Richtig trainieren am Campusboard

Nicht nur für Spitzenkletterer

Blockieren und Hangeln, statische Züge und Dynamos – das Campusboard bietet vielfältige Trainingsmöglichkeiten und sorgt für ordentlichen Kraftzuwachs.

 

Foto: Steffen Kern Timo Preußler macht sich stark.

"Keine Action Directe ohne Campusboard" – als einer von acht Begehern der weltweit ersten 9a muss Christian Bindhammer wissen, wovon er spricht. Auch die Geschichte des Campusboards ist in doppelter Hinsicht mit der legendären Frankenjura-Route und ihrem Erstbegeher verknüpft: Wolfgang Güllich und Kurt Albert hatten als erste ein derartiges Trainingsbrett im namensgebenden Fitnesscenter "Campus" in Erlangen benutzt. Und die Fotos vom in der Vorbereitung für Action Directe einfingrig an Minileisten hangelnden Güllich machten das Campusboard dann weltweit bekannt.

Nicht nur für Spitzenkletterer
Heute findet sich in fast jeder Kletterhalle ein Campusboard, so auch in der "Sportwelt Ottobeuren" im Allgäu, wo uns Erwin Marz und der Deutsche Meister Timo Preußler im Rahmen einer Trainingseinheit eine Auswahl aus der Vielfalt der Übungsmöglichkeiten am Campusboard demonstrierten.

 

Foto: Steffen Kern Timo blockiert an den kleinen Leisten.

Aber keine Sorge, das Campusboard eignet sich nicht nur für 9a-Aspiranten und Weltcupkletterer. Durch entsprechende Wahl der Leistengrößen und -abstände können sich auch ambitionierte Hobbykletterer ein auf ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse zurechtgeschnittenes Trainingsprogramm am Campusboard zusammenstellen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich von Trainingspartnern unterstützen und etwas Gewicht wegnehmen zu lassen. Zu mehreren ist man ohnehin kreativer beim Ausdenken neuer Übungen, und überhaupt macht das Training mehr Spaß.

Nicht oder nur sehr bedingt geeignet ist das Campusboard jedoch für Klettereinsteiger und Jugendliche, da die Belastung für Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke insbesondere an Fingern, Armen und Schultern sehr hoch ist – und damit die Verletzungsgefahr. Aber auch für alle anderen „Boarder“ gilt es, einige Grundregeln zu beachten, um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden.

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Autor: Kern / Marz
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