Lexikon

Der große Rockhaus T bis Z

T-Anker bis Zwischensicherung

T-Anker (auch Toter Mann) Sicherung im Schnee, bei der ein länglicher Gegenstand (Pickel, Ski etc.) im 90-Grad-Winkel zur zu erwartenden Sturzrichtung eingegraben wird.

technisches Klettern (engl. aid climbing) im Gegensatz zum Freiklettern werden hier nicht natürliche Strukturen, sondern >Haken und andere Hilfen zur Fortbewegung benutzt.

Tickmark Kennzeichnung von >Griffen mit Chalkstreifen, um diese leichter zu treffen. Sollte nur benutzt wenden, wenn der Zielgriff tatsächlich außerhalb des Sichtfeldes liegt.

Toehook Hakeln mit dem vorderen Fuß, siehe >Foothook.

top klettern Wettkampfjargon für den Ausstiegsgriff einer Route erreichen und halten.

Topo Anstiegsskizze, die den Verlauf einer >Route mithilfe von Symbolen verdeutlicht.

Topout >Boulder mit Ausstieg auf einen Felsblock.

toprope Begehung einer Route mit Seilsicherung von oben; der Sichernde steht am Boden, das Seil läuft oberhalb des Kletterers durch eine Umlenkung, im Gegensatz zum >Vorstieg.

Tradclimbing (von traditional) angelsächsische Spielform des Kletterns, bei der nur mobile Sicherungsmittel zum Einsatz kommen.

Tricam kaum noch gebräuchliche Sonderform eines >Klemmkeils.

Tritt bezeichnet alles, worauf man stehen kann, und Druck auf die Wand übertragen kann.

Trittleiter flexible, kurze Sprossenleiter, die beim >technischen Klettern in >Haken und sonstiges eingehängt wird, um darauf ein Stück höher zu gelangen.

Tropflöcher (>Gouttes d‘eaux) durch Erosion im Kalk entstandene, nach oben offene, kleine Löcher, oft als >Griff bauchbar.

Umlenker >Haken (teils mit >Karabiner, >Sauschwanz oder ähnlichem) am Ende einer >Route, an dem man das Seil umlenkt und wieder zum Boden hinabschwebt.

Untergriff Griffart, bei der die Finger nach unten zeigen. Der Griff wird von unten nach oben belastet, der Kletterer verspannt sich zwischen Tritten und Untergriff.

Verhauer unbeabsichtigtes Abweichen von einer alpinen Route.

Verschlusskarabiner >Karabiner, bei dem der >Schnapper durch einen Verschlussmechanismus gegen selbsttätiges Öffnen gesichert werden kann (Schrauber etc.).

Verschneidung zwei aufeinanderstoßende Felswände, die eine „Ecke“ im Fels ergeben.

Vorstieg (auch: vorsteigen) Klettern „am scharfen Ende des Seils“; das Seil läuft vom Vorsteiger nach unten und wird von diesem in >Zwischensicherungen eingehängt.

Waben vor allem im Sandstein auftretende Felsstruktur aus vielen kleinen, nebeneinanderliegenden Löchern.

Wasserrillen durch Erosion entstehende vertikale „Wellen“ im Fels.

Wechselführung (auch überkreuz oder überschlagend klettern) die Partner einer Zweierseilschaft wechseln sich in einer Mehrseillängenroute mit dem >Vorsteigen ab.

Wechte auf der windabgewandten Seite eines Grats angehäufte, überhängende Schneemassen.

Whiteout völliges Verschwimmen der Geländekonturen bei Schneefall oder Nebel.

Workout-Route >Afterwork-Route.

Zackenschlinge (auch Köpflschlinge) Schlinge, die über einen schmalen Felszacken oder ein „Felsköpfl“ gelegt wird.

Zange (auch Zangengriff) Griff, der zwischen Daumen und Fingern gehalten wird.

Zonengriff Griff bei einem Wettkampfboulder, für den der Kletterer wenigstens einige Punkte bekommt, falls er den Ausstiegsgriff nicht erreicht.

Zwillingsseil dünnes Doppelseil (7,5 bis 8 Millimeter stark), das auch im Nachstieg nur im Doppelstrang verwendet werden darf.

Zwischensicherung jede Sicherung (>Haken, >Klemmgerät >Sanduhrschlinge), die einen Sturz des Vorsteigers halten soll (in Abgrenzung zu Sicherungspunkten am >Standplatz).

07.12.2007
Autor: Redaktion klettern
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