Lexikon

Der große Rockhaus L bis P

Leiste bis Prusik

Leiste Griffart: Absatz für die vordersten Fingerglieder oder gar nur Fingerkuppen, wird je nach Größe halboffen oder mit aufgestellten Fingern gegriffen.

Linie durch die Strukturen von Fels, Eis oder Schnee vorgegebene Wegführung für eine >Route oder einen >Boulder.

Magnesia (auch >Chalk genannt) wirkt schwach basisch und neutralisiert dadurch den sauren Handschweiß.

Mantle >Klettertechnik, bei der eine herkömmliche Zugbewegung in eine Stützbewegung übergeht. Oft nötig beim Übergang von steilem in flacheres Gelände.

Mixedklettern Fortbewegung mit >Steigeisen und >Eisgeräten abwechselnd in Fels und Eis mit eigener Mixed-Bewertungsskala (siehe Kasten S.11)

Move englisch für einen Zug oder eine einzelne Bewegungssequenz.

Nachsteigen dem Vorsteiger folgen, ergo mit Seilsicherung von oben und daher ohne Sturzgefahr. Eine Spezialform ist das >Toprope-Klettern.

Nähmaschine (auch Elvis) unkontrolliertes Zittern der Beine beim Klettern durch Kraftmangel, Aufregung oder Angst.

No hand rest Rastposition in einer >Route, bei der man mit beiden Händen gleichzeitig längere Zeit loslassen kann.

Normalhaken alle >Haken, die nicht gebohrt, sondern in >Risse oder Löcher geschlagen werden. Gängige Typen: Längs- und Querhaken, Ring-, Profil-, Drehmomenthaken.

Normsturz Sturz mit definiertem Fallgewicht und >Sturzfaktor zur Ermittlung, wieviele (Norm-) Stürze ein Seil aushält.

Nutkey >Klemmkeilentferner
Nuts >Klemmkeile

objektive Gefahren von der Kompetenz des Kletterers unabhängige Gefahren wie Stein- oder Eisschlag, Wettersturz, etc.

offwidth unangenehm zu kletternde Rissbreite zwischen Faustriss und Kamin.

offene Tür Problem, dass der Körper seitlich von der Wand wegdreht, bedingt wenn der >Körperschwerpunkt nicht in der Balance ist.

onsight Freier Durchstieg einer Route oder eines Boulders ohne Belastung der Sicherungskette ohne jegliche Vorkenntnisse der Kletterei (es darf auch niemand anderer beim Durchstieg oder Versuch beobachtet werden).

Pfeiler vertikal hervorstehende Felsstruktur ähnlich einer abgerundeten >Kante.

piazen (bei den Franzosen dülfern) sich auf Gegendruck höherarbeiten, indem man mit den Beinen stemmt, mit den Armen zieht und sich mit Schulter und Hüfte zum Fels dreht. Oft in Granitrissen erforderlich.

pinkpoint (auch: en libre) bezeichnet das Klettern einer Route im Vorstieg, bei der die Expressschlingen schon in den Zwischensicherungen hängen.

Placement 1. Felsstruktur, die das Legen eines >Klemmkeiles oder >Klemmgerätes erlaubt. 2. Möglichkeit, beim technischen Klettern einen >Hook oder beim Mixedklettern das >Eisgerät zu verankern.

Plaisir -Klettern auf Jürg von Känels Kletterführer-Reihe „Schweiz Plaisir“ zurückgehender Begriff für gut abgesichertes Klettern mit geringen >objektiven Gefahren.

Platte mehr oder weniger geneigte, relativ glatte und griffarme Wandstruktur.

Pof (Kollophonium) spezielles Harz, das an den Bouldern Fontainebleaus anstelle von Magnesia verwendet wird.

Portaledge quasi ein stabiles Feldbett (meist inklusive Zelt), das bei >Bigwalls in der Wand fixiert wird und als Nachtlager dient.

Problem >Boulder.

Projekt noch nicht >rotpunkt gekletterte >Route oder nicht gekletterter >Boulder.

prusiken mittels zweier >Prusikknoten am Seil aufsteigen.

07.12.2007
Autor: Redaktion klettern
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