Vergleichstabelle: Schwierigkeitsgrade beim Klettern

Schwierigkeitsgrade der Welt im Vergleich

Schwierigkeitsgrade beim Klettern und Bouldern: Tabelle
Foto: Redaktion klettern
Wie schwer ist den nun V3, 5.11c und 34? Wo gilt welche Skala? Hier gibt's die geläufigsten Routen- und Bouldergrade im Vergleich.

Andere Länder, andere Sitten, andere Währungen. Nicht nur beim Geld, auch bei der Bewertung der Schwierigkeiten von Kletterrouten. Da diese unterschiedlichen Bewertungsskalen tief in der Tradition der einzelnen Regionen verankert sind und eine global einheitliche Bewertung auch in Zukunft nicht zu erwarten ist, verwenden wir in unseren Artikeln die lokalen Bewertungen. Anhand der Tabelle unten lassen sich die Grade vergleichen.

Die UIAA-Skala kommt im deutschsprachigen Raum zum Einsatz. Beim Sportklettern wird zwar auch hier teils die französische Bewertung verwendet, in Alpinrouten regiert aber nach wie vor die UIAA-Skala. Eine weitere Skala auf deutschem Boden ist die sächsische, die im Elbsandsteingebirge verwendet wird.

Die französische Skala hat sich als die in Europa allgemeingebräuchliche Sportkletterbewertung etabliert. Die USA-Skala findet in den meisten Ländern Amerikas Anwendung. Soweit die wichtigsten Bewertungs­skalen. Es gibt aber auch noch eine britische, schwedische, australische, russische...

Die beste Methode, Schwierigkeits-Skalen beim klettern alle kennenzulernen, ist natürlich, herumzureisen und sie zu klettern und zu vergleichen. Wer das gerade nicht kann, der klickt auf die Tabelle und bekommt eine - zumindest grobe - Übersetzung geliefert.

 

Schwierigkeitsgrade beim Klettern und Bouldern: Tabelle
Foto: Redaktion klettern Bewertungsskalen beim Klettern.


Sonderfall: Die britische Bewertungsskala

Bei der britischen Bewertungsskala für Trad-Routen wirken mehrere Kennzahlen und Buchstaben zusammen (zum Beispiel VS 5a oder E3 5c). Das kommt einem erst einmal verwirrend vor. Doch tatsächlich hat diese kombinierte Wertung einen Hintergrund. So gibt die erste Kennung E3 den Gesamt-Anspruch der Route an. Die zweite Kennung 5c bezieht sich auf die reinen Kletterschwierigkeiten. So kann man aus der jeweiligen Kombination erkennen, was einen erwartet? Eine insgesamt eher anspruchsvolle Route mit niedriger Kletterschwierigkeit weist darauf hin, dass der Anspruch woanders wartet, vermutlich in der Absicherung. Eine im Verhältnis zum Gesamt-Anspruch höhere Kletterschwierigkeit weist auf eine eher gut absicherbare aber anstrengendere Route hin. Schwer verständlich? Dann hilft nur hinfahren und ausprobieren!


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