Klettergurt-Test: Klettergurte mit verstellbaren Beinschlaufen

Test: Acht Klettergurte mit verstellbaren Beinschlaufen


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Klettergurte mit verstellbaren Beinschlaufen im Test
Foto: Sarah Burmester

 

Wichtige Kletter-Ausrüstung: Klettergurt
Foto: Hersteller

 

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Wichtige Kletter-Ausrüstung: Klettergurt
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Alpin-Klettergurte: Voll verstellbar, gut ausgestattet, komfortabel: Gurte für den alpinen Einsatz sind meist echte Allrounder. 8 Gurte mit verstellbaren Beinschlaufen im Test.
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Die Anforderungen an Klettergurte fürs Alpinklettern sind vielfältig. Sie müssen sich bequem tragen, sollen auch an Hängeständen nicht schmerzen, das Sicherungsmaterial sicher transportieren und widerstandsfrei zur Verfügung stellen, wenn es gebraucht wird.

Außerdem müssen sie damit zurecht kommen, dass Kletterer mal dünn bekleidet, mal dick vermummt in ihnen stecken. Entsprechend sind Alpinklettergurte für alle Eventualitäten gerüstet – und damit natürlich auch im Klettergarten oder der Kletterhalle einsetzbar.

Die Klettergurte im Test

Unser Testfeld besteht durchweg aus voll verstellbaren Gurten, das heißt, dass auch die Beinschlaufen in der Weite verstellbar sind. Das ist nützlich, wenn man im Eis mit dickeren oder gar zwei Paar Hosen klettern will.

Was die Verstellbarkeit des Hüftgurts angeht, gibt es zwei Varianten: Gurte mit zwei Schnallen am Hüftgurt – jeweils links und rechts der Sicherungsschlaufe – lassen sich immer symetrisch am Körper ausrichten.

Die Materialschlaufen sitzen dann sauber, auch wenn der Kletterer drei Jackenlagen übereinander trägt und den Gurt weiter einstellen muss. Bei Gurten mit nur einer Schnalle rutschen in diesem Fall die Materialschlaufen auf einer Seite weiter nach hinten.

Neben umfassender Verstellbarkeit weisen die von uns getesteten Alpingurte immer mindestens vier Materialschlaufen auf (der Ascent von Climbing Technology hat sogar sechs), damit Expressen, Klemmkeile, Schlingen und Schraubkarabiner ausreichend Platz finden.

Die Positionierung dieser Materialschlaufen ist ein bisschen Geschmacksache: Manche haben sie lieber etwas weiter vorn, weil dann die hinteren Schlaufen noch gut einsehbar und nutzbar sind.

Allerdings baumeln dann die Expressen oder Keile beim Klettern teilweise auf dem Oberschenkel. Um das zu vermeiden, platzieren manche Firmen die Materialschlaufen weiter hinten, wobei dann das hintere Schlaufenpaar oft nicht mehr sichtbar ist und blind bedient werden muss.

Bei fast allen Gurten im Testfeld sind die Materialschlaufen unten am Hüftgurt angenäht. Gut so, denn dort kommen sie sich mit den Hüftflossen von Rucksäcken am wenigsten ins Gehege.

Komfort inbegriffen

Zur Ausstattung gehört weiter, dass die Beinschlaufenhalterung (das schmale elastische Band hinten) vom Hüftgurt lösbar ist, damit der Kletterer nicht den ganzen Gurt ausziehen muss, falls ihn in der Wand ein unaufschiebbares dringendes Bedürfnis ereilt. Diese Funktion wird auch als Dropseat bezeichnet. Eine Schlaufe hinten am Gurt, an der ein Chalkbag oder ein Haulseil befestigt werden kann, ist ebenfalls Standard. Einige Gurte bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Eisschraubenhalter am Gurt zu befestigen, was zum Eisklettern sehr praktisch ist. Da die Gurte auf lange Klettertage und nicht – wie manche ihrer Sportkletterpendants – auf minimales Gewicht ausgelegt sind, geht der Komfort generell in Ordnung. Alle Gurte haben ziemlich breite Hüftgurte, die die Last gut verteilen. Bei einigen schneiden allerdings die Beinschlaufen beim Hängen etwas ein. Die Kehrseite der breiten Gurte ist, dass es unterm Gurt schnell warm wird und das Packvolumen zunimmt. Hier haben die laminierten Gurte von Mammut und vor allem Arc‘teryx Vorteile.

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30.10.2013
Autor: Ralph Stöhr
© CAVALLO
Ausgabe 07 + 08/2013