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Neutour von Lamprecht: "Le Vieux et la Mer" (7 SL, 8b) im Verdon
Er zählt sich selbst zum alten Eisen, doch gehört Toni Lamprecht zu den fleißigen Erstbegehern von Toprouten. Diesmal erschloss er sieben Seillängen in der Verdon-Schlucht.
Im August und September 2009 verbrachten Toni Lamprecht, Uli Strunz und Benno Wagner mehrere Wochen in der Verdonschlucht, um den fantastischen Kalkwänden Südfrankreichs eine Erstbegehung abzuringen. Das Resultat: Le Vieux et la Mer, mit sieben Seillängen bis zum 10. Grad eine der anspruchsvollsten Erstbegehungen von Toni Lamprecht.
Eindrücke aus der Wand gibt's im untenstehenden Video.
Tonis Bericht
„Hat man einmal eine Route im Sektor 'Ula' geklettert, so kommt man nicht umhin, rechts davon immer wieder mit staunenden Augen den glatten, vielleicht spektakulärsten Pfeiler der gesamten Schlucht zu bewundern. Bald schon ist man gedanklich gefangen - auf der Suche nach kletterbaren Linien. 2008 dann einmal richtig abgeseilt - und da konnte ich meinen Augen kaum glauben. Im Slalom durch leistiges Gelände ist da was möglich. Ein absolutes Wunder!
Ein Jahr später, nämlich Mitte August 2009 bouldern Uli Strunz und ich bereits das erste Mal ernsthaft in den unteren Längen herum. Ein zeitlicher Wettlauf zwischen Hitze und Dunkelheit beginnt, denn anstatt zu klettern, jümaren wir jedes Mal die oberen Längen nur noch im Dunklen raus. Nach mehreren Tagen schweißtreibender Jümar-, Putz-, Boulder- und Kletter-Action haben wir drei Wochen später die schwersten Länge durchgeklettert. Dann Hilfe von Young-Gun Benno Wagner. Die Längen laufen jetzt wie geschmiert. Ein freier Durchstieg der gesamten Route rückt nahe.
Fast einen Monat nach unserer Ankunft ist es dann soweit: Keine der wackeligen schweren Stellen wirft mich diesmal ab, und so gelingt es mir, die letzte noch fehlende Länge zu Punkten.
Fazit: Obwohl die freie Begehung unserer Route „Le Vieux et la Mer" (6b, 7a+, 8b, 8a, 6a, 7c+, 7a) nicht an einem Tag gelungen ist, stellt sie für mich trotzdem den größten Fang meines Lebens in der Schlucht dar. Will man da noch 'Meer'?"
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