Lexikon

Der große Rockhaus D bis F

Dach bis Froschtechnik

Dach Überhang mit horizontaler Neigung.

deadpointen (im toten Punkt greifen) den nächsten Griff am Scheitelpunkt einer dynamischen Hin-Bewegung erwischen.

Direttissima Kletterroute, deren Verlauf annähernd der Gipfelfalllinie folgt.

Doppelseil Oberbegriff für alle Seiltypen, bei denen zwei Seilstränge verwendet werden.

Dropknee (engl.) nach unten eingedrehtes Knie, dient zum Verspannen zwischen den Haltepunkten (meist im überhängenden Gelände).

Drytooling das Klettern mit >Steigeisen und >Eisgeräten auf nacktem Fels.

Dynamo (auch: Dyno) schwungvolle, schnellkräftige Bewegung des Körpers hin zum nächsten Griff (vom kurzen Anziehen bis zum Megasprung). Wird mit beiden Händen gleichzeitig losgelassen, heißt es Doubledyno.

Eindrehen Bewegungstechnik, bei der durch Drehen der Hüfte zur Wand in steilem Gelände eine bessere Hebelwirkung und eine größere Reichweite erreicht wird. Außerdem ist so der >Körperschwerpunkt näher am Fels.

Einfachseil einziger Seiltyp, der für den >Vorstieg im Einzelstrang ausgelegt ist.

einhängen (auch >klippen oder >klinken) das Seil an >Zwischensicherungen in die >Expressschlingen einführen.

Eisgerät kurzer Pickel für steile Eis- und >Mixedklettereien, oft gebogener Schaft.

Eisschraube röhrenförmiges Sicherungsmittel im Eis: innen glatt gefräst, außen ein scharfes Gewinde und an der Spitze mehrere scharfe Zacken. Die Haltekraft einer Eisschraube hängt von der Eisqualität ab.

Expeditionsstil Vorgehensweise an hohen Bergen, bei der einzelne Etappen einer >Route mit >Fixseilen präpariert und >Hochlager eingerichtet werden. Sportlich weniger wertvoll als >Alpinstil.

Expressschlinge (auch Express, Runner, Exe, Pärchen) Bindeglied zwischen Seil und >Haken (zwei >Karabiner, verbunden durch eine kurze, abgenähte >Bandschlinge).

Fangstoß die bei einem Sturz über das Seil auf den Kletterer und die >Sicherungskette einwirkende Bremskraft.

Fiffi Häkchen zum Einhängen einer >Trittleiter in >Haken.

Figure of Four Kletterposition, bei der das entgegengesetzte Bein über einen Arm gelegt wird (eine Art absitzen), um statisch eine größere Reichweite zu erzielen.

Fingerloch Griffart: löchrige Vertiefung, die nur mit wenigen Fingern gehalten werden kann. Kommt in verschiedenen Größen vom Einfinger- bis zum Dreifingerloch.

Firnanker Sicherungsmittel im Schnee (langer, schlanker Metallwinkel mit Bohrungen) für den Expeditionseinsatz. In den Alpen kaum üblich.

Fixieren einen Griff während einer Bewegungssequenz unter Belastung halten.

Fixpunktsicherung das >Sicherungsgerät ist direkt in einen >Haken oder sonstigen fixen Punkt (>Sanduhrschlinge) eingehängt.

Fixseil fix befestigtes Seil, das vor allem bei Expeditionen als Auf- und Abstiegshilfe fungiert (Sicherung mit >Steigklemmen).

Flash rotpunkt-Begehung einer Route oder Durchstieg eines Boulders im ersten Anlauf ohne vorheriges Auschecken. Im Gegensatz zum >Onsight sinde Infos und Tipps aber zulässig, ebenso das Beobachten eines anderen Kletterers in der Route.

Foothook (auch >Hook) Einsatz des Fußes als Hangelhilfe, indem man in steilem Gelände entweder mit der Ferse (>Heelhook) oder mit der vorderen Fußinnenseite (>Toehook) am Fels einhakt, zieht oder den Fuß nach unten drückt.

free solo Durchstieg einer Sportkletter- oder Alpinroute ohne Partner und ohne Seilsicherung. Nach strengen Maßstäben darf der free-solo-Kletterer außer Kletterschuhen und Chalkbag nichts dabei haben.

Freiklettern (engl. Freeclimbing) zur Fortbewegung werden ausschließlich natürliche Strukturen benutzt. In Abgrenzung zum >technischen Klettern, bei dem >Haken und sonstige Sicherungsmittel auch zur Fortbewegung verwendet werden. Oft fälschlicherweise als seilfreies Klettern verstanden.

Friends mobile, in vielen Größen erhältliche >Klemmgeräte, zugleich der Name des ersten Geräts dieser Art auf dem Markt.

Froschtechnik ermöglicht einen wandnahen >Körperschwerpunkt, indem die Knie nach außen gedreht werden und der Oberkörper über den Füßen „absitzt“.

07.12.2007
Autor: Redaktion klettern
© klettern