Arco Rockmaster 2013: Sieg für Ramon Julian Puigblanque und Mina Markovic - plus Bilder und Videos vom Wettkampf

Vom 31. August bis 8. September versammelte sich in Arco die Kletterwelt zum Rockmaster Festival. Einer von vielen Höhepunkten der Woche: der Rockmaster-Wettkampf am Samstag, 7. September. Hier holten sich Mina Markovic und Ramon Julian Puigblanque verdient den begehrten Rockmaster-Titel.

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Rockmaster 2013 Arco klettern Foto: Ralph Stöhr
Rockmaster 2013 Arco klettern Foto: Ralph Stöhr
Rockmaster 2013 Arco klettern Foto: Ralph Stöhr

 

Rockmaster 2013 Arco klettern
Foto: Ralph Stöhr

Zum 27. Mal schon wurde in Arco der Rockmaster-Titel vergeben. Gegen Ende einer kletterzentrierten Veranstaltungswoche, bei der Jugendwettkämpfe, ein Wettkampf der Paraclimber, Speed und Bouldern sowie die Verleihung der Awards zu den Arco Rock Legends geboten waren, fand mit dem Rockmaster-Wettkampf die Festivalwoche einen ersten Höhepunkt.

Der Rockmaster besteht traditionell aus zwei Durchgängen: einer Onsight-Route und einer Afterwork-Route, die etwas härter ist, die jeder Kletterer aber vorher 20 Minuten ausbouldern darf. Die Teilnehmer sind teils geladene Kletterer – die jeweils besten der aktuellen Wettkampfsaison –, teils aus einer Qualifikationsrunde hervorgegangen.

Bei bestem Wetter war die Spannung schon am frühen Samstag-Nachmittag in der Onsight-Runde groß. Mit Jakob Schubert, Sachi Amma und Ramon Julian Puigblanque waren bei den Herren drei der vier derzeit Führenden im Weltcup am Start, bei den Damen durfte vor allem ein harter Kampf zwischen der zweifachen Weltcup-Siegerin Mina Markovic aus Slowenien und der aktuell zweiten im Weltcup Lead, Jain Kim aus Korea, erwartet werden.

Der stellte sich auch genauso ein: Beide, Markovic und Kim, kletterten stark im Onsight und ließen die anderen weit hinter sich. An dritter Stelle landete die Japanerin Akiyo Noguchi, die ganz nebenbei auch noch beim Sint Roc Boulder Contest mitmachte (und dort Dritte wurde). Im Afterwork dann wurde es richtig knapp. Alle drei kamen in die Nähe des Umlenker, letztlich zog Mina Markovic aber doch einen Griff weiter und sicherte sich mit einer fantastischen Leistung den Sieg. Am Abend zuvor war sie noch für ihre Leistungen im Wettkampf mit dem La Sportiva Competition Award geehrt worden – offenbar ganz zurecht.

A propos fantastische Leistungen: War der Ausgang bei den Damen noch eine ganz knappe Angelegenheit, sah dies bei den Männern ganz anders aus. Ja, Jakob Schuster kletterte stark, Domen Skofic aus Slowenien – erst über die Qualifikation überhaupt ins Halbfinale und dann Finale gekommen – überraschte mit einer erstaunlichen Höhe. Die übrigen Aspiranten auf einen Podiumsplatz stürzten alle schon deutlich früher.

Doch dann kam er: Ramon Julian Puigplanque aus Spanien, der Mann, der schon sechs Rockmaster-Titel gewonnen hat, und zeigte dem Rest der Welt, wo es lang geht. Der Dominator, die Klettermaschine stieg schon im Onsight-Durchgang weiter als alle anderen. Was er dann aber abends unter tosendem Applaus des Publikums in der Afterowrk-Route bot, war phänomenal. Einen harten Zug nach dem anderen ließ er hinter sich, zeigte eine Beinarbeit zum Niederknien, hangelte beinfrei, wenn es schneller ging, und kämpfte sich am Ende gegen den Seilzug – der Seilverlauf in der sehr langen Route sorgte für viel Reibung – Meter für Meter bis zum Umlenker. Wo er das Seil dann fast nicht mehr einhängen konnte. Auch wenn manche behaupten, beim Rockmaster bräuchte man nur eine Menge Ausdauer, da gebe es keine schweren Stellen: Was Ramon ablieferte, war großartig. Zumal für ihn – er ist ja nicht der Größte – viele Stellen durchaus hart waren. Eine Klasse für sich, und ein weiterer Rockmaster-Titel, sein siebter. Mehr als je jemand zuvor hatte.

Video: Ramon Julian Puigblanque im Finale

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Video: Ralph Stöhr

Video: Akio Noguchi, Mina Markovic und Jain Kim im Finale der Damen

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Video: Libor Hroza und Quxin Zhong im Speedfinale Herren

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Video: Rustam Gelmanov im Boulderfinale

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Video: Chris Webb-Parsons im Boulderfinale

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Autor: Ralph Stöhr
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