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KLEVER bezweifelt Gemeinnützigkeit von DAV-Hallen
Der Kletterhallenverband e.V. KLEVER wirft dem Alpenverein Steuergeldverschwendung und Wettbewerbsverzerrung vor und bezweifelt die Gemeinnützigkeit von DAV-Hallen. Der DAV bestreitet dies.
Er "bezweifle die Gemeinnützigkeit neuer Kletterhallenprojekte des DAV", teilte der Kletterhallenverband KLEVER in einer Pressemitteilung vom 30. November mit. Es stehe "David gegen Goliath." So erführen die privat geführten Kletterhallen, die ohne finanzielle Unterstützung des Deutschen Alpenvereins (DAV) auskommmen müssten, "gravierende, messbare und nicht zu kompensierende Wettbewerbsnachteile". Angeführt wird hier die High Moves Kletterhalle in Bensheim, die nach der Eröffnung des DAV-Kletterzentrums in Darmstadt im April 37 Prozent weniger Umsatz gemacht habe als im Vorjahr.
Kein Problem mit Konkurrenz
In Regensburg fühlt sich Wolfgang Eichholz, Geschäftsführer der
Mega Sports Kletterhalle, an der Nase herumgeführt: “Wir haben grundsätzlich überhaupt kein Problem mit einem Konkurrenten vor Ort. Wir empfinden es nur als nicht tragbar, dass von den Steuergeldern, die wir bezahlen, unser Konkurrent gefördert wird, zumal ja der Betrieb der Halle augenscheinlich genauso kommerziell ist wie bei uns." Nach den Angaben von KLEVER seien hier die Umsätze um über 50 Prozent zurückgegangen, seit die DAV-Konkurrenz in Regensburg eröffnet habe.
So argumentiert KLEVER, dass die "Subventionen", die DAV-Kletterhallen über die öffentliche Förderung erhielten, "ungleiche Rahmenbedingungen" schaffen würden und daher den "natürlichen Wettbewerb verzerren".
Gemeinwohlorientierte Aufgaben
Der Alpenverein sieht sich zu Unrecht in der Kritik, denn die DAV-Sektionen würden "ihre Anlagen nicht in wirtschaftlicher Gewinnerzielungsabsicht" betreiben. Dass der Bau von Kletterhallen der DAV-Sektionen mit öffentlichen Geldern gefördert würde, findet Hauptgeschäftsführer Thomas Urban völlig gerechtfertigt, denn schließlich übernähmen die DAV-Sektionen "mit ihren künstlichen Kletteranlagen eine Vielzahl gemeinwohlorientierter Aufgaben".
Wertvolles Vereinsleben
Zum Beispiel würde innerhalb der DAV-Kletteranlagen der Breiten- und der Spitzensport gefördert, die Gesundheit, und mit dem großen Familienangebot auch die "soziale Integration". Weiterhin würden auch die privat geführten Kletterhallen von der Sicherheitsforschung und Expertise des Alpenvereins profitieren. Die Kritik des KLEVER-Verbands will Thomas Urban daher nicht gelten lassen: Schließlich seien "über 90 Prozent aller Besucher in DAV-Hallen Vereinsmitglieder" und daher seien die DAV-Hallen "Orte, an denen ein aktives, vielfältiges und wertvolles Vereinsleben" stattfinde.
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