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Projekt Rotpunkt
Der ehemalige Bundestrainer und promovierte Sportwissenschaftler Guido Köstermeyer über Rotpunkt-Taktik: vom Ausbouldern bis zum Durchstieg - die Schritte zum Erfolg.
- 1
- 2Route auswählen
- 3Das Ausbouldern
- 4Passagen klettern
- 5Durchstiegsversuche
- 6Vor dem Klettern
- 7Während des Kletterns
- 8Der Durchstieg
Klettern an der Leistungsgrenze übt eine große Faszination auf jeden Kletterer aus. Seit Beginn des Rotpunktkletterns Mitte der 70er Jahre sind diese Leistungsgrenzen immer weiter nach oben geschoben worden. Dies gilt nicht nur für die Leistungsspitze, sondern in größerem Maße für die Leistungsbreite. Heute bereits nach kurzer Zeit in der Halle oder am Fels Routen im sechsten oder siebten Grad zu klettern, ist keine Seltenheit. Dies macht meist Lust auf mehr. Taktisch geschicktes Vorgehen und die Auswahl der richtigen Routen helfen, schwierigere Routen zu punkten.
Das Projektieren von Routen an der eigenen Grenze ist nicht nur eine Sache des Kletterns. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Emotionen und Stimmungen. Eine Route an der eigenen Leistungsgrenze erfordert einen angstfreien, konzentrierten und annähernd perfekten Durchstieg bei möglichst günstigen äußeren Bedingungen. Dieser Grenzgang erfordert volle Konzentration und alle Energie. Neben der richtigen Taktik gilt es daher, den eigenen Stil zu entwickeln.
Erfolgreiches Rotpunktklettern besteht aus vier Schritten: Route auswählen, Ausbouldern, Passagen klettern und Durchstiegsversuche. Wenn ihr diese richtig angeht, erhöhen sich eure Erfolgschancen beträchtlich.
Anmerkung
Wenn hier von "Rotpunkt"-Klettern die Rede ist, bezieht sich das auf das freie Durchsteigen einer Route an einem Stück, und schließt den u.a. als "Pinkpoint" bekannten Stil mit ein. Sowohl der Autor als auch die Redaktion klettern sind sich des Unterschieds zwischen "Rotpunkt" und "Pinkpoint" durchaus bewusst, haben aber der Einfachheit halber und der Verbreitung wegen den Oberbegriff "Rotpunkt" gewählt.
Definitionen von Kletter-Begriffen und mehr Fach-Chinesisch gibt's im Großen Rockhaus
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24.06.2009
© klettern Ausgabe 4/2009
Autor: Guido Köstermeyer
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