Test: 12 Funktionsjacken, die Regen- und Winterjacke zugleich sind

12 Dreilagenjacken im Test: Wetterschutz, Funktion, Komfort


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Funktionsjacken im Test - Dreilagenjacken
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Sie gelten als der Inbegriff des Wetterschutzes. Im praktischen Einsatz müssen Dreilagen-Jacken aber mehr können, als nur dicht und robust sein. Zwölf neue Modelle im Test.
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Funktionsjacken, Regenjacken im Test
Foto: Ralf Gantzhorn

Wer viel draußen unterwegs ist, zum Beispiel beim Klettern oder Bergsteigen, braucht eine Regenjacke. Eine Winterjacke braucht man auch. Warum nicht beides in einem? Da sind Dreilagenjacken immer noch erste Wahl, vor allem, wenn die Teile auch noch einiges aushalten sollen. Bei Dutzenden neuer Outdoorjacken, die jedes Jahr auf den Markt kommen, steht man beim Kauf allerdings vor der Qual der Wahl. Um euch die Entscheidung zu erleichtern, haben wir mit unseren Kollegen vom outdoor Magazin zwölf gerade neu erschienene Funktionsjacken unter die Lupe genommen.

Das Testfeld reicht dabei von auf Gewicht getrimmten Leichtjacken über robuste Allrounder bis hin zur voll ausgestatteten Winterjacke inklusive Schneefang. Nicht nur die Jacken selbst, auch die Preise sind dabei recht unterschiedlich. Sie bewegen sich zwischen 350 und 680 Euro. Im Schnitt bringen die Jacken knapp über 500 Gramm auf die Waage und bestätigen so auch den allgemeinen Trend zu immer leichterer Ausrüstung.

Von den 12 Jacken sind die Modelle von Adidas, Arc'teryx, Bergans, The North Face und Vaude auch in einer gleichwertigen Damenversion erhältlich. Im Falle des Zero Jackets von The North Face schnitt die Damenversion besser als das Herrenmodell ab.

Regenjacke mit Wohlfühlfaktor

Im Klimatest gibt sich keine der Funktionsjacken Blößen. Alle Materialien punkten im outdoor-Labor mit einer sehr guten bis überragenden Atmungsaktivität. Zusätzlich besitzen sämtliche Outdoorjacken gut funktionierende Belüftungen, die für einen kühlenden Luftaustausch sorgen. An der Spitze: Das Mentor Jacket von Outdoor Research – es zeigt mit Ventilationsreißverschlüssen, die vom Oberarm über die Achseln bis zum Saum laufen, was in Sachen Belüftung möglich ist.

Ebenfalls gut fürs Klima: möglichst wenig Tapes und doppelte Materiallagen wie etwa bei den Taschen. Dieser Faktor sollte nicht unterschätzt werden, denn selbst bei der Directalpine Guide, der Jacke mit dem wenigsten Tape, kommt eine Fläche von 2,5 DIN-A4-Blättern zusammen – und damit liegt sie gut 30 Prozent unter dem Durchschnitt. Auch eine möglichst dauerhafte Imprägnierung hat großen Einfluss auf die Atmungsaktivität, denn diese bleibt erhalten, wenn der Oberstoff sich nicht vollsaugt. Hier setzt die Arc’teryx Alpha SV neue Maßstäbe. Doch auch bei den meisten anderen wasserdichten Jacken perlt Wasser selbst nach zehn Wäschen noch gut ab. In erster Linie sollen die Outdoorjacken aber dicht sein.

Nach der Wetterschutzprüfung im Regensimulator kristallisieren sich langsam ein paar Favoriten heraus. Zwar überstehen alle die Powerberegnung ohne baden zu gehen, doch hier und da gibt es doch ein paar Stellen, an denen Feuchtigkeit nach innen zieht (Saugeffekte). Zu den Besten gehört die Kangchenjunga von Berghaus. Sie schützt nicht nur perfekt gegen Nässe, ihr mächtiger Kragen und der große versteifte Schild bilden zudem ein Bollwerk gegen eisigen Wind. Dicht auf den Fersen folgen unter anderem die Jacken von Arc’teryx, Outdoor Research, Adidas und Directalpine sowie das Damenmodell von The North Face.

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Vom Labor in die Praxis
Im täglichen Einsatz beim Klettern zählt vor allem, wie viel Bewegungsfreiheit die Testmodelle lassen. Hier glänzen vor allem die Funktionsjacken von Adidas und Mountain Equipment. Bei diesen beiden Modellen rutscht der Saum mit den Armen über Kopf nur minimal nach oben, und das, obwohl sie körpernah geschnitten sind. Aber auch bei den Modellen von Arc'teryx, Berghaus oder The North Face bremst nichts den Bewegungsdrang. Oft kritsch: die Helmtauglichkeit der Kapuzen.

In diesem Punkt haben die Hersteller inzwischen zwar ihre Hausaufgaben gemacht, Unterschiede gibt es aber dennoch. Mit die besten Kapuzen liefern Adidas, Arc'rteryx, Marmot oder Outdoor Research. An der Spitze mit und ohne Helm liegt die Kapuze von Mountain Equipment. Zum Schluss steht die Handhabung auf der Checkliste: Laufen beispielsweise Züge und Zipper gut? Kann man sie auch mit dicken Handschuhen einfach bedienen?

Fazit: Von geringen Schwächen abgesehen leisten fast alle Outdoorjacken das, was von ihnen erwartet wird. Extrem robust ist die Alpha SV von Arc'teryx. Sehr gute Allrounder kommen von Berghaus, Adidas oder Outdoor Research. Einen Preistipp hat sich das Guide Jacket von Directalpine verdient.

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Schlafsack-Test Foto: Hersteller
Schlafsack-Test Foto: Hersteller
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Diese Dreilagenjacken haben wir getestet:

Autor: Wacker/Leuchsner
© klettern
Ausgabe 12/12-01/13/2012