Vandalismus im Frankenjura oder warum Drahtbürsten nicht an den Fels gehören

Vermutlich mit einer Drahtbürste wurde im Krottenseer Forst ein Boulder mit Slopergriffen bearbeitet. Ergebnis: Die Felsoberfläche ist nachhaltig geschädigt.

 

Drahtbürste im Krottenseer Forst Frankenjura Bouldern
Foto: D.Hoffmann Kaputter fränkischer Kalk.

Die Spuren an der Bouldertraverse im Krottenseer Forst, Frankenjura, lassen kaum Zweifel: Hier wurde mit einer Drahtbürste gearbeitet. Drahtbürsten haben die Eigenschaft, wenn man mit einigem Druck arbeitet, mit ihren Drahtborsten die bearbeitete Fläche stark zu verändern.

Wie man auf den Bildern sieht, war dies hier der Fall, das Werkzeug hat tiefe Riefen in den Fels hineingesägt. Ohne den Verursachern Absicht unterstellen zu wollen: Dies zerstört die Felsoberfläche und damit auch die Griffe des Boulders.

Diese Art von Zerstörung ist nicht nur für andere Kletterer, die den Boulder noch klettern wollten, ein Ärgernis, sondern auch ein gefundenes Fressen für Naturschützer und sonstige "Klettergegner", die Kletterern mangelnde Rücksichtnahme vorwerfen und sie für Umweltschäden verantwortlich machen.

Das heißt, das solche "Putzmaßnahmen" nicht nur den Boulder zerstören, sondern prinzipiell das gesamte Klettergebiet in Gefahr bringen können.

 

Drahtbürste im Krottenseer Forst Frankenjura Bouldern
Foto: D.Hoffmann So bitte nicht.

Es gibt viele Regeln, an die sich Kletterer und Menschen in der Natur generell halten sollten. Letztendlich lassen sich diese alle auf eine reduzieren:

Leave no trace! - Hinterlasse keine Spur!

Quelle: boulderrausch.de, Bilder von D. Hoffmann


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