der Routenverlauf nicht wirklich gerade, sind dagegen Halbseile das Mittel der Wahl.

Bei Kletterseilen für den alpinen Einsatz ist die Imprägnierung ein wichtiger Faktor, da im Gebirge immer mit Nässe gerechnet werden muss und die Seile dort ohnehin stark strapziert werden. Was für Einfachseile gilt, ist auch bei zwei Strängen richtig: Je dünner, desto leichter, je dicker, desto höhere Sicherheitsreserven. Wer in einer Dreierseilschaft unterwegs ist, wo jeder Nachsteiger an nur einem Strang nachklettert, sollte zumindest ein Halbseil und auch hier am besten nicht das allerdünnste wählen. Für Dreierseilschaften sind auch die dreifach zertifzierten Kletterseile zu empfehlen (siehe letzte Seite), während Zwillingsseile für diesen Zweck tabu sind.

Auf der nächsten Seite: Halbseil? Einfachseil? Verschiedene Kletterseil-Typen und ihre Besonderheiten

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Ausgabe 05/2012