Kletter-Verletzungen & Prävention Wie erkennt und behandelt man Verletzungen und Überlastungsschäden? Und wie vermeidet man sie? mehr ...
Neue Boulder: Berni Schwaiger räumt auf im Saalachtal
In den vergangenen Wochen hat sich Berni Schwaiger in seinem Heimgebiet Saalachtal an ein paar ältere Projekte gemacht - heraus kam eine Reihe imposanter Erstbegehungen.
Berni Schwaiger hat im Saalachtal aufgeräumt. So kletterte er am 24. März den Stehstart einer brettharten Linie - heraus kam das Vier-Zug-Problem Fair Weather Friend (8b+): "Aus einer gestreckten Position folgt einer der schwersten Züge, die ich je gemacht habe - ein Schulterzug mit Potential zum "Auskugeln" an eine kleine Leiste - von dort geht es weit zur nächsten Leiste an der man zum Abschluss aus einer (fast immer) hoffnungslosen Überstreckung den Schwung einarmig abfangen und dazu greifen muss..." Der Sitzstart ist noch im Projektstatus.
Im April gelang Berni ein Rundumschlag: So gelang ihm in nur vier Versuchen gleich zwei bis dato austehende Projekte innerhalb einer halben Stunde. "Das brutale an beiden Bouldern ist der erste Zug - die abdrängenden Züge im Anschluss und ein Überwindung fordernder Sprung zum Schluß - alles an sehr winzigen Griffen..." Heraus kamen Fucking Hostile (8b/8b+) und Fancy Dan (8b).
Anfang Mai widmet sich Berni dann einem Projekt, dass er vor gut drei Jahren entdeckt hatte. Die Crux lag darin, "aus einer extrem pressigen Position an einer winzigen Leiste in einem Dach zu einem versteckten Griff hinzuspringen..." Nach nur wenigen Versuchen gelingt der Sprung und Berni hält den Zielgriff fest. Ergebnis: Scratch the Bitch (8b/8b+).
Fünf Tage später beschert er dem Boulder Reloaded (8a+) eine härtere Ausstiegsvariante: "Einarmig hängender Scherenstart an einer abschüssigen Zange - anschließend einige teilweise weite Züge an kleinen Leisten - Sprung von einer 5 mm Winzlingleiste zu einem versteckten Schlitz, der schwer zu treffen ist..." Heraus kommt Fully Reloaded (8b).
Am 13. und 14. Mai gelingen ihm dann noch ein extra-tiefer Sitzstart zu Ass Kick (8b), Getting Kicked (8a+/8b), und Another Kick in the Ass (8b/8b+), die Ausstiegsvariante nach rechts raus. „Das für mich Faszinierende am Bouldern ist, Züge zu klettern, die unmöglich oder unmachbar erscheinen. Da kommt es schon vor, dass einige Projekte mehrere Jahre auf die Verwirklichung warten müssen.“
Weiterlesen:
Wurm und Hoppe gewinnen beim Deutschlandcup in Dresden Markus Bock befreit Uralt-Projekt an der Luisenwand Neuer Bouldersektor auf Tinos

